Audi R8 Facelift 2012: Der Supersportwagen in verschärfter Form

, 26.07.2012


Jetzt zeigt Audi, was tatsächlich in dem Supersportwagen R8 steckt; denn die R8-Familie wird noch dynamischer und noch schärfer. Dazu legt Audi mit dem R8 V10 plus ein neues Topmodell auf, das sogar schneller ist als der R8 GT. Ende 2012 soll der in vielen Details überarbeitete Audi R8 auf den Markt kommen. Die Preise beginnen bei 113.500 Euro für die V8-Variante. Das V10-Coupé ist ab 154.600 Euro erhältlich.


Design: Neue Details für noch mehr Schärfe

Breit und sprungbereit steht der 4,44 Meter lange, 1,93 Meter breite und nur 1,25 Meter hohe Audi R8 auf der Straße. Der Spyder ist nur 1,24 Meter hoch. Neue Details verleihen dem Design jetzt noch mehr Schärfe. Der Singleframe-Grill mit den angeschrägten oberen Ecken trägt ein hochglänzend schwarz lackiertes Gitter, während bei den V10-Varianten horizontale Chrom-Auflagen die Streben zieren. Der Stoßfänger ist ebenfalls neu: die Lufteinlässe tragen je drei Querstreben. Optional montiert Audi einen Frontsplitter aus Carbon. Beim neuen R8 V10 plus ist der Splitter Serie.

Bei allen Varianten des Audi R8 gehören jetzt LED-Scheinwerfer mit neuer Technik zum Serienumfang. Die Leuchtdioden für das Fern- und Abblendlicht sind ober- und unterhalb des streifenförmigen Tagfahrlichtes platziert, das durch eine spezielle Ansteuerung die Blinkfunktion mit übernimmt. Ein statisches Abbiegelicht integrierten die Macher in den Scheinwerfer.

Das Gehäuse der Außenspiegel, die Sideblades und die seitlichen Lufteinlässe beim Coupé bestehen beim neuen Topmodell R8 V10 plus ebenfalls aus Carbon. Bei den V10-Modellen sind die Blades weiter ausgestellt als beim V8 und mit speziellen Kanten versehen. Auch an den Schwellern finden sich kleine Differenzierungen: Die Entlüftungsgitter neben dem Heckfenster hielt Audi beim R8 V10 Coupé in matter Aluminium-Optik, die beim R8 V8 Coupé und R8 V10 plus in mattem Schwarz ausgeführt sind. Auf Wunsch illuminieren LEDs den Motorraum. Beim Audi R8 V10 plus gehören die Beleuchtung und eine partielle Carbon-Verkleidung des Aggregates zur Basisausstattung.

Am Heck des Audi R8 dominieren die LED-Leuchten. Eine Innovation stellt das Blinklicht mit einer dynamisierten Anzeige am unteren Rand der Leuchte dar - dabei läuft das Licht immer zur Außenseite in die Abbiegerichtung. Der große Diffusor, optional aus Carbon gefertigt (Serie beim R8 V10 plus), wurde weit nach oben gezogen. Die Abgasanlage läuft bei allen Motorisierungen in zwei runden, glänzenden Endrohrblenden aus, die Audi beim R8 V10 plus in Schwarz ausführte.

Leichtbau und Stoffverdeck für die Dynamik

Das R8 V8 Coupé mit Handschaltung bringt im Leerzustand gerade mal 1.560 Kilogramm auf die Waage, der offene Sportwagen 1.660 Kilogramm. Beim R8 V10 plus, der nur als Coupé erhältlich ist, pendelt sich der Zeiger bei 1.570 Kilogramm ein. Einstellbare Schalensitze mit Chassis aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK), ein verringerter Einsatz an Dämmmaterialien, spezielle Leichtmetallräder und Fahrwerkskomponenten, darunter die serienmäßige Keramikbremse, und Carbon-Anbauteile an der Karosserie tragen hier zur Gewichtsreduzierung bei.


Beim Audi R8 Spyder bestehen außerdem der Deckel des Verdeckkastens und die Seitenteile aus Carbon. Das leichte Stoffverdeck öffnet und schließt sich in 19 Sekunden elektrohydraulisch, auch während der Fahrt bis 50 km/h. Von ihm getrennt steht die beheizbare, per Schalter ein- und ausfahrbare Glasscheibe in der Schottwand zwischen Passagier- und Motorraum, die gleichfalls als Windschott dient. Bei einem drohenden Überschlag schießen zwei starke, von Federn vorgespannte Profile hinter den Sitzen in die Höhe.

Antrieb: Noch stärker und noch schneller

Das neue Topmodell der Baureihe stellt der Audi R8 V10 plus dar. Der V10-Motor schöpft aus 5.204 cm³ Hubraum satte 550 PS und ein maximales Drehmoment von 540 Nm bei 6.500 U/min. Der R8 V10 plus, nur als Coupé erhältlich, katapultiert sich mit der neuen „Siebengang S tronic“ in nur 3,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 317 km/h (beim limitierten und 560 PS starken R8 GT waren es 3,6 Sekunden und 320 km/h). Den durchschnittlichen Verbrauch gibt Audi mit 12,9 Litern pro 100 Kilometer an. Mit der Handschaltung lauten die Eckdaten 3,8 Sekunden, 319 km/h und 14,9 Liter.

Das herkömmliche V10-Modell mobilisiert 525 PS bei 8.000 Touren und ein maximales Drehmoment von 530 Nm bei 6.500 U/min. So ausgerüstet, beschleunigt das Audi R8 V10 Coupé mit der neuen „S tronic“ in nur 3,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Top-Speed liegt bei 314 km/h. Mit der Handschaltung lauten die Werte 3,9 Sekunden und 316 km/h. Beim R8 V10 Spyder mit der „S tronic“ ist der Standardsprint in 3,8 Sekunden abgehakt und die Spitze bei 311 km/h erreicht (mit manuellem Getriebe 4,1 Sekunden und 313 km/h). Der Verbrauch des R8 V10 Coupé mit der „S tronic“ beträgt im Mittel 13,1 Liter auf 100 Kilometern.

Der V8-Motor mit 4.163 cm³ Hubraum leistet 430 PS bei 7.900 U/min. Zwischen 4.500 und 6.000 Touren stellt der V8-Motor ein maximales Drehmoment von 430 Nm bereit. Die Antriebseinheit beschleunigt das R8 Coupé mit der neuen „S tronic“ in 4,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h und weiter zur Spitze von 300 km/h (mit Schaltgetriebe 4,6 Sekunden und 302 km/h). Beim R8 V8 Spyder lauten die entsprechenden Werte 4,5 bzw. 4,8 Sekunden und ebenfalls 300 km/h. Im Schnitt soll der R8 V8 als Coupé mit der „S tronic“ 12,4 Liter pro 100 Kilometer verbrauchen.

Die in Handmontage entstehenden Motoren sind frei saugende Hochleistungstriebwerke. Die CO2-Emissionen sanken im Zusammenspiel mit der neuen „Siebengang S tronic“ um bis zu 22 Gramm und der Sprint von 0 auf 100 km/h verkürzte sich um dreizehntel Sekunden. Die Trockensumpfschmierung ermöglicht darüber hinaus einen niedrigen Einbau der Aggregate. In den beiden Endrohren sitzen Abgasklappen; wenn sie sich beim kräftigen Gasgeben öffnen, wird der Sound noch voller.

Kraftübertragung und Fahrwerk: Ideal auf die Straße gebracht

Für den überarbeiteten Audi R8 stehen zwei Kraftübertragungen bereit. Das manuelle Sechsgang-Getriebe, dessen Hebel in einer offenen Edelstahl-Kulisse läuft, ist beim V8 Standard und beim V10 auf Wunsch erhältlich. Bei der neuen „Siebengang S Tronic“, Option beim V8 und Serie beim V10, sind die Gänge sportlich-eng gestaffelt, die letzte Fahrstufe ist lang ausgelegt. Der Fahrer kann das Doppelkupplungsgetriebe über den Wählhebel oder über die Wippen am Lenkrad selbst schalten, alternativ steht ein Sportmodus bereit. Auf Tastendruck managt die „Launch Control“ den Start mit erhöhter Anfahrdrehzahl und optimalem Reifenschlupf.

 

Die neue „Siebengang S Tronic“ ist weniger als 60 Zentimeter lang. Zwei Lamellenkupplungen, die - eine Neuerung - hintereinander liegen, bedienen zwei voneinander unabhängige Teilgetriebe. Der direkte Schaltvorgang erfolgt durch das wechselnde Öffnen sowie Schließen der Kupplungen und vollzieht sich in wenigen Hundertstelsekunden - so fließend, dass man ihn kaum bemerken soll.


Per Allrad angetrieben, leitet das System im regulären Fahrbetrieb rund 15 Prozent der Momente auf die Vorderachse. Wenn die Hinterräder durchzudrehen beginnen, strömen maximal weitere 15 Prozent nach vorn. An der Hinterachse arbeitet ein mechanisches Sperrdifferenzial. Die hecklastige Verteilung der Kräfte soll dabei ideal mit dem Mittelmotor-Konzept des Audi R8 harmonieren. Die Achslastverteilung liegt bei 43 Prozent vorne und 57 Prozent hinten, mit kleinen Unterschieden zwischen den einzelnen Varianten.

Das Fahrwerk nutzt Technologien aus dem Motorsport. Doppelte Dreieckslenker aus Aluminium führen alle vier Räder. Beim R8 V10 plus sind die Federn und Dämpfer speziell abgestimmt und die Sturzwerte an der Vorderachse entsprechend angepasst. Die adaptive Dämpfung „Audi Magnetic Ride“ ist beim R8 V10 Serie und bei den V8-Varianten optional erhältlich; sie verfügt über einen „Normal“?BADModus und einen „Sport“-Modus. Die Servolenkung soll ein feinfühliges Feedback liefern und sportlich-direkt übersetzt sein.

Der überarbeitete Audi R8 rollt auf großen Rädern. Bei den V8-Motorisierungen lauten die Serien-Dimensionen 8,5 x 18 Zoll mit Reifen im Format 235/40 vorne und 10,5 x 18 Zoll mit Pneus der Dimension 285/35 hinten. Bei den V10-Versionen setzt Audi auf noch größere Räder: Hier kommen Dimensionen in 8,5 x 19 Zoll-Räder an der Vorderachse und 11,0 x 19 Zoll an der Hinterachse zum Einsatz. Die Reifen besitzen die Größe 235/35 beziehungsweise 295/30. Optional sind die Räder hochglanzpoliert ausgeführt, in Titanoptik gehalten oder wie beim R8 V10 plus schwarz glänzend.

Die stählernen Bremsscheiben des Hochleistungssportwagens sind innen belüftet, gelocht und über Stifte mit den Aluminium-Bremstöpfen verbunden. Das neue Wave-Design der Scheiben - die wellenförmige Außenkontur - senkt das Gewicht um insgesamt etwa zwei Kilogramm gegenüber runden Scheiben gleicher Dimension. Die Aluminium-Festbremssättel arbeiten an den vorderen Rädern mit je acht Kolben, an den hinteren Rädern mit je vier. Zusammen mit den 19 Zoll-Rädern montiert Audi auf Wunsch Bremsscheiben aus Kohlefaser-Keramik (Serie beim R8 V10 plus). Die elektronische Stabilisierungskontrolle ESC hält einen Sportmodus bereit und lässt sich komplett deaktivieren.

Interieur: Rennsportatmosphäre auf Luxus-Niveau

Der lange Radstand von 2,65 Metern erlaubt ein großzügiges Raumangebot. Das Lenkrad mit dem unten abgeflachten Kranz trägt als optionales, stärker konturiertes R8-Multifunktions-Sportlederlenkrad das neue R8-Logo. Es findet sich ebenfalls am Schalt- beziehungsweise Wählhebel, an den Einstiegsleisten, im Kombiinstrument und auf dem Startscreen des Bordmonitors wieder.


Die Sportsitze lassen sich bei den V8-Motorisierungen optional und bei den V10-Varianten serienmäßig elektrisch einstellen. Je nach Modellvariante bestehen die Bezüge aus einer Alcantara/Leder-Kombination oder aus dem Leder „Feinnappa“. Beim R8 Spyder verringert eine spezielle Pigmentierung die Aufheizung des Leders durch Sonneneinstrahlung. Auf Wunsch liefert Audi Schalensitze mit stärker ausgeprägten Seitenwangen für einen gesteigerten Seitenhalt (Serie beim R8 V10 plus).

Viele Bedien- und Verkleidungselemente glänzen mit dezenten Chrom-Leisten oder schwarzem Lack. Auch die Zeiger im Kombiinstrument und die Schaltwippen zeigen sich leicht überarbeitet. Die Mittelkonsole und den Handbremshebel bezogen die Macher mit Leder, das von feinen Nähten geziert wird. Bei den V10-Modellen bespannte Audi die Blende um das serienmäßige „Navigationssystem plus“ ebenfalls mit Leder.

In der Volllederausstattung „Feinnappa“ mit Rautensteppung tragen die Sitze und die Türverkleidungen gesteppte Bezüge. Ergänzend gibt es für das R8 Coupé einen gleichfalls gesteppten Alcantara-Dachhimmel. Kunden, die noch mehr Wert auf Individualität legen, können sich für Lederelemente in verschiedenen Farben, für Dekoreinlagen in „Carbon Sigma“ (Serie beim R8 V10 plus) oder für eine Klavierlackoptik entscheiden. Darüber hinaus steht eine breite Auswahl an Design-, Optik- und Lederpaketen bereit.

Der Audi R8 V10 und der Audi R8 V10 plus besitzen serienmäßig das „Navigationssystem plus“ und das Sound-System von Bang & Olufsen. Weitere Optionen für alle R8-Varianten stellen unter anderem ein Fernlichtassistent, ein Ablagepaket, unterschiedliche Koffersets, eine Handy-Vorbereitung samt Gurtmikrofon und Sprachbedienung sowie eine Einparkhilfe mit Rückfahrkamera dar.

Wer auf eine Reise gehen möchte, findet im Audi R8 auf jeden Fall Platz für das Wichtigste: Der vordere Gepäckraum bietet 100 Liter Volumen, beim Coupé passen weitere 90 Liter hinter die Sitze.

Preise:

Der Grundpreis für das V8-Coupé liegt bei 113.500 Euro, beim Spyder sind es 124.800 Euro. Die V10-Varianten stehen mit 154.600 Euro beziehungsweise 165.900 Euro in der Preisliste. Das Topmodell Audi R8 V10 plus kostet 173.200 Euro.

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