Saab: Das Aus der Traditionsmarke - Verkauf gescheitert
C. Brinkmann, 19.12.2009
Saab wird nach den gescheiterten Verkaufsversuchen durch die Mutter General Motors (GM) aufgelöst. Damit verschwindet die schwedische, im Jahre 1947 gegründete Traditionsmarke von der automobilen Landschaft. Der geordneten Abwicklung gingen unter anderem Verhandlungen mit einem von Supersportwagen-Hersteller Koenigsegg geführten Konsortium und zuletzt mit der niederländischen Sportwagen-Manufaktur Spyker und seinen russischen sowie arabischen Eignern voraus. Doch die Übernahmeverhandlungen scheiterten.
Erst auf der Frankfurter IAA im September 2009 präsentierte Saab den neuen 9-5, mit dem die Schweden in eine neue Ära starten wollten. Bereits letzte Woche verkaufte Saab Teile der Produktionsanlagen und die Eigentumsrechte am 9-5 und 9-3 an den chinesischen Automobil-Hersteller Beijing Automotive Industry Holdings Co. Ltd. (BAIC). Bis auf Weiteres möchte Saab die Ersatzteilversorgung und den Service sicherstellen.
Was waren das für Zeiten, als Saab das Synonym für Turbo-Motoren war. Der alte Saab 99 Turbo besaß einen 2,0 Liter großen Vierzylinder mit 145 PS und war damals ein echter Haudegen. Im Jahre 1984 gab es mit dem 175 PS starken Saab 900 Turbo S eine zu jener Zeit sehr prestigeträchtige S-Version. Sogar James Bond, der Geheimagent 007, fuhr 1981 privat einen Saab 900 Turbo. Nach dem Tod des James Bond-Erfinders Ian Fleming bekam 007 in den ersten drei Bond-Romanen des neuen Autoren James Gardner dieses Modell "verschrieben".
Mit der Abwicklung von Saab möchte sich General Motors insbesondere auf seine vier Kernmarken Buick, Cadillac, Chevrolet und GMC focussieren und außerhalb des Heimatmarktes in Europa auf Opel bzw. Vauxhall. Den rund 3.400 Mitarbeitern von Saab wird derweil ab Januar 2010 gekündigt. Bereits am 20.02.2009 meldete Saab Insolvenz an.
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