Schweden: Loeb will um Punkte kämpfen: Das Spiel ist noch nicht vorbei

, 12.02.2012

Sebastien Loeb und Mikko Hirvonen waren mit klaren Sieghoffnungen nach Schweden gekommen, doch der erste Tag verlief nicht wie erwünscht.

Sebastien Loeb erlebte in Schweden einen ersten Tag zum Vergessen. Bereits der Start verlief schlecht für den Citroen-Piloten. "Wir sind eine Minuten zu spät am Kontrollpunkt angekommen, weil das Team einige Last-Minute-Änderungen am Setup vornehmen musste", erklärte der Weltmeister, der dafür eine Zehn-Sekunden-Strafe kassierte. "Es ist schade, denn die Unterschiede in den Zeiten sind hier immer sehr klein."

Die Sekunden, die Loeb am Morgen verlor, fielen aber am Nachmittag nicht mehr ins Gewicht. Zunächst arbeitete sich der 37-Jährige zwar Stück für Stück an die Spitze heran, beging dann aber einen seiner seltenen Fehler. "Ich wurde nach außen getragen, als ich ein bisschen zu schräg in einen Linksknick kam, der in eine rechte Haarnadelkurve führte", schilderte Loeb. "Ich schaffte es nicht, das Auto zu drehen, rutschte weg und endete in einer Schneebank feststeckend."

Zwar kamen sofort einige schwedische Zuschauer zu Hilfe, dennoch verlor der Weltmeister ungefähr zwei Minuten. "Ich bin aus dem Rennen um einen Platz auf dem Podium", musste der Citroen-Pilot sofort feststellen. "Nun müssen wir sicherstellen, dass wir es ins Ziel schaffen und so viele Punkte wie möglich mitnehmen."

Hirvonen rutschte zu viel

Sein Teamkollege Mikko Hirvonen hatte mehr Glück. Dem Finnen gelangen drei Stagesiege und die zwischenzeitliche Führung. "Es ist ein guter Start, obwohl ich denke, dass ich sogar noch schneller fahren könnte", freute sich Hirvonen, nachdem er als Führender den Mittagsservice erreichte, "aber ich bin immer noch ein bisschen unsicher, wenn es ums Bremsen geht."

Tatsächlich musste der 31-Jährige am Nachmittag seine Führung wieder abgeben, was daran lag, dass er mit seinem DS3 WRC nicht wirklich zufrieden war. "Das Auto rutsche so sehr, dass ich keinen Druck machen konnte", verriet Hirvonen etwas enttäuscht. "Wir waren so nah dran heute, dass es frustrierend ist, so viel Zeit zu verlieren."

Dennoch gibt sich der Finne nicht geschlagen, schließlich besteht immer noch die Chance, seinen beiden Siegen aus den Vorjahren den dritten folgen zu lassen. "Wie auch immer, das Spiel ist noch nicht vorbei", so der Citroen-Pilot. "Ich werde morgen hart pushen, um zu versuchen, Jari-Matti abzufangen."

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