Red Bull bestätigt: Motorenstrafen bei Ricciardo und Kwjat

, 18.06.2015

Red Bull baut beim Heimspiel bei beiden Fahrern die fünfte Antriebseinheit ein - Max Verstappen, der seine Grid-Strafe bereits in Kanada absaß, weiß, was dem Duo blüht

Jetzt steht es endgültig fest: Red Bull blüht auf der hauseigenen Strecke in Spielberg ein bitteres Heimspiel. Nach einer internen Ingenieurssitzung am Donnerstag hat das Team entschieden, aus taktischen Gründen bei beiden Piloten die fünfte Antriebseinheit der Saison einzubauen. Somit werden beide Piloten in der Startaufstellung um zehn Plätze zurückversetzt - klassiert man sich im Qualifying außerhalb der Top 10, dann drohen auch noch Zeitstrafen im Rennen.

Daniel Ricciardo rechnete bereits vor der Sitzung damit, dass Red Bull an diesem Wochenende den Motor wechselt, für Daniil Kwjat war es sogar "eine logische Entscheidung". Der Hintergrund: Ausgerechnet der Red-Bull-Ring ist mit seinen langen Bergauf-Geraden alles andere als eine Red-Bull-Strecke, weil es der Renault-Antriebseinheit an Leistung fehlt.

Dazu kommt, dass man sich ausgerechnet auf den kommenden Kursen gute Chancen ausrechnet: In Silverstone ist Abtrieb gefordert. Und obwohl Red Bull seine Dominanz in den schnellen Kurven verloren hat, gilt dies zumindest nicht als Schwäche des RB11. In Budapest spielt die Motorleistung eine ähnlich geringe Rolle wie in Monaco, und genau dort fuhr man dieses Jahr mit den Plätzen vier und fünf das beste Ergebnis der bisherigen Saison ein.

Verstappen: Mit Renault-Motor von hinten chancenlos

Was den Red-Bull-Piloten nun in Österreich droht, hat Toro-Rosso-Kollege Youngster bereits in Kanada erlebt. Beim 17-jährigen Niederländer, dessen Bolide ebenfalls über eine Renault-Antriebseinheit verfügt, wurde bereits in Montreal die fünfte Antriebseinheit der Saison eingebaut, weshalb er von hinten starten musste.

"Ich habe dann die Erfahrung gemacht, dass es fast unmöglich ist, sie auf den Geraden zu überholen", sagt Verstappen. "Ich hatte ein gutes Manöver gegen Felipe Nasr und dann gegen Fernando Alonso, aber er war leicht zu überholen, weil sie die gleichen Probleme wie wir auf den Geraden haben." Der Spanier wird übrigens in Spielberg ebenfalls seine erste Motorenstrafe in Kauf nehmen - bei Teamkollege Jenson Button will McLaren-Honda mit einer Entscheidung bis Freitag-Abend warten.

Selbst Ferrari-Motor klar überlegen

Doch nicht nur an den Mercedes-Piloten, sondern auch an den Fahrern mit Ferrari-Antrieb biss sich Verstappen in Kanada auf den Geraden die Zähne aus: "Bei Marcus Ericsson war es am Ende des Rennens sehr schwierig." Und das trotz DRS.

Verstappen schildert, dass er auf der ganzen Geraden chancenlos war. "Am Ende der Geraden habe ich durch DRS etwas aufgeholt, außerdem lag unser Auto in der letzten Schikane sehr gut", erzählt der Youngster. "Dadurch war ich dort immer sehr nahe dran. Trotzdem hatte ich keine Chance, also müssen sie deutlich mehr Leistung haben als wir."

Daher wünscht er sich für den Österreich-Grand-Prix: "Wir müssen unbedingt vor den Piloten bleiben, die einen guten Topspeed haben." Eine Hoffnung, die sich Ricciardo und Kwjat bereits abschminken können.

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