Brabus Bullit Coupé 800: V12-Power für Mercedes C 63 AMG Coupé

, 15.03.2012


Mit einem Kraftpaket ergänzte Mercedes-Benz sein Portfolio um ein echtes Sport-Coupé: das neue Mercedes C 63 AMG Coupé. Brabus reichte das nicht und schuf aus dem Zweitürer das mehr als brachiale Brabus Bullit Coupé 800. Unter der mattschwarzen Karosserie arbeitet nicht wie im Serienauto ein 6,3 Liter großer V8-Motor, sondern ein Zwölfzylindermotor mit 800 PS und einem maximalen Drehmoment von 1.420 Nm, mit denen das Coupé brutale Fahrleistungen auf Supersportwagen-Niveau erzielt. Der Preis: 378.000 Euro.


Motor: Gewaltige Performance mit 800 PS

Das Brabus Bullit Coupé 800 setzt die Tradition von Performance-Supercars aus Bottrop nahtlos fort. Nach den jeweils 730 PS und über 360 km/h schnellen Brabus Bullit Supercars auf Basis der Mercedes C-Klasse Limousine wurde jetzt auf Basis des neuen C-Klasse Coupés ein noch leistungsfähigeres Fahrzeug gebaut. Um den aufgeladenen V12 im Motorraum unterbringen zu können, war es erforderlich, zahlreiche Modifikationen an der verstärkten Karosserie vorzunehmen. Dazu wird ein aktueller Mercedes S 600-Motor komplett überarbeitet.

So erweiterten die Macher den Hubraum von 5,5 auf 6,3 Liter und trieben die Performance auf eine neue Spitze: Die 800 PS liegen bei 5.500 U/min an. Das bereits ab 2.100 Touren verfügbare und gewaltigere maximale Drehmoment von 1.420 Nm wird im Auto elektronisch auf 1.100 Nm begrenzt.

Diese Kraft reicht aus, um das 1.820 Kilogramm schwere Brabus Bullit Coupé 800 in nur 3,7 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 zu beschleunigen. Von 0 auf Tempo 200 km/h vergehen lediglich 9,8 Sekunden, von 0 auf 300 km/h nur vergleichsweise kurze 23,8 Sekunden. Man darf gespannt sein, welche Vmax die erste offizielle Messung erzielt. Bislang gibt Brabus die Top-Speed mit über 370 km/h an.

Zum Vergleich: In der Serie sorgt für den Vortrieb im Mercedes-Benz C 63 AMG Coupé ein V8-Motor mit einer Höchstleistung von 457 PS und 600 Nm für den Vortrieb. Damit beschleunigt das Coupé in 4,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und erreicht so eine elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h.

Power-Output: Die Entstehung der Kraft

Um diesen Power-Output zu ermöglichen, tragen unter anderem zwei Spezialkrümmer mit integrierten größeren Turboladern für eine noch effizientere Aufladung bei. Das Biturbo-System wird durch vier wassergekühlte Ladeluftkühler ergänzt, die ebenfalls entscheidend zur kraftvollen Leistungsausbeute beitragen. Zusätzlich entwickelte Brabus eigens für die Platzverhältnisse unter der Bodengruppe des C-Klasse Coupés eine neue Edelstahl-Hochleistungsauspuffanlage mit staudrucksenkenden Metallkatalysatoren und einem vom Fahrersitz regulierbaren Sound-Management via Klappensteuerung.


Unter der Motorhaube mit integriertem RAM-Air Carbon-Ansaugsystem findet ein komplett neu entwickelter Ansaugtrakt Platz. Alle leistungssteigernden Maßnahmen werden durch neu programmierte Kennfelder für das elektronische Motormanagement perfekt koordiniert. Ebenso wichtig ist die Adaption an die Fahrdynamiksysteme wie Traktionskontrolle, elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP), Antiblockiersystem (ABS) und Bremsassistent.

Die Kraftübertragung auf die Hinterräder erfolgt über ein der enormen Leistung angepasstes Siebengang-Schnellschaltgetriebe, das wahlweise automatisch schaltet oder einen manuellen Gangwechsel über die Schaltwippen am Lenkrad erlaubt. Ebenfalls an Bord befindet sich ein neues Differenzial mit 40 Prozent Sperrwirkung.

Aerodynamik: Optische Schärfe mit Funktionalität

Um bei den extremen Geschwindigkeiten des Brabus Bullit Coupé 800 die erforderliche Fahrstabilität zu erzielen, überarbeitete der Veredeler die Aerodynamik des Zweitürers im Windkanal eingehend. Auch optisch schärft das Aerodynamik-Kit den Look des Brabus Bullit Coupé 800 und setzt markante Akzente.

Der zusätzliche Carbon-Frontspoiler reduziert bei hohem Tempo den Auftrieb an der Vorderachse. Die ebenfalls aus dem extrem leichten Werkstoff produzierten Luftführungen für die Einlässe der Frontschürze verbessern derweil die Frischluftzufuhr zu den Kühlern und den vorderen Bremsen, während durch die seitlichen Luftauslässe die durch die Kühler strömende Luft so schnell wie möglich wieder abfließen kann. Einen weiteren wichtigen Beitrag zum Temperaturaustausch im Motorraum liefern die Luftauslässe in den vorderen Kotflügeln.

Um mehr Anpressdruck an der Hinterachse zu erzielen, entwickelte Brabus eine effiziente Kombination aus Heckflügel und Diffusoreinsatz. Das Carbon-Teil besitzt je einen Ausschnitt links und rechts, welche die keramikbeschichteten, zweiflutigen Endrohre der Edelstahl-Hochleistungsauspuffanlage von Brabus bestens in Szene setzen.


Bodenkontakt: Auf Sportlichkeit getrimmt

Den Look des Brabus Bullit Coupé 800 runden die neuen „Monoblock R“-Räder ab, die durch das Design mit zwei mal fünf Doppelspeichen, die auf verschiedenen Ebenen angeordnet sind, neue Akzente setzen. Während die hintere Ebene titanfarben lackiert ist, werden die oberen polierten Flächen mit einem rauchfarbenen Klarlack überzogen, der dem Rad ein ganz eigenes Erscheinungsbild verleiht. In den Dimensionen 8,5 x 20 Zoll vorne mit Reifen im Format 235/30 und 9,5 x 20 Zoll auf der Hinterachse mit Gummis im Format 275/25 füllen die Felgen den Platz in den Radhäusern ideal aus.

Das höhenverstellbare Gewindefahrwerk entwickelte Brabus in Kooperation mit Bilstein speziell für das Bullit Coupé 800. Mit jeweils zehnfach in Zug- und Druckstufe justierbaren Gasdruckdämpfern ist das Fahrwerk sportlich-komfortabel abgestimmt. Sportstabilisatoren reduzieren dabei die Seitenneigung bei schneller Kurvenfahrt auf ein Minimum.

Eine Hochleistungsbremsanlage mit 12-Kolben-Aluminium-Festsätteln und innenbelüfteten, genuteten 380 x 37 Millimeter großen Bremsscheiben an der Vorderachse sowie Pendants in 360 x 28 Millimeter und 6-Kolben-Aluminium-Festsätteln hinten soll immerhin höchsten Beanspruchungen problemlos gewachsen sein.

Interieur: Die Linie betonter Exklusivität

Das Cockpit des Supercars ist betont exklusiv gestaltet. Die Innenausstattung polsterten Sattlermeister passend zur Außenhaut in einer Kombination aus schwarzem Leder und Alcantara. Rote Kontrastnähte setzen dezente sportliche Akzente. Dieser Look wird durch Echt-Carbon-Elemente an Armaturenbrett, Mittelkonsole und Türverkleidung abgerundet. Weitere sportliche Features stellen das ergonomisch geformte Brabus-Sportlenkrad sowie Aluminium-Pedale und -Schalthebel dar.

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