Und plötzlich war das Auto rot: Sebastian Vettels erster Ferrari

, 30.01.2015

Nach sechs Jahren bei Red Bull wird Sebastian Vettel 2015 erstmals in einem Ferrari an den Start gehen - Der Heppenheimer hofft auf mindestens einen Sieg

Alles neu für Sebastian Vettel: Nachdem der Heppenheimer in der Formel 1 sechs Jahre für Red Bull unterwegs war, beginnt für den 27-Jährigen bei Ferrari in der Saison 2015 eine neue Zeitrechnung. Dabei muss sich der viermalige Weltmeister auf einige Neuerungen einstellen. Mit Kimi Räikkönen hat er einen neuen Teamkollegen, mit Maurizio Arrivabene einen neuen Teamchef - und auch sein Auto sieht plötzlich ganz anders aus.

"Zunächst einmal hat sich natürlich die Farbe verändert", beschreibt Vettel, der sein Red-Bull-Blau gegen ein schickes Rot eingetauscht hat, seinen SF15-T mit einem Lächeln und ergänzt: "Es ist eine neue Erfahrung für mich, aber ich denke, dass das Auto wirklich schön aussieht. Zu sehen wie alles zusammengesetzt wird, ist jedes Jahr immer etwas Besonderes. Du siehst zuerst die ersten Teile und dann das ganze zusammengebaute Auto."

"Das ist etwas Besonderes und ich kann es gar nicht abwarten auf die Strecke zu gehen und zu sehen, wie es sich anfühlt." Natürlich würden sich für ihn "gewisse Sachen" ändern: "Dabei geht es nicht so sehr um die Sitzposition, denn das wird alles extra angefertigt. Man kann also um Dinge bitten, die man haben möchte. Aber das Layout des Lenkrads und die Strategie sind natürlich anders."

Viele neue Dinge

"Es gibt eine Menge neue Dinge, die man lernen muss. Aber wir haben die Zeit dazu und wollen während der Tests in einen Rhythmus kommen", erklärt Vettel und berichtet: "Als ich das erste Mal hier war und die Möglichkeit hatte, das Auto von 2012 zu testen, war das schon etwas Magisches. Es war etwas ganz, ganz Besonderes und jetzt wird es noch einmal etwas Spezielles sein, die Saison 2015 anzugehen."

"Wenn in Melbourne bei meinem ersten Rennen für Ferrari die Lichter der Ampel ausgehen, dann wird das noch einmal etwas ganz Besonderes sein", freut sich Vettel, der seine Ziele für die Saison 2015 allerdings nicht zu hoch hängen möchte: "Es gibt eine Menge Veränderungen. Es gibt neue Leute in neuen Positionen - inklusive mir selbst. Man braucht immer etwas Zeit, um sich einzugewöhnen. Erst dann kann man Fortschritte machen."

"Ich bin zuversichtlich, dass wir in die richtige Richtung gehen, aber ich denke, dass man nicht zu viel erwarten sollte. Wir dürfen nicht vergessen, dass ein Team in der Saison 2014 sehr dominant war. Es wird schwierig sein, von Beginn an voll da zu sein. Unser Hauptziel ist es, gute Fortschritte zu machen und im Laufe der Saison mehr und mehr aufzuholen", so der Ferrari-Neuling.

Mindestens ein Sieg - oder mehr?

Auf die Frage, ob er nach der sieglosen Saison 2014 bereits mit einem einzigen Sieg zufrieden sei, antwortet der Deutsche: "Wir wären damit zufrieden, aber natürlich wären wir glücklicher, wenn wir noch mehr gewinnen würden. Wie gesagt: Man muss realistisch bleiben. Im Winter gab es eine Menge Veränderungen. Das Wichtigste ist es, während der Wintertest einen Rhythmus zu finden. Dann können wir Fortschritte machen."

"Wenn die Situation wie im vergangenen Jahr ist, dann wird es schwierig werden, um Siege zu kämpfen. Aber natürlich ist das unser Ziel. Wir sind nicht hier, um Zweiter zu werden", sagt der ehemalige Toro-Rosso-Pilot, der sich auch immer besser mit seinem Team verständigen kann: "Das Italienisch kommt langsam zurück und ich denke, dass ich es schon ziemlich gut verstehe. Aber ich möchte mein Vokabular noch aufbessern, um auch selbst sprechen zu können."

Mit seinem neuen Teamkollegen erwartet Vettel ebenfalls keine Probleme. "Auf der Strecke wird er ein harter Gegner sein. Er ist sehr schnell und sehr talentiert. Aber abseits der Strecke kommen wir gut miteinander aus, auch wenn wir nicht so viel sprechen", sagt Vettel mit einem Lächeln über den eher wortkargen Räikkönen und ergänzt: "Aber er ist immer ehrlich und das mag ich an Kimi. Das hat man in der Formel 1 nicht oft."

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