Sebastian Vettel: "Mercedes nicht in Reichweite"

, 13.03.2015

Ferrari setzt den positiven Eindruck der Wintertests fort: Sebastian Vettel ist nach dem dritten Platz mit dem Freien Training in Australien zufrieden - Mercedes zu stark

Der erste Trainingstag der Saison in Australien hat die Trends der Wintertestfahrten bestätigt. Mercedes ist weiterhin das Team, das es zu schlagen gilt. Williams ist ähnlich wie im vergangenen Jahr unterwegs, Red Bull hat weiterhin große Probleme mit dem Renault-Antrieb und Ferrari präsentierte sich als jenes Team, das die größten Fortschritte erzielt hat. Nach den letzten Wintertests in Barcelona wurde der Ferrari-Rückstand auf 0,6 bis 0,8 Sekunden geschätzt.

Neuzugang Sebastian Vettel fuhr im Albert Park im Nachmittagstraining auf den dritten Platz. Sein Rückstand auf Mercedes betrug sieben Zehntelsekunden. "Es war ein guter Tag, es gab mit dem Auto keinerlei Probleme", lautet sein positives Fazit nach dem ersten offiziellen Grand-Prix-Tag im roten Rennanzug. "Die harte Arbeit bei den Wintertests haben sich ausgezahlt. Es war heute aber erst Freitag und man kann noch nicht soviel sagen."

Teamkollege Kimi Räikkönen war trotz Platz vier weniger zufrieden. "Es war kein idealer Tag. Ich bin nicht gut gefahren und habe die Runden nicht auf die Reihe gebracht", sieht der Finne die Schuld auch bei sich. Er findet einen positiven Aspekt: "Wir arbeiteten für Longruns und das Auto scheint etwas besser zu funktionieren. Es war heute nur schwierig, alles auf die Reihe zu bekommen. Wir wissen, was wir erwarten können und es war erst Freitag. Wir müssen noch arbeiten. Wenn mir eine gute Runde gelingt, sollte es okay sein."

Mercedes ist zu stark für Ferrari

Mit den Plätzen drei und vier war Ferrari am Freitag im Spitzenfeld bei den Mercedes-Jägern dabei. Besteht im Qualifying gegen Williams eine Chance auf die zweite Startreihe? "Heute waren wir dabei, morgen müssen wir abwarten", drückt Vettel auf die Euphoriebremse. Er hält dennoch fest: "Wir können im Moment mit unserer Arbeit zufrieden sein. Ich bin mir sicher, dass Mercedes nicht in Reichweite ist, aber man muss realistisch sein."

"Wichtig war, dass wir viel gefahren sind und keine Probleme hatten. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zum letzten Mal so einen reibungslosen Freitag hatte. Aus dieser Sicht war es sehr gut", lächelt Vettel. Nach 13 Runden am Vormittag drehte der Deutsche im zweiten Freien Training 33 Runden. Räikkönen absolvierte ein vergleichbares Pensum. Vor allem das Rennen wird zeigen, welche Fortschritte Ferrari tatsächlich über den Winter gemacht hat. Im Vorjahr musste die Leistung zusätzlich gedrosselt werden, da der Antrieb nicht effizient genug war und im Rennen zu viel Kraftstoff verbraucht hat.

Alleine beim Antrieb schätzen Experten die Fortschritte bei einer Sekunde pro Runde. Deshalb konzentrierten sich Vettel und Räikkönen im zweiten Freien Training in erster Linie auf Longruns. Vom Sieg will bei Ferrari dennoch niemand sprechen: "Wenn Claire und Toto ihren Fahrern sagen, dass sie stoppen sollen, dann haben wir eine Chance", lacht Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene. "Das werden sie aber nicht machen."

"Wir haben die vergangene Saison als viertbestes Team abgeschlossen. Bevor wir an Platz eins denken können, müssen wir zuerst Williams und Red Bull schlagen. Wenn uns das gelingt, dann heißt das Problem Mercedes. Wir müssen realistisch sein. Wir müssen arbeiten und unser Programm verfolgen. Natürlich müssen wir versuchen, Mercedes so bald wie möglich zu schlagen. Das wird nicht einfach."

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