Red Bull vor Partnerschaft mit Aston Martin und Mercedes?

, 04.07.2015

Medien: Die Österreicher wollen sich den stärksten Formel-1-Antrieb sichern, indem sie eine Technik- und Sponsorenpartnerschaft mit Aston Martin eingehen

Auf der Suche nach einem neuen Antriebspartner für die Formel 1 könnte Red Bull unerwartet fündig geworden sein. Wie 'Autocar' berichtet, bahnt sich bei den Österreichern ein spektakulärer Deal mit der britischen Sportwagenschmiede Aston Martin an. Sie soll jedoch nicht selbst die V6-Hybridmotoren für den Renneinsatz herstellen, sondern auf Mercedes-Aggregate zurückgreifen und diese unter ihrem eigentlichen Namen einsetzen. Wie im Paddock zu hören ist, laufen die Verhandlungen.

Für Red Bull ist der Deal logisch: Mit einem der angeblich besten Chassis in der Garage würde sich die ehemalige Weltmeister-Truppe dazu den besten Antrieb sichern. Mercedes wiederum hätte seinen Kundenstamm ausgebaut und würde zusätzliches Geld einnehmen - schließlich kosten die Triebwerke 16,5 Millionen Euro pro Saison. Im Falle einer Lotus-Übernahme durch Renault bliebe es so bei vier zahlenden Partnern. Aston Martin hätte als Red-Bull-Technikpartner eine prominente Werbefläche gewonnen. Die Briten äußern sich auf Nachfrage derzeit nicht zu den Gerüchten.

Wie gemunkelt wird, liegt der Ball nun bei Mercedes. Zwischen Daimler und Aston Martin besteht bereits seit dem Jahr 2013 eine Verbindung. Im Zuge einer Zusammenarbeit betreffend Motoren und weiterer Technologie für Serienfahrzeuge erwarben die Stuttgarter 2013 fünf Prozent an der britischen Traditionsmarke. Vorstandschef Dieter Zetsche schloss es noch vor wenigen Monaten aus, weitere Anteile zu kaufen.

Auch Aston Martin und Red Bull sind miteinander bekannt, denn Markenboss Andy Palmer und Kommunikationschef Simon Sproule zeichneten früher bei Infiniti für die Sponsorenpartnerschaft mit dem Formel-1-Team verantwortlich. Möglich wäre die Partnerschaft ab 2017, schließlich läuft der Renault-Vertrag der Österreicher Ende der kommenden Saison aus. Red Bull führte in diesem Zusammenhang bereits Gespräche mit Audi, die Option erscheint aber immer unwahrscheinlicher.

Aston Martin engagierte sich in seiner langen Firmengeschichte 1959 und 1960 erfolglos in der Formel 1 und wurde bereits Mitte der 2000er Jahre als Partner des Prodrive-Projekts um David Richards gehandelt.

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