Ricciardo über 2016: "Mädchen 20 Minuten später knutschen"

, 06.12.2016

Der Red-Bull-Pilot erklärt, wieso es unbefriedigend wäre, Best of the Rest zu sein - Seine Pole-Runde in Monaco sei dennoch eine seiner besten gewesen

Drei Grands Prix hätte Daniel Ricciardo gewinnen können, ein Sieg sprang für den Red-Bull-Star letztlich in der Saison 2016 heraus - weil sein Team in Monaco und in Spanien beim Boxenstopp respektive bei der Strategie patzte und er nur in Malaysia von Mercedes' Schwächen profitierte. Trotz dieser Bilanz ist der Australier mit seinem Abschneiden zufrieden: "Es geht in Ordnung", erklärt der Dritte der WM-Gesamtwertung. "Ich bin glücklich, dass wir zumindest so gut waren."

Red Bull hätte aus den vergangenen Jahren herausgeholt, was herauszuholen gewesen sei, erklärt Ricciardo über die Zeit seit Beginn der Hybrid-Ära, der die Österreicher in ein Formtief zog. Er streicht sporadische Highlights heraus, darunter die diesjährige Pole-Position in Monaco. "Eine meiner besten Runden", sagt er und spricht von einem Husarenritt durch die Schwimmbad-Passage und durch Rascasse: "Die ersten zwei Sektoren waren sauber, aber nicht spektakulär. Der letzte hat damals den Unterschied gemacht." Und zwar so sehr, dass er die Mercedes auf der Strecke schlug.

Schon am Tag darauf verwandelte sich Euphorie in Enttäuschung: "Mein größtes Tief war trotzdem Monaco - nämlich der zweite Platz", seufzt Ricciardo. "Das ist ein verschmerzbares Tief. Und man muss das Positive an der Saison finden, dass einen glücklich stimmt. Die vielen guten Duelle haben Spaß gemacht", erinnert er sich an Zweikämpfe, viele davon mit Teamkollege Max Verstappen. Das Bemerkenswerte: Es war zwar oft knapp, aber es krachte nie, wenn Ricciardo beteiligt war.

Sein Versuch, Sonnenseiten des Jahres hervorzuheben, heißt nicht, dass der gefräßige Honigdachs nun ein zahmer Tiger sei, der nicht mehr ganz nach oben wollte. "Hoffentlich bin ich nicht für immer Best of the Rest", verspricht er Mercedes einen Angriff. Wie so oft findet Ricciardo ein lebhaftes Sinnbild und bekommt sich vor Lachen selbst kaum ein: "Das ist wie wenn jemand ein Mädchen küsst und du bist derjenige, der sie 20 Minuten später knutscht - so fühlt sich das an."

Ricciardo blickt auch über den Tellerrand hinaus und erkennt in dem dichteren Formel-1-Kalender mit 21 Terminen nicht nur eine Belastung, sondern auch eine Chance - nämlich für Sightseeing und mehr Freizeit auf Reisen: "Mit mehr Rennen im Wochenabstand kann man mehr von den Städten sehen", sagt er. Unglaublich aber wahr: Obwohl er aus einer Surfernation kommt, war er mit 27 Jahren noch nie zuvor Wellenreiten: "Ich bin zum ersten Mal gesurft. Mein großer Durchbruch."

Jetzt kommentieren
Jetzt bewerten

Zum Bewerten musst Du registriert und eingeloggt sein.

Weitere Formel 1-News

Pascal Wehrlein und Lewis Hamilton müssten sich über die Vorfahrt einigen

Berger rät Mercedes: Holt einen klaren Nummer-eins-Fahrer!

Die Tage eines der wohl härtesten Teamduelle der Formel-1-Geschichte sind gezählt. Bei der Suche nach einem Nachfolger für Nico Rosberg müssen sich Mercedes-Verantwortlichen der Frage …

Alles wieder gut: Nico Rosberg nimmt es Lewis Hamilton nicht mehr übel

Rosberg über Hamiltons Bummelaktion: "Kann es verstehen"

Mercedes entschied sich, Lewis Hamilton wegen seiner umstrittenen "Bummelaktion" beim Abu-Dhabi-Grand-Prix nicht zu sanktionieren. Nach seinem überraschenden Rücktritt aus der Formel 1 hat auch …

Berger kennt Rosberg bestens und kann sich ein Comeback vorstellen

Berger: Rosberg könnte in drei Jahren ein Comeback wagen

Gerhard Berger kann sich vorstellen, dass der zurückgetretene Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg eines Tages als Aktiver in die Königsklasse zurückkehrt. Der Österreicher, der seinen …

Mercedes drückt Auge zu: Hamilton muss keine internen Konsequenzen befürchten

Niki Lauda stellt klar: Keine Sanktionen gegen Lewis …

Lewis Hamilton kommt nach der Missachtung der Teamorder beim Titelfinale in Abu Dhabi mit einem blauen Auge davon. "Wir haben unter die Angelegenheit einen Schlussstrich gezogen", sagt der …

Die Formel 1 gastiert ab 2018 wieder auf dem Paul-Ricard-Kurs

Formel 1 kehrt ab 2018 nach Frankreich zurück

Jetzt steht es fest: Der Grand Prix von Frankreich kehrt nach einer zehnjährigen Auszeit in die Formel 1 zurück. Bei einer Pressekonferenz in Paris bestätigte der Automolbil-Klub von …

AUCH INTERESSANT
Traumstraße Amalfitana: Die besten Hotspots der Amalfiküste

AUTO-SPECIAL

Traumstraße Amalfitana: Die besten Hotspots der Amalfiküste

100 Meter über dem Meer, sensationell in die Steilküste gesprengt und dazu spektakuläre Ausblicke: die Amalfitana in Italien gehört mit ihren zahlreichen Kurven, den schroffen Felsen zwischen der …


Formel1.de

TOP ARTIKEL
VW Golf GTI TCR Test: Lohnt sich der Aufpreis?
VW Golf GTI TCR Test: Lohnt sich der Aufpreis?
Ford Kuga RS: Ein richtig starker Performance-SUV
Ford Kuga RS: Ein richtig starker Performance-SUV
Seat Ibiza FR 2018: Was reißen drei Zylinder im Sport-Test?
Seat Ibiza FR 2018: Was reißen drei Zylinder im …
News-Abo
Jeden Morgen kostenlos per E-Mail:
Aktuelle Artikel
World Car Awards 2019: Deutsche Dominanz - die Finalisten
World Car Awards 2019: Deutsche Dominanz - die …
VW Passat 2019 Facelift: Der erste Check - das ändert sich
VW Passat 2019 Facelift: Der erste Check - das …
400 Meter: Die kürzeste Autobahn von Deutschland
400 Meter: Die kürzeste Autobahn von Deutschland
Porsche 911/992 (2019) Test: Wirklich besser als der Vorgänger?
Porsche 911/992 (2019) Test: Wirklich besser als …
VW Golf GTI TCR Test: Lohnt sich der Aufpreis?
VW Golf GTI TCR Test: Lohnt sich der Aufpreis?


Speed Heads - Sportwagen- und Auto-Magazin

Das Auto und Sportwagen Magazin mit täglich aktualisierten Auto News, Motorsport News, Auto Tests, Sportwagen Berichten und der streng geheimen Auto Zukunft. Speed Heads ist die Community für echte Auto-Fans und informiert im Sportwagen Magazin über Neuigkeiten aus der Welt der schnellen Autos.

  • emotiondrive Logo
  • Torpedo Run Logo
  • Motorsport Total Logo
  • autoaid Logo