Fiat Panda Cross: Der Hardcore-Kraxler für echtes Gelände

, 21.10.2014


Falsch gedacht, wer jetzt an einen aufgeblasenen Crossover denkt. Der neue Fiat Panda Cross macht nicht nur auf dicke Hose, er ist auch ein vollwertiger Geländewagen - jedoch mit den im Alltag praktischen Abmessungen eines Kleinwagens. Mit einem intelligenten Allradantrieb und einem elektronischen Sperrdifferenzial hält den kleinen Kraxler sogar im richtigen Gelände so schnell nichts auf - und das bereits nahezu voll ausgestattet zu Preisen ab 18.990 Euro.


Robuste SUV-Optik für ernsthafte Offroad-Einsätze

Mit spezifischen Karosseriedetails tritt der nur 3,71 Meter lange, 1,66 Meter breite und 1,66 Meter hohe Fiat Panda Cross ganz im Stil eines SUV auf. Der markante Look symbolisiert die Robustheit der Technik. An der Fahrzeugfront fallen der neu gestaltete Stoßfänger und zwei rot lackierte Abschleppösen auf - bei ernsthaften Offroad-Einsätzen der ideale Befestigungspunkt zum Beispiel für das Seil einer Winde.

Der in Mattchrom gehaltene Unterfahrschutz weist derweil Durchbrüche auf, die das charakteristische Designelement „Squircle“ - eine Kombination aus Kreis und Quadrat - des Fiat Panda aufnehmen. Neu gestaltet sind ebenfalls die Scheinwerfer mit integrierten Nebelscheinwerfern. Sie schließen mit der Querspange ab, die das Fiat Markenlogo trägt. Die Tagfahrlichter sind in LED-Technik ausgeführt und in den Unterfahrschutz integriert.

In der Seitenansicht bestimmen die ausgeprägten Kotflügelverbreiterungen, Schutzleisten und der Dachträger den Look. Die Leichtmetallräder im 15-Zoll-Format führte Fiat im Fünfspeichen-Design mit brüniertem Finish aus. Auch die Heckschürze des Fiat Panda Cross besitzt ein neues Design. Ein Unterfahrschutz, der die Optik an der Fahrzeugfront aufgreift, sorgt wiederum für einen strapazierfähigen Übergang zum Fahrzeugboden.

Markante Optik - deutlich mehr als nur Design

Die neue Form von Front- und Heckschürze ermöglicht noch größere Böschungswinkel. Die Bodenfreiheit erhöhte Fiat dank der serienmäßigen 15-Zoll-Leichtmetallräder auf rund 16 Zentimeter. Bei einer Länge von 3,70 Meter eröffnen sich dem Fiat Panda Cross gleichzeitig Parkmöglichkeiten, von denen Fahrer herkömmlicher Geländewagen nur träumen können.


Die spezifischen Karosseriekomponenten erfüllen gleichzeitig eine praktische Funktion: sie schützen die Technik bei Fahrten abseits befestigter Wege. Damit steht der neue Fiat Panda Cross in der Tradition des Vorgängermodells sowie der früheren Sonder- und Spezialserien des Fiat Panda 4x4. Bereits Ende der 1980er-Jahre setzte die italienische Marke einen Trend, als der von Steyr-Puch entwickelte Vierradantrieb im Fiat Panda Premiere feierte.

Motoren: Klein, sparsam und dennoch stark

Für den neuen Fiat Panda Cross stehen zwei Motoren zur Wahl, die beide mit serienmäßiger Start&-Stopp-Automatik im Stadtverkehr kraftstoffsparend unterwegs sind: der Turbodiesel 1.3 16V Multijet und der Zweizylinder-Benziner TwinAir Turbo mit 0,9 Liter Hubraum.

Fiat Panda Cross 0.9 TwinAir Turbo: Der Benziner leistet 90 PS bei 5.500 Touren und stellt ein maximales Drehmoment von 145 Nm im Drehzahlbereich zwischen 1.900 und 3.000 U/min zur Verfügung. Auf Knopfdruck kann der Fahrer den ECO-Modus anwählen. Mit reduzierter Kraft (Drehmoment maximal 100 Nm bei 2.000 U/min) sinkt der Verbrauch noch weiter. Der Fiat Panda Cross TwinAir Turbo genehmigt sich durchschnittlich nur 4,9 Liter Benzin auf 100 Kilometern, was einem CO2-Ausstoß von 114 g/km entspricht. Bei Bedarf beträgt auf dem Asphalt die Top-Speed 167 km/h.

Fiat Panda Cross 1.3 16V Multijet: Alternativ gibt es den Turbodiesel, der 80 PS bei 4.000 Touren und ein maximales Drehmoment von 190 Nm bei 1.500 U/min produziert. Ein verzögerungsfrei ansprechender Turbolader mit Ladeluftkühlung sorgt für hohe Effizienz und Durchzugskraft schon aus niedrigen Drehzahlen. Der Durchschnittsverbrauch beträgt lediglich 4,7 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer (CO2-Ausstoß 125 g/km). Auf dem Asphalt ist die Diesel-Variante 160 km/h flott.


Wie ein großer Offroader: Allradantrieb und Sperrdifferenzial

Der neue Fiat Panda Cross ist mit dem permanenten Vierradantrieb „Torque on Demand" ausgerüstet, der auf zwei Differenzialen und elektronisch gesteuerter Kraftverteilung aufbaut. Die Vorteile dieses Systems sind vollautomatische Funktionsweise und Wartungsfreiheit.

Das System ergänzt Fiat ohne Aufpreis durch das elektronische Sperrdifferenzial ELD (Electronic Locking Differential), das die Macher in die Steuerung des elektronischen Fahrstabilitätsprogramms (ESP) integrierten. Droht zum Beispiel beim Anfahren auf rutschigem Untergrund wie Schnee, Eis und Matsch ein Rad durchzudrehen, bremst die Elektronik dieses Rad gezielt ab und sorgt dadurch für die Kraftübertragung auf die Räder, die gute Haftung aufweisen.

Die Kraftübertragung erfolgt über ein Sechsgang-Handschaltgetriebe. Den ersten Gang übersetzte Fiat vergleichsweise niedrig, um die Geländeeigenschaften zu optimieren. So erleichtert er nicht nur das Anfahren an steilen Abhängen. Außerdem besitzt der erste Gang beinahe die Vorzüge einer Untersetzung und ermöglicht das Fahren in Schrittgeschwindigkeit ohne schleifende Kupplung.

Ausgeprägte Offroad-Fähigkeiten mit „Terrain Control"

Seine ausgeprägten Offroad-Fähigkeiten unterstreicht der Fiat Panda Cross mit dem neuen Traktionsregelsystem „Terrain Control", das dem Fahrer elektronische Eingriffsmöglichkeiten in die Funktionsweise des Allradantriebes gewährt. Über den Wahlschalter der „Terrain Control" stehen die drei Modi „Auto“, „Offroad“ und Hill Descent Control“ zur Verfügung.

Auto: Hier erfolgt eine automatische Verteilung des Drehmomentes zwischen Vorder- und Hinterachse entsprechend den aktuellen Traktionsverhältnissen. Normalerweise überträgt das System 98 Prozent der Motorkraft auf die Vorderräder. Die Hinterachse wird nur zugeschaltet, wenn mindestens ein Rad an der Vorderachse Schlupf aufweist. Im Extremfall leitet die elektronisch gesteuerte Kupplung im Antriebsstrang das komplette Motordrehmoment an die Hinterachse. Die Reaktionszeit beträgt dabei lediglich eine Zehntelsekunde.

 

Offroad: Der Vierradantrieb und das elektronische Sperrdifferenzial sind bei diesem Modus ebenso permanent aktiviert wie die automatische Drehmomentverteilung zwischen allen vier Rädern. Durchdrehende Räder bremst das System automatisch ab und leitet Motorkraft auf Räder mit besserer Traktion. Diese Funktion ist bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h aktiviert.


Hill Descent Control: Die Bergabfahrhilfe unterstützt den Fahrer bei steilen oder sehr schwierigen Abfahrten im Gelände. In diesem Modus wird der Fiat Panda Cross durch einen elektronisch gesteuerten, gezielten Bremseneinsatz automatisch bei konstanter Geschwindigkeit gehalten. Gleichzeitig wirkt das elektronische Stabilitätsprogramm auf glattem Untergrund einem eventuellen Ausbrechen des Fahrzeughecks entgegen. Diese Funktion ist unterhalb von 25 km/h aktiviert und bleibt bis 50 km/h in Bereitschaft.

Optimale Traktion auch abseits befestigter Wege

Um optimale Traktion auch abseits befestigter Wege sicher zu stellen, rüstete Fiat den neuen Panda Cross mit Ganzjahresreifen im Breitformat 185/65 R15 aus, deren spezielles Profil eine hohe Bodenhaftung und ein sicheres Fahrverhalten auf schneebedeckten Straßen ebenso wie auf nasser oder trockener Fahrbahn und auf unbefestigten Wegen ermöglicht.

Das Fahrwerk eines SUV erfüllt zwei wesentliche Aufgaben. Es muss einerseits auf der Straße hohen Komfort für die Passagiere, agiles Handling und sicheres Fahrverhalten gewährleisten. Gleichzeitig muss es ausgeprägte Fähigkeiten für die Bewältigung unbefestigter Wege bieten.

Um beide Ziele zu erreichen, wählte Fiat für den Panda Cross ein bewährtes Fahrwerkslayout. An der Vorderachse sind die Räder einzeln nach dem McPherson-Prinzip aufgehängt. Hinten gelangt eine Verbundlenkerachse zum Einsatz, welche die Macher speziell für den Vierradantrieb entwickelten. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Längslenker-Lösung ist diese Hinterradaufhängung leichter und bietet besseren Fahr- und Akustikkomfort mit denselben Offroad-Leistungen.


Noch geländetauglicher als der SUV des Jahres

Der neue Fiat Panda Cross ist noch geländetauglicher als das immerhin vom berühmten britischen Automobil-Magazin „Top Gear“ als „SUV des Jahres“ ausgezeichnete Schwestermodell Fiat Panda 4x4. Dank größerer Räder, eigens entwickelter Federn sowie einer neu gestalteten Front- und Heckschürze beträgt die Bodenfreiheit 15,8 Zentimeter für den Diesel 1.3 16V Multijet und sogar 16,1 Zentimeter bei Ausstattung mit dem Benziner 0.9 TwinAir Turbo. Die maximale Steigfähigkeit liegt bei 70 Prozent, die maximale seitliche Neigung 55 Prozent.

Der Böschungswinkel ist ein Maß dafür, wie steil ein Abhang bei An- beziehungsweise Abfahrt sein darf, ohne dass Fahrzeugfront beziehungsweise -heck Bodenkontakt haben. Beim Fiat Panda Cross beträgt er 24 Grad vorne (plus drei Grad im Vergleich zum Fiat Panda 4x4) und 34 Grad hinten (plus zwei Grad). Der Fiat Panda Cross bewältigt außerdem einen Rampenwinkel von 21 Grad. Dieser Wert gibt an, wie spitz eine Kuppe sein darf, bevor der Fahrzeugunterboden beim Überfahren aufsetzt.

Der Unterboden des neuen Fiat Panda Cross ist außerdem mit Stahlprotektoren für harten Geländeeinsatz vorbereitet. Zusätzlich liegt der Luftansaugtrakt des Motors höher als bei anderen Modellen der Baureihe, um gegen eindringendes Wasser bei Wasserdurchfahrten gewappnet zu sein. Beim Turbodiesel-Triebwerk liegt die Ansaugöffnung 73,9 Zentimeter über dem Boden, beim TwinAir-Benziner 71,1 Zentimeter.

Innenraum: All das serienmäßig

Die Farbgebung und die Materialwahl im Innenraum unterstreichen ebenfalls den Offroad-Charakter des Fiat Panda Cross. Die Sitze bezogen die Macher mit einer Kombination aus naturfarbenem Stoff (Sitzflächen) und braunem Eco-Leder (Seitenwangen). Dieser Farb- und Materialmix wiederholt sich in den Türverkleidungen.


Die Armaturentafel bildet mit einem kräftigen Kupfer-Farbton einen starken Kontrast zu den in satinierter Optik gehaltenen Flächen des zentralen Instrumententrägers und der Mittelkonsole. Ein Leder-Schaltknauf und ein Leder-Lenkrad mit Bedientasten für die Audioanlage vervollständigen die Ausstattung.

Trotz kompakter Abmessungen bietet der immer fünftürige Fiat Panda Cross ein komfortables Platzangebot im Innenraum. Der Kofferraum ist mit einem Volumen von 225 Liter einer der größten in diesem Fahrzeugsegment.

Entsprechend seiner Positionierung als Topmodell der Baureihe ist der neue Fiat Panda Cross serienmäßig nahezu komplett ausgestattet. So zählen unter anderem die Fahrdynamikregelung ESP mit elektronischem Sperrdifferenzial (ELD), eine Klimaanlage, das Entertainmentsystem Blue&Me mit einem MP3-fähigem CD-Player und Bluetooth-gesteuerter Freisprechanlage, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel und das verstellbare Lenkrad mit Bedientasten für die Audioanlage zum Standard. Ebenso ohne Aufpreis: die brünierten 15-Zoll-Leichtmetallräder und Nebelscheinwerfer.

Auf Wunsch ist für den neuen Fiat Panda Cross ein City-Notbremsassistent erhältlich. Das System erkennt andere Verkehrsteilnehmer oder Hindernisse vor dem Fahrzeug und leitet in einem Geschwindigkeitsbereich zwischen 5 km/h und 30 km/h automatisch eine Notbremsung ein, um eine drohende Kollision zu verhindern, sollte der Fahrer selbst nicht oder zu spät reagieren.

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