Logistisch machbar: Mercedes weiter offen für drittes Fahrzeug

, 16.10.2015

Wenige Monate vor Beginn der Testfahrten für 2016 sieht Toto Wolff weiter Perspektiven für ein drittes Auto, selbst wenn Red Bull nicht ausstiegen sollte

Das Thema dritte Autos in der Formel 1 ist weiterhin aktuell, denn noch immer ist die Situation um Red Bull verfahren. Daran ändert die Erlaubnis für die Motorenhersteller, Teams mit Vorjahresmaterial beliefern zu dürfen, nichts. Darüber hinaus ist Renault noch immer nicht bei Lotus eingestiegen, sodass drei Teams in der Schwebe hängen. Im schlimmsten Fall droht ein Starterfeld mit 16 Autos, wobei Haas zwei Fahrzeuge kompensiert.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff sieht darin kein Problem, sondern eine Chance. Für 2016 sei es nicht zu spät, ein drittes Auto einzusetzen, wie er 'Autosport' sagt: "Die Frage ist, wie das dritte Auto finanziert wird, aber logistisch ist es kein Problem. Wir haben alles zusammengerechnet. Ich will die Zahlen nicht kommunizieren, aber alle Teams wurden vor einiger Zeit gebeten, das durchzurechnen und es war bei allen das gleiche Resultat: Es ist finanziell machbar."

Aktuell gilt der Notfallplan, dass große Teams ein drittes Auto einsetzen müssen, sobald das Starterfeld kleiner wird. Welche Untergrenze dabei laut der kommerziellen Rahmenverträge relevant ist, bleibt ein Geschäftsgeheimnis. Am liebsten würde Wolff auch aufstocken, wenn es keine Rückzüge zu vermelden gäbe: "Ob mit oder ohne Red Bull, ich hätte lieber ein Starterfeld von 26 bis 28 Fahrzeugen in der Formel 1."

Wolff gilt als einer der energischsten Verfechter eines dritten Autos. Der 43-Jährige lässt Argumente sprechen: "Es würde den kleinen Teams ermöglichen, weitere Fahrer einzusetzen und an Geld zu kommen. Die Teams würden öfter im Fernsehen zu sehen sein, wenn sie ein drittes Auto haben. Und es würde jungen Fahrern die Chance geben, in einem konkurrenzfähigen Fahrzeug in einem wettbewerbsmäßigen Umfeld zu fahren, wenn sie aus den Nachwuchsserien kommen."

Bis auf die Red-Bull-Junioren seien in den vergangenen Jahren kaum junge Fahrer in die Formel 1 gekommen, klagt Wolff. Mercedes sucht derzeit nach Möglichkeiten, Pascal Wehrlein in ein Cockpit zu setzen. Apropos Red Bull - Wolffs Mitleid mit den Bullen hält sich in Grenzen: "Für den Sport wäre es wichtig, dass Red Bull und Toro Rosso in der Formel 1 bleiben und nicht bloß hinterherfahren. Die Marke ist wichtig für die Formel 1. Aber jeder ist für sein Schicksal selbst verantwortlich."

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