Toto Wolff: Red Bulls Verhalten "merkwürdig"

, 18.10.2015

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff schließt sich Lewis Hamilton an, der die Einstellung von Red Bull merkwürdig findet: Jedes Team geht durch ein Tal

Die Spiele um den Motor für Red Bull 2016 werden langsam zur Posse. Noch immer steht der einstige Erfolgsrennstall ohne Antrieb für die kommende Saison da, nachdem man sich von Partner Renault getrennt hatte und Mercedes keine Power-Units liefern möchte. Red Bull droht sogar mit dem Ausstieg und laut Medienberichten mit der Gründung einer Konkurrenzserie, was Lewis Hamilton zuletzt als "merkwürdiges Verhalten" angemerkt hat.

Auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff, der sich höchstpersönlich gegen eine Belieferung von Motoren für Red Bull ausgesprochen hatte, schließt sich seinem Piloten an: "Ich möchte Lewis zitieren. Es ist ein merkwürdiges Verhalten", meint der Österreicher zu 'f1i.com' auf die Situation angesprochen. Der Österreicher kann nicht verstehen, dass die Bullen schon beim kleinsten Misserfolg das Handtuch werfen wollen.

"Es liegt in der Natur des Wettbewerbs, dass man gute und schlechte Zeiten hat, und es ist wichtig, das nicht aus den Augen zu verlieren", sagt er. Laut Wolff sei jedes große Team in der Formel 1 in den vergangenen Jahren schon einmal durch ein großes Tief gegangen. Mercedes war von seinem Einstieg 2010 bis zum Beginn der vergangenen Saison hinter den Erwartungen geblieben, Ferrari hat seit 2008 keinen Titel mehr eingefahren, McLaren steckt mit Honda derzeit in einer großen Krise, und auch Williams hat in den 2000ern eher fruchtlose Jahre erlebt - trotzdem sind alle noch da.

"Ich denke, dass Loyalität und der Aufbau von nachhaltigen Partnerschaften das Wichtigste sind", unterstreicht Wolff, dass ein Ausstieg von Red Bull das falsche Signal wäre. Er fände es auch für die Formel 1 absolut nicht gut, wenn der Getränkekonzern die Reißleine zieht und gleich zwei Teams mit in den Abgrund nimmt - auch wenn er zuletzt betonte, dass die Zeit für einen Einsatz von dritten Autos noch nicht zu spät sei.

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hatte zuletzt verkündet, dass Red Bull eine Vereinbarung für die kommende Saison getroffen habe. Weil Designer Adrian Newey bestätigt hat, dass weder Mercedes noch Ferrari oder Renault in Frage kommen, deutet derzeit vieles auf einen Plan B hin, der den Einsatz eines Triebwerks eines unabhängigen Herstellers (etwa aus der WEC) vorsieht.

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