Nico Hülkenberg: Rückkehr nach Le Mans vorerst kein Thema

, 16.06.2017

Der Renault-Pilot konzentriert sich lieber auf die Formel 1 und respektiert es, als Werksfahrer an die Franzosen gebunden zu sein - Indy 500 "nicht so spannend"

Wenn am kommenden Wochenende die 24 Stunden von Le Mans als Teil der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) ausgetragen werden, sitzt Nico Hülkenberg nicht traurig vor dem Fernseher. Den Deutschen, der den Klassiker an der Sarthe vor zwei Jahren mit der Porsche-Werksmannschaft gewann, plagen keine Sehnsüchte: "Im Moment vermisse ich Le Mans nicht. Ich bin voll auf das Formel-1-Projekt von Renault konzentriert", erklärt Hülkenberg im Gespräch mit der 'Firstpost'.

Nachdem er in der vergangenen Saison seine Titelverteidigung auslassen musste, weil es eine Terminüberschneidung mit dem Rennen in Aserbaidschan gab, war ein Comeback 2017 nie eine Überlegung. "Porsche ist in diesem Jahr nicht mit drei Autos dabei, also würde sich die Gelegenheit gar nicht bieten", erklärt Nico Hülkenberg, der den WEC-Stammkräften das Feld überlassen muss.

Ob er langfristig erneut mit Porsche das Abenteuer wagen will, wagt der Emmericher nicht zu prognostizieren: "Ich habe keinen exakten Plan für eine Rückkehr nach Le Mans - zumindest nicht in den nächsten Jahren. Was danach kommt, kann ich nicht absehen." Weil die Formel 1 und Renaults Werksprojekt in der Karriereplanung an erster Stelle stehen, gab es mit seinem neuen Arbeitgeber nie Gespräche über Intermezzi in anderen Klassen. Es wäre auch ein vertragsrechtliches Problem.

Denn Hülkenberg ist nicht mehr in der Lage wie bei Force India, als er bei einem privaten Team sein Geld verdiente. Ein Fluch, aber mehr ein Segen, glaubt er: "Ich bin exklusiv an Renault als Hersteller gebunden und dabei soll es bleiben." Die Franzosen besitzen aber kein WEC-Projekt.

Genau wie Fernando Alonso einen Angriff auf die "Triple Crown" des Motorsports zu wagen hält Hülkenberg für unwahrscheinlich: "Das Indy 500 habe ich nicht auf dem Schirm", sagt er über die dritte Herausforderung neben dem Gewinn der Formel-1-WM und der 24 Stunden von Le Mans. "Rennen im Oval finde ich nicht allzu spannend. Nach den vielen Unfällen habe ich auch das Gefühl, dass es gefährlicher wäre", erteilt er dem Mekka des US-Racing eine deutliche Absage.

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