Honda-Fahrer: Rückstand auf Citroen "besorgniserregend"

, 27.05.2014

Citroen lässt Honda auf den Geraden einfach stehen: Tiago Monteiro und Gabriele Tarquini halten den Motor für das größte Defizit - "Haben nichts entgegenzusetzen"

Jose-Maria Lopez schien überhaupt keine Mühe zu haben. Ganz einfach zog der Citroen-Pilot in Salzburg an seinen Honda-Konkurrenten vorbei. Und die konnten sich nicht einmal zur Wehr setzen, so groß war der Unterschied zwischen den beiden WTCC-Fahrzeugen. Gabriele Tarquini bringt es daher auf den Punkt: "Zwischen uns und Pechito gab es kein Rennen. Er war so viel schneller als wir."

Citroen sei vor allem auf den langen Geraden deutlich schneller, habe den größeren Topspeed, wie der italienische Ex-Champion erklärt: "Wir hatten den Heckflügel so flach wie möglich eingestellt,noch flacher ging es nicht. Der Unterschied war aber gewaltig. Wir können ihnen so überhaupt gar nichts entgegensetzen. Hinter ihnen anzukommen, ist im Augenblick das Beste, was drin ist für uns."

Tiago Monteiro sieht es ähnlich. Er geht bei seinem Rennfazit sogar noch einen Schritt weiter und meint, dass WM-Spitzenreiter Lopez mit Citroen "in einer ganz anderen Liga" unterwegs gewesen sei. "Und dabei man darf ja nicht vergessen: Sie haben derzeit schon 60 Kilogramm mehr an Bord als wir. Das ist schon besorgniserregend", sagt Honda-Pilot Monteiro. "Wir haben also noch viel Arbeit vor uns.

"Wir müssen Druck machen - mehr als jemals zuvor", sagt Monteiro, macht aber zumindest kleine Fortschritte beim Honda-Werksteam aus. "Wir haben uns schon gesteigert. Uns gelingen von Rennen zu Rennen weitere Fortschritte. Jedes Mal lernen wir mehr dazu. Wir kommen also näher ran. Nur: Den Motor kannst du nicht von jetzt auf gleich verändern. Das braucht seine Zeit, aber wir müssen etwas tun."

Kritik an der Motorleistung - das gab es in dieser Form noch nie, denn der Motor ist schließlich das absolute Heiligtum des japanischen Automobil-Herstellers Honda, der die WTCC-Aggregate komplett in Japan baut. Doch an einer Verbesserung in diesem Bereich führt wohl kein Weg vorbei, wie Tarquini anmerkt: "Wir müssen uns unbedingt steigern. Der Abstand zu Citroen ist noch immer gewaltig."

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