Sebastian Vettel: Nach der Bestzeit kommt der "Technikteufel"

, 19.06.2015

Sebastian Vettel fährt im zweiten Freien Training von Spielberg die schnellste Zeit, muss sein Auto aber wie schon am Vormittag vorzeitig abstellen

Für Sebastian Vettel (Ferrari) gab es am ersten Trainingstag der Formel 1 zum Großen Preis von Österreich in Spielberg gute und schlechte Nachrichten. Die gute: In 1:09.600 Minuten fuhr er im zweiten Freien Training die schnellste Zeit und war damit auch im Gesamtergebnis des Freitags schnellster Fahrer. Die schlechte: Wie schon im ersten Freien Training musste der Deutsche auch am Nachmittag sein Auto wegen eines Technikdefekts vorzeitig an der Box abstellen.

"Heute war irgendwie der Technikteufel drin und hat uns zweimal lahm gelegt und viel Zeit gekostet", sagt Vettel nach dem Training. Nachdem er am Vormittag schon früh wegen einer defekten Antriebswelle ausgerollt war, setzte auch am Nachmittag die Technik seinem Fahrbetrieb ein vorzeitiges Ende. "Es gab ein Problem mit dem Getriebe, einige Sensoren haben Alarm geschlagen", sagt Vettel, der das Auto nach der Alarmierung durch Renningenieur Riccardo Adami eine gute halbe Stunde vor Trainingsende in langsamer Fahrt an die Box zurück brachte.

"Wir schauen uns das jetzt genau an, wissen aber noch nicht genau, was das Problem war", sagt Vettel unmittelbar nach dem Training. "Es scheint aber keinen Zusammenhang mit heute Vormittag zu geben." Diese Einschätzung bestätigte auch Motorenchef Mattia Binotto. Durch die beiden Defekte verlor Vettel viel wertvolle Trainingszeit. So fuhr er in den drei Trainingsstunden insgesamt nur 32 Runden. Zum Vergleich: Nico Rosberg (Mercedes), der mit einem Rückstand von elf Tausendstelsekunden hinter Vettel Rang zwei belegte, umrundete den Red-Bull-Ring am Freitag 86 Mal.

"Auf dieser Strecke ist es wichtig einen guten Rhythmus zu finden, da die Runde so kurz ist. Je mehr Runden, umso besser also", so Vettel. "Der Speed war nicht schlecht, aber wir wären natürlich gerne mehr gefahren. Wir müssen jetzt abwarten, was morgen und vor allem am Sonntag passiert."

Runder lief das Training für seinen Teamkollegen Kimi Räikkönen. Der Finne war 0,249 Sekunden langsamer als Vettel und belegte damit in der Freitagswertung Rang drei. Doch auch Räikkönen war mit seiner Freitagbilanz nicht ganz zufrieden. "Ich bin nur eine Runde auf Superweich gefahren und hätte natürlich gerne einen Longrun unternommen, aber das habe ich mir selbst kaputtgemacht", sagt er.

Bei einem heftigen Verbremser zerstörte Räikkönen seinen rechten Vorderreifen, womit dieser Satz der superweichen Reifen unbrauchbar wurde. "Wir sind dann mit dem weichen einen Logrun gefahren, und mehr oder weniger ist alles okay. Wir müssen noch einige Dinge verbessern, aber es ist nicht so schlecht", fasst der Finne zusammen.

Insgesamt war das Freitagsergebnis für Ferrari aber durchaus ermutigend, denn auf der Power-Strecke in Spielberg waren die Mercedes als klare Favoriten eingeschätzt worden. Und das sind sie, trotz der Freitagsbestzeit, für Vettel auch weiterhin. "Normalerweise sind sie immer in der Lage, über Nacht eine Schippe draufpacken kann", sagt der Ferrari-Pilot. "Wenn wir ein bisschen näher dran sein sollten und sie ärgern können, umso besser."

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