Lewis Hamilton auf Eis: Abflug ist "nicht das Ende der Welt"

, 06.06.2015

Lewis Hamilton hakt seinen Abflug im zweiten Freien Training zum Formel-1-Grand-Prix in Kanada ab: "Glatteis in Kurve 10" - Montreal als Pflützenlandschaft

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton stand auch zum Start in das Grand-Prix-Wochenendes in Kanada im Fokus. Der Mercedes-Star sicherte sich nicht nur die Bestzeiten in beiden Sessions auf dem Circuit Gilles Villeneuve in Montreal, sondern er erforschte auf spektakuläre Weise die Limits. Im ersten Durchgang drehte sich der Brite in der Haarnadel und stand in die falsche Richtung, außerdem leistete er sich am Morgen einen Ausritt in Kurve 8.

Die Kameras waren aber vor allem im zweiten Training auf den amtierenden Champion gerichtet. Als nach rund der Hälfte der Fahrzeit der Regen einsetzte, landete der Brite mit seinem Silberpfeil in den Reifenstapeln im Auslauf der Spitzkehre. "Ich machte einige Fehler", gibt Hamilton offen zu. "Wenn ich mir die Wiederholung ansehe, bin ich eigentlich gar nicht so schnell gefahren. Aber es war wie Glatteis in Kurve 10", schildert er die Situation bei seinem Abflug, der gleichzeitig das vorzeitige Ende der Session bedeutete.

"Das Auto hatte Aquaplaning und ich flog ab. Vielleicht war es nicht die richtige Entscheidung, raus zu fahren", sagt Hamilton rückblickend. Mercedes hatte sich zu Beginn des zweiten Trainings viel Arbeit vorgenommen, um möglichst viele Erkenntnisse vor dem erwarteten Regen zu gewinnen. Als die ersten Tropfen fielen, wollte man schnell noch mit beiden Autos zu Startübungen ausrücken. Doch aus leichtem Regen wurde binnen Sekunden ein Wolkenbruch.

"Als es anfing zu regnen, entschlossen wir uns dazu, noch einmal rauszufahren und einige Startübungen auf den Intermediate-Reifen zu absolvieren, da man diese zurückgeben kann, wenn man sie benutzt", erklärt Mercedes-Teamchef Paddy Lowe. "Leider bekam Lewis Aquaplaning, als der Regen stärker wurde, und rutschte von der Strecke. Dadurch haben wir heute Nacht etwas Arbeit vor uns, um das Auto zu überprüfen und einige Teile zu ersetzen. Bis morgen sollte aber alles okay sein."

"Es ist nicht das Ende der Welt", nimmt es Hamilton gelassen. Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery hatte geahnt, dass eine solche Situation entstehen könnte. "Wenn es in Montreal regnet, dann regnet es oft richtig heftig", meint der Brite. "Der Unterschied auf dieser Strecke ist, dass das Wasser nicht gut abfließt. Während die modernen, neuen Rennstrecken viel bessere Drainagen haben, bilden sich hier immer große Pfützen, in denen das Wasser steht. So war es wohl auch hier."

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