Des Nachts versuche ich dem MiTo die Sporen zu geben. Natürlich mit aktiviertem Dynamic-Modus. Der 1,2 Tonnen schwere Italiener sprintet los. Der Turbo setzt kraftvoll aber nie unangenehm ein. Ein kleines Mäusekino im Tachodisplay zeigt den aktuellen Ladedruck an.
Der brummig klingende 1,4 Liter Turbo-Motor gibt 114 kw (155 PS) frei und stürmt in 8,1 Sekunden von 0 auf 100. Bei respektablen 215 km/h ist Schluss mit dem Vorwärtsdrang. Das Sechsganggetriebe lässt sich wunderbar knackig schalten. Ein Doppelkupplungsgetriebe wird folgen.
Das Fahrwerk macht sich besonders im spaßigen Dynamic-Modus sehr gut. Dank Gegendruckfedern in den Stoßdämpfern und der elektronischen Differentialsperre Q2 macht die Kurvenhatz auf dem Asphalt richtig Spaß.
Die Servolenkung fühlt sich deutlich straffer an. Dennoch erreicht der MiTo nicht ganz den Go-Kart-Fahrspaß des Mini, was wohl nicht zuletzt an der tieferen Sitzposition im Bayer-Briten liegen mag. Die Bremsen packen wenn nötig knackig zu.
Alternativ stehen noch fünf weitere Motorisierungen zur Verfügung. Drei Benziner (58 kW / 78 PS, 70 kW / 95 PS, 88 kW / 120) und zwei Turbodiesel (66 kW / 90 PS und 88 kW / 120 PS). Zudem steht der MiTo GTA in mit 230 PS in den Startlöchern. Die preisgünstigste Variante mit 58 kW (78 PS) schlägt mit 14.290 Euro zu Buche. Der hier vorgestellte 1,4 TB 16V mit 114 kW (155 PS) geht ab 17.950 Euro zum Käufer über.
Trotz Vollgas- und benzinblutenden Landstraßenfahrten kämpfte die Kampfnadel energisch gegen allzu viel Verbrauch an. Der allgemeine Verbrauch pendelte sich bei 8-9 Litern ein, sportlich gefahren. Das ist mehr als OK. Der angegebene Durchschnittsverbrauch liegt bei 6,5 Litern auf hundert Kilometer. Noch ein Argument mehr, den Kleinen für sich zu beanspruchen. Noch ein Grund mehr, dem kleinen Lausbub-Tränen hinterher zu heulen.
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