Vettel & Hamilton: Glaube an Feindschaft "ein bisschen blöd"

, 20.04.2015

Wie die Beatles und die Rolling Stones: Die beiden Formel-1-Stars respektieren sich, ohne Freunde zu sein - Nerviges Hundespielzeug als Vettels Geheimwaffe

Der eine bodenständig, seit Jahren mit der gleichen Frau liiert, Beatles-Fan und Schmuck ähnlich zugetan wie sein Arbeitgeber Ferrari grünen Socken. Der andere mit einer eigenen Stylistin im Schlepptau, sporadisch mit einem Popsternchen verlobt, guten Kontakten in die Rap-Szene und mit Goldketten behangen: Sebastian Vettel und Lewis Hamilton sind als Typen krasse Gegenentwürfe. Dennoch kommen die beiden gut miteinander klar, wie sie sagen - wenn es dabei nicht gerade um Hundespielzeug geht.

Auf Nachfrage der 'Bild'-Zeitung kann sich Vettel Hamilton schlecht als Teamkollegen vorstellen: "Ich weiß nicht mal, ob ich noch seine aktuelle Handynummer habe", überlegt er. Es wäre nicht verwunderlich, schließlich gibt sie der Brite nach eigener Aussage nicht an Fahrerkollegen heraus, hat aber offenbar eine Ausnahme gemacht. "Moment, doch!", fällt Vettel ein. "Ich habe ihm nach seinem Sieg in Abu Dhabi eine Glückwunsch-SMS geschrieben, weil ich ihn nach dem Rennen nicht mehr gesehen habe."

Hamilton glaubt im Gespräch mit dem 'Daily Express' an eine Rivalität, die auf der Interpretation der Medien fußt: "Mein Verhältnis zu Sebastian muss sich nicht verbessern. Es war nie schlecht", macht der Mercedes klar. Er spricht davon, dass es zwar Gegensätze gäbe, jedoch keine Antipathie. "Das war wieder eine von diesen Annahmen. Dass man die Beatles mehr mag als die Rolling Stones heißt nicht, dass man sie weniger respektieren würde. Das ist doch schon ein bisschen blöd, oder?", ärgert sich Hamilton.

Dem bekennenden Fußballfan fällt noch ein weiterer Vergleich ein: "Es ist, als würde ich sagen, dass ich den FC Arsenal mögen würde. Das heißt aber nicht, dass ich Manchester United hasse." Was Vettel und Hamilton eint: Beide sind Hundebesitzer. Ausgerechnet das wäre für den aktuellen Weltmeister doch ein Grund, beim Gedanken an seinen Vorgänger die Zornesröte ins Gesicht zu bekommen: "Ich hab ihm sogar mal für seinen Hund Roscoe ein Spielzeug geschenkt", berichtet Vettel.

Da die Bulldogge mit Hamilton an die Rennstrecke reist und sogar einen eigenen Paddock-Pass besitzt, konnte der Vierbeiner es gleich ausprobieren: "So ein nerviges Quietscheding", erinnert sich Vettel. "Damit hat der Hund dann im Wohnmobil die ganze Nacht gespielt. Am Tag darauf hatte ich dann den besseren Start und habe das Rennen gewonnen. Vielleicht schenke ich ihm als nette Geste mal wieder eines."

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