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BMW GINA Light: Eine Vision für die Zukunft
C. Brinkmann, 11.06.2008
Zur Gestaltung der Mobilität von morgen nutzt BMW das Prinzip GINA (Geometrie und Funktionen in N-facher Ausprägung), das der Kreativität maximale Freiheiten gewährt. Dies führt zu vollkommen neuen Lösungen für die Formgebung und die Funktionalität. Einen Eindruck von Art und Umfang dieses Wandels vermittelt jetzt das GINA Light Visionsmodell, in dem ausgewählte zukunftsweisende Denkansätze konkretisiert werden. BMW sucht dabei nicht nur nach Antworten auf die Frage, wie das Automobil der Zukunft aussieht, sondern erkundet vor allem die Freiräume, die es bietet.
Die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden bezüglich der Ästhetik und der Funktionalität des Automobils sowie ihr Bestreben, Individualität und Lebensstil zum Ausdruck zu bringen, sind der Ansatzpunkt aller Überlegungen. Das GINA Light Visionsmodell verfügt über eine nahezu fugenlose Außenhaut, welche sich als flexibles textiles Material über eine bewegliche Unterkonstruktion spannt. Einzelne Funktionen werden erst dann freigegeben, wenn man sie benötigt.
Die fugenlose Karosserie des GINA Light Visionsmodells
BMW konkretisierte seine Zukunfts-Visionen in der Form eines zweisitzigen Roadsters. Unverkennbar werden markentypisch dynamische Proportionen abgebildet. Die bereits bei einer Reihe von Serienfahrzeugen verwirklichte skulpturale Formgebung entwickelten die Designer beim GINA Light weiter. Front- und Seitenpartie - einschließlich der Türen - bilden eine optisch sowie strukturell fließend und frei von Fugen ineinander übergehende Einheit.
Das GINA Light Visionsmodell verfügt nicht über die bei Serienfahrzeugen üblichen Karosserieelemente wie Frontschürze, Motorhaube, Seitenwände, Türen, Radhäuser, Dach, Kofferraumdeckel und Heckabschluss. An ihre Stelle tritt eine neue, aus wenigen Elementen bestehende Struktur. Über einer Metallstruktur spannt sich ein hochstrapazierfähiges, extrem dehnungsresistentes Spezialgewebe. Dieser neuartige Werkstoff ermöglicht den Designern deutlich höhere Freiheitsgrade hinsichtlich Formgebung und Funktionalität.
Die Karosserie besteht lediglich aus vier Elementen. Das größte Bauteil reicht von der Fahrzeugfront bis zum Ansatz der Windschutzscheibe sowie seitlich bis zum hinteren Abschluss der Türen. Großflächig ziehen sich die Seitenpartien jeweils vom vorderen Schwelleransatz über das hintere Radhaus bis ins Heck. Das vierte Bauteil ist das zentrale Heckelement.
Automobil mit flexibler Außenhaut
Die Verwendung einer flexiblen Außenhaut stellt eine bahnbrechende Innovation auf dem Gebiet des Automobils dar. Diese Lösung eröffnet neue Möglichkeiten für die Gestaltung als auch für die Bereiche Produktion und Funktionalität. Einzelne Elemente der Unterstruktur sind beweglich angeordnet und verändern - elektrisch und elektrohydraulisch gesteuert - ihre Position, um situationsgemäß und dem Wunsch des Fahrers entsprechend, der Außenhaut zu einer neuen Form zu verhelfen.
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