Lewis Hamiltons "Senna-Moment": "Habe im Auto gebetet"

, 04.07.2015

Lewis Hamilton spricht über seine Gefühl auf der Auslaufrunde nach dem verlorenen Sieg in Monaco: Ein Gebet im Auto gab dem Briten Kraft

Ayrton Senna ist Lewis Hamiltons großes Idol. Das hat der Formel-1-Pilot immer wieder betont. Und seit einigen Wochen gibt es eine weitere Parallele zwischen den beiden. Denn wie Senna im Jahr 1988, musste Hamilton in diesem Jahr beim Grand Prix von Monaco einen der größten Rückschläge in seiner Karriere verkraften. Während Senna seinerzeit sein Auto souverän in Führung liegend in die Leitplanke setzte, wurde Hamilton durch den, rückblickend betrachtet überflüssigen, Boxenstopp in der Safety-Car-Phase des sicher geglaubten Sieges beraubt.

"Ich konnte es kaum glauben. Es war auf jeden Fall der härteste Moment, an den ich mich erinnern kann", sagt gut sechs Wochen nach dem Rennen in Monte Carlo. Und wie einst Senna, der nach dem Unfall nicht zum Team zurückkehrte und sich in seinem Appartement verkroch, hätte sich auch Hamilton liebsten noch während der Auslaufrunde aus dem Staub gemacht.

Ein kurzer Stopp in der Portiers-Kurve gab Hamilton aber die Möglichkeit, seiner Gefühle Herr zu werden - auch mit der Hilfe Gottes. "Ich habe einen starken Glauben, habe das Auto angehalten und gebetet", gesteht Hamilton ein. "Das gab mir ein paar Sekunden, in denen ich mich sammeln konnte und gab mir Kraft, denn ich wusste, das auch wieder bessere Tage kommen."

Sein Glaube haben ihn auch in den Tagen nach dem enttäuschenden Rennen die Kraft, wieder vorauszuschauen. "Es hat mir geholfen, so zu sein, wie ich bin und ist auch eine starke Botschaft an alle Menschen: Egal, was auf euch zukommt, ihr könnt es schaffen. Für mich war das der ultimative Test."

Doch noch aus anderen Gründen war es für Hamilton wichtig, in dieser Extremsituation seine Gefühle zu kontrollieren. "Hättet ich die Beherrschung verloren, hättet ihr mit die Hölle heiß gemacht", sagt er zu den Journalisten. Außerdem wollte er sich im Psychoduell mit Nico Rosberg keine Blöße geben. "Wir wollen unsere Enttäuschung nicht zu sehr zeigen, denn daraus schöpft dein Teamkollege Kraft."

Zuletzt erinnerte sich der amtierende Weltmeister auch an seine Vorbildfunktion. "Viele Kinder sehen zu mir auf, und mein Verhalten hat vielleicht Einfluss darauf, wie sie sich in der Schule, beim Fahren oder was auch immer verhalten", so Hamilton, dessen Fazit lautet. "Es gibt wichtigeres im Leben."

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