Red Bull: Daniil Kwjat testet "Low-Downforce-Konfiguration"

, 02.02.2015

Nach einem Abflug muss Daniil Kwjat am Montag ohne Frontflügel fahren - Mehr als ein paar Systemchecks waren daher bei Red Bull nicht möglich

Nachdem Red Bull am Sonntag mit der Präsentation des RB11 im Tarnlook bereits alle Blicke an sich gezogen hatten, stand das Auto des Teams am Montag beim Formel-1-Test in Jerez wieder im Mittelpunkt des Interesses. Am Vormittag fuhr Daniil Kwjat, der heute das Steuer übernommen hatte, plötzlich ohne Frontflügel aus der Box. Doch dabei handelte es sich nicht etwa um einen neuen Geniestreich von Star-Designer Adrian Newey, sondern einzig und alleine um Schadensbegrenzung.

"Daniil hat bei einem kleinen Ausrutscher ganz am Anfang den Frontflügel beschädigt. Da wir wie alle anderen unter dem Druck standen, das Auto rechtzeitig für den Test fertigzustellen, hatten wir keinen Ersatz", erklärt der leitende Renningenieur Guillaume Rocquelin. Damit stand für das Team früh fest, dass sinnvolle Tests des neuen Autos kaum möglich sind.

Red Bull machte daher aus der Not eine Tugend und schickte Kwajt ohne Frontflügel für einige Installationsrunden auf den Kurs. Bis zum frühen Nachmittag hatte der jungen Russe so 18 Runden gedreht, dabei aber keine Zeit gesetzt. "Wir konnten einige Systemchecks machen, die normalerweise im Hintergrund ablaufen. Daher haben wir Daniil noch einmal für einige Runden herausgeschickt", erklärt Rocquelin.

Kwjat selbst gab sich nach seinem Fehlstart als neuer Red-Bull-Fahrer ein wenig zerknirscht. "Das war nicht ideal, aber solche Fehler passieren, dagegen kann man nichts tun", meint der Russe. "Nachdem wir keine Ersatzteile für den Frontflügel hatten, haben wir versucht den Tag sinnvoll zu nutzen. Wir sind unter den gegebenen Umständen so viel wie möglich gefahren, hoffentlich können wir das aufholen. Dafür bleibt mir noch ein Tag, nun freue ich mich auf Mittwoch", sagt Kwjat, der nach dem Test wie Jenson Button und Valtteri Bottas zur Dopingkontrolle gebeten wurde.

Am Dienstag steigt Daniel Ricciardo wieder ins Auto, das dann auch wieder vollständig sein soll. "Ein Ersatzflügel wird über Nacht eintreffen, und morgen fahren wir dann hoffentlich wieder mit vollem Tempo", sagt Rocquelin.

Formel-1-Autos ohne Frontflügel hat es allerdings in der Tat schon einmal gegeben. Anfang der 1980er-Jahre erreichten die Autos mit Hilfe seitlicher Schürzen am Unterboden durch den Groundeffekt so viel Abtrieb, dass manche Teams bei einigen Rennen keinen Frontflügel montierten.

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