Nizza-Tragödie: Felipe Massa bangte am Flughafen

, 21.07.2016

Der Anschlag von Nizza mit 84 Toten schockiert auch die Formel-1-Piloten: Felipe Masse erlebte am Flughafen bange Minuten, Nico Rosberg fehlen die Worte

Der Anschlag von Nizza, bei dem in der vergangenen Woche am Abend des französischen Nationalfeiertags 84 Menschen getötet und mehr als 300 zum Teil schwer verletzt wurden, sorgt auch im Fahrerlager der Formel 1 für Betroffenheit. Viele Piloten leben ganz in der Nähe von Nizza in Monaco und kennen die südfranzösische Stadt recht gut. Doch keiner kam dem Geschehen so nahe wie Felipe Massa, der kurz nach dem Anschlag auf dem Flughafen von Nizza bange Minuten erlebte.

"Ich war gerade mit dem Flugzeug in Nizza angekommen. Es ist gegen 22:30 Uhr passiert, und ich bin gegen Mitternacht aus London kommend gelandet", berichtet der Brasilianer, der sich zwei Tage lang bei seinem Team Williams in Großbritannien aufgehalten hatte. "Kurz nach der Landung bekam ich die Nachricht, dass in Nizza ein großer Angriff oder wie auch immer man das nennen soll stattgefunden hat", erinnert sich Massa. "Nach der Landung waren alle Leute geschockt. Ich habe dann versucht, den Flughafen so schnell wie möglich zu verlassen."

Massa kam wohlbehalten in Monaco an, wo sich an diesem Abend auch Red-Bull-Pilot Max Verstappen aufhielt. "Ich war beim Abendessen. Nachdem ich und die Leute um mich herum die Nachricht erfahren haben, spürte man direkt, dass sich die Atmosphäre veränderte", erinnert sich der junge Niederländer an die Minuten nach der Tragödie. "Was dort passiert ist, war sehr schockierend."

Besonders bewegt reagierte während der Pressekonferenz im Vorfeld des Grand Prix von Ungarn in Budapest Mercedes-Pilot Nico Rosberg, als der Anschlag von Nizza zur Sprache kam. "Solche Tragödien berühren einen immer. Diese hat mich aber besonders betroffen gemacht, denn ich bin in Nizza zur Schule gegangen, und meine Familie lebte dort", beschreibt Rosberg seine persönlichen Verbindungen zu der Stadt. "Ich war sehr schockiert. Was mehr soll ich sagen?", meint der Mercedes-Pilot, der in diesem Augenblick nicht so eloquent wie sonst wirkte, sondern mühsam nach Worten suchte.

Massa ist mit seinen Gedanken ebenfalls noch bei den unmittelbar betroffenen. "Es ist schade, das so etwas passiert. Die Leute haben den Tag genossen, und verlieren dann ihr Leben. Oder Freunde oder Familienangehörige kommen um. Da schockiert einen", sagt der Brasilianer. "Ich wünsche allen das Beste und hoffe, dass wir so etwas nicht mehr erleben müssen. Es wird immer mehr, was wirklich nicht schön ist."

Am Abend des 14. Juli war ein 31-Jähriger Tunesier mit einem Lkw in die Menschenmenge an der Strandpromenade von Nizza gefahren und hatte absichtlich Menschen überrollt. Dort hatten sich zu diesem Zeitpunkt gut 30.000 Menschen aufgehalten, um das Feuerwerk anlässliche des französischen Nationalfeiertags anzusehen. Der Attentäter wurde schließlich von der Polizei getötet.

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