Chevrolet Corvette ZR1: Heißes PTM-Update für das Modelljahr 2010

, 22.06.2009

Die Chevrolet Corvette ZR1 ist der wohl bekannteste Supersportwagen aus den USA, der zugleich mit einer brachialen Power beeindruckt. Im Modelljahr 2010 reifte die Corvette ZR1 und erhielt ein heißes Update, um das Fahrerlebnis spürbar zu verbessern. So erhält die Corvette ZR1 ein erweitertes Performance-Traktions-Management (PTM), welche die Traktion weiter optimiert.


Das PTM-System hält konsequent eine vorgegebene Motordrehzahl, während der Fahrer das Gaspedal nach unten durchdrückt. Auf diese Weise kann der Fahrer die Kupplung schneller loslassen und das System passt derweil 100 Mal pro Sekunde das Motordrehmoment zur Steigerung der Traktion an.

In das PTM-System integrierten die Macher unter anderem die Traktionskontrolle und das „Magnetic Selective Ride Control“-Fahrwerk mit variabler Dämpfung, um die Gesamt-Performance und das Handling auf einer Rennstrecke zu verbessern. Beschleunigt der Fahrer mit Vollgas aus einer Kurve heraus, übernimmt PTM ferner das Management der Beschleunigungs-Dynamik. Um noch schneller vom Fleck zu kommen, gibt es im Modelljahr 2010 serienmäßig eine Startkontrolle.


Für die brachiale Kraft sorgt nach wie vor der bewährte 6.2-V8-Motor, der dank Kompressoraufladung gewaltige 647 PS und ein maximales Drehmoment von 819 Nm mobilisiert. Für den Spurt von 0 auf Tempo 100 vergehen nur 3,4 Sekunden. Erst bei 330 km/h endet der elektronisch abgeregelte Vortrieb der Chevrolet Corvette ZR1.

Das LS9-Triebwerk überträgt die gewaltige Leistung und enorme Schubkraft über eine knackige 6-Gang-Handschaltung und eine verstärkte Kupplung an die Hinterräder, während der Einsatz von Kohlefaser das Gewicht auf ein Minimum reduziert. Die Corvette ZR1 wiegt somit nur 1.512 Kilogramm.

Schon optisch unterscheidet sich die Corvette ZR1, die es nun auch in der Außenfarbe „Touch Red“ gibt, von ihren Serienbrüdern und lässt sich auf diese Weise schnell erkennen. Auf der komplett aus Carbon gefertigten Motorhaube thront ein Powerdome mit einem Fenster aus Polycarbonat, das den Blick auf die mächtige Maschine preisgibt. Eingeprägt auf dem Ladeluftkühler befindet sich der Schriftzug „LS9 Supercharged“, während die Motorverkleidung das Corvette-Logo mit den zwei gekreuzten Flaggen ziert.

 

In den Kotflügeln befinden sich zusätzliche Entlüftungselemente für die Bremsanlage, während das Heck die vier bekannten, tonangebenden Auspuffendrohre und ein ZR1-spezifischer Heckspoiler mit angehobenen Außenelementen ziert, der bei hohen Geschwindigkeiten für mehr Abtrieb auf der Hinterachse sorgt.


Die Verbindung zum Asphalt stellen vorne 10x19 Zoll große Leichtmetallfelgen mit Reifen im Format 285/30 her. Hinten kommen wuchtige Pendants in 12x20 Zoll und Pneus der Dimension 335/25 zum Einsatz. Neu im Modelljahr 2010 sind auf Wunsch die Räder in der Farbe „Competition Gray“ erhältlich.

In den Felgen verbirgt sich eine Carbon-Keramik-Verbundbremsanlage. Vorne beißen innenbelüftete, gelochte 6-Kolben-Zangen mit einem Durchmesser von 394 Millimetern zu; an der Hinterachse sind es 380 Millimeter große Gegenstücke mit 4 Kolben.


Der Innenraum der Corvette ZR1 zeichnet sich durch hochwertige Materialien sowie extreme Leichtbauweise aus. Im Modeljahr 2010 steht optional die Interieur-Farbe „Cashmere“ zur Verfügung. Das Cockpit prägen ZR1-Logos auf den Einstiegsleisten, der Mittelkonsole, gestickt in die Kopfstützen und auf dem Tachometer, der eine Skala bis 370 km/h sowie eine Ladedruckanzeige besitzt.

Die wichtigen fahrrelevanten Informationen kann der Fahrer über ein Head-Up-Display auf der Frontscheibe ablesen, um seinen Blick nicht von der Straße wenden zu müssen. Ihren Platz nehmen die zwei Insassen in Sportsitzen ein.

Vergleichbar mit einem guten Edel-Wein, steigt mit dem Modelljahr 2010 und der erweiterten Ausstattung auch der Preis der gereiften Corvette ZR1. Im Modelljahr 2010 soll der amerikanische Supersportwagen in den USA insgesamt 107.830 US-Dollar kosten (aktuell ca. 77.350 Euro). Das entspräche einer Preissteigerung in Höhe von 2.910 US-Dollar (derzeit rund 2.090 Euro). Unterm Strich gibt es aber nach wie vor eine brachiale Power und Performance zum günstigen Preis.

5 Kommentare > Kommentar schreiben

22.06.2009

Der Preis kann nicht stimmen Christian :hmpf: ICh weiss von 133 000 oder 136 000 Euro, was die ZR1 kosten soll.

22.06.2009

[QUOTE=BMW Power;65708]Der Preis kann nicht stimmen Christian :hmpf: ICh weiss von 133 000 oder 136 000 Euro, was die ZR1 kosten soll.[/QUOTE] Ich gab die voraussichtlichen Preise des Modlelljahres 2010 in US-Dollar für die USA an und keine Euro-Preise für Deutschland. In den USA ist eine neue Corvette ZR1 tatsächlich für so wenig Geld zu bekommen und bei der Umrechnung kommt der starke Euro hinzu. Schaue Dir ruhig mal die aktuellen Preise in US-Dollar für eine Corvette ZR1 und die anderen Vettes in den USA an: [url]www.corvette.com[/url]

22.06.2009

Wow, damit dürfte die ZR1 noch mal ein wenig schneller werden. Solche Detailarbeiten ist man von den Amerikanern normalerweise nicht gewöhnt. Umso erstaunlicher und lobenswerter ist es, wie konsequent man hier vorgeht. Obwohl sich GM dieses Spielzeug eigentlich nicht mehr leisten kann. Aber das steht auf einem anderen Blatt.

24.06.2009

Nettes System, kann ich mich Aston Martin nur anschliessen. Aber mich würd es ein wenig stören, wenn ich mir gerade eben eine Vette gekauft hätte, und nun, kurz danach soetwas rauskommen würde. Wahrscheinlich mit nichtmal viel Aufpreis. :hmpf:

06.07.2009

Nicht schlecht, das System klingt beeindruckend hochgestochen. Respekt, dass die Amis der rohen Vette mit so einem Hightech Paket unter die Arme greifen. Ob das für den nächsten Nordschleifen-Run ein Joker ist? So weit ist der GT-R nicht entfernt von der ZR1... Ich gehe doch davon aus, dass man die ganze Elektrik bei Bedarf auch ausschalten kann, wenn man das Heck raushängen lassen will;) Und der Preis, wenn er dann auch so stimmt, ist ja Kampfansage schlechthin, zumindest für uns €uropäer. So viel Power, nun auch zusammen mit einem ausgeklügelten Hightech Fahrsystem... Da müssen sich die europäischen Neuwagen dieser Liga warm anziehen. Und auch ein gewisser Asiate etabliert sich auch hierzulande mehr und mehr... das GT-R Paket ist auch sehr fett; und das gibt´s auch zum Hammerpreis.


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