Motorsport-Weltrat: Formel 1 wird 2016 lauter!

, 30.09.2015

Neue Regeln für Gridstrafen, Klarstellung bezüglich FCD- und Windkanalnutzung und die Maßnahme für mehr Krach: Die Entscheidungen des Motorsport-Weltrates

Die Formel 1 wird in der Saison 2016 lauter. Das ist zumindest das Ziel einer Regelveränderung, die am heutigen Mittwoch auf der Sitzung des Motorsport-Weltrates (WMSC) der FIA in Paris verabschiedet wurde. Demnach sollen im kommenden Jahr alle Fahrzeuge mit einem zusätzlichen Auspuffrohr ausgestattet sein, durch das nur die Ströme des sogenannten Wastegates des Turbos fließen. Die Maßnahme bringe mehr Lautstärke, "ohne signifikanten Effekt auf Power und Emissionen", heißt es vom Weltrat.

Zusätzlich heißt es in dem heutigen Beschluss, dass Onboard-Kameras an den Halteholmen der Fahrzeugnasen ab 2017 verboten sein werden. Der Hintergrund dieser Entscheidung ist unklar. Deutlich offensichtlicher ist hingegen eine Entscheidung bezüglich der Strafen für den unplanmäßigen Wechsel von Motoren oder Getrieben. Wenn vor einem Qualifying gewechselt wird, ist die Laufleistung der Bauteile entscheidend. Wir nach dem Qualifying gewechselt, dann entscheidet der Zeitpunkt der jeweilige Bekanntmachung bei, Technischen Delegierten (Charlie Whiting) über die letztliche Startreihenfolge.

"Jeder Fahrer, der einen Startabbruch verursacht, wird das Rennen aus der Boxengasse aufnehmen müssen", heißt es in der Meldung des WMSC. Dabei spiele es keine Rolle, ob der betroffene Fahrer die Einführungsrunde haben absolvieren können oder nicht. Das gleiche gelte für Rennunterbrechungen und Piloten, die mit ihren Fahrzeugen zurück zur Box gekommen seien. Desweiteren weist der Weltrat ausdrücklich darauf hin, dass Formel-1-Autos auch im Testbetrieb jederzeit dem Regelwerk entsprechen müssen.

Die FIA hat zudem klargestellt, dass man die Einhaltung der Streckenbegrenzungen noch genauer unter die Lupe nehmen wird. Fahrer "müssen alles in ihrer Macht stehende unternehmen, um jederzeit innerhalb der Streckenbegrenzungen zu fahren. Sie dürfen diesen Rahmen niemals ohne Grund absichtlich verlassen", so die FIA. Man werde Strafen weiterhin auf Grundlage dessen treffen, ob ein Pilot durch das Verlassen der Piste einen Vorteil erlangt habe oder nicht. Außerdem werden die Kontrollmechnismen für die Nutzung von Windkanälen und CFD optimiert.

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