Ford Fiesta ST 2018: Dreizylinder, aber mit Ford GT-Technik!

, 26.02.2017


Sie haben es wirklich getan: Der neue Ford Fiesta ST kommt Anfang 2018 auf den Markt und erhält tatsächlich einen Dreizylinder-Motor mit einer Hammer-Leistung. Damit nicht genug: Das kleine Kraftpaket fährt bei Bedarf sogar mit zwei Zylindern. Was jetzt wie ein Drama klingt, entpuppt sich allerdings als eine sehr heiße, richtig begehrenswerte Rennsemmel. Im neuen Ford Fiesta ST befinden sich unter anderem Technologien an Bord, welche die Macher für den Supersportwagen Ford GT und für den allradgetriebenen Ford Focus RS entwickelte.


Design: Angriffslust mit Stil und Neuheiten

Der neue Ford Fiesta ST ist als Drei- sowie als Fünftürer erhältlich und bekommt das sportliche Design, das wir alle erwarten - und sieht zugleich sehr schick aus. Der großdimensionierte Kühlergrill erinnert an die Rennwagen von Ford und verleiht dem neuen Fiesta ST in Kombination mit dem Wabengittergrill und den scharfen Linien einen angriffslustigen Auftritt.

Weitere Akzente setzen die dynamisch gezeichneten Seitenschweller und die muskulös ausgestellten Radkästen, in denen sich exklusive 18-Zoll-Leichtmetallräder befinden. Für eine unverwechselbare Heckansicht sorgen unter anderem der Diffusor und ein großer Dachkantenspoiler. Auf den Bildern erstrahlt der Ford Fiesta ST zudem im neuen Farbton „Liquid Blue“.

Antrieb: So schnell und so sparsam ist der neue Ford Fiesta ST

Der komplett neu entwickelte 1,5-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner ist das neueste Mitglied der „Ford EcoBoost“-Motorenfamilie. Das kleine Triebwerk leistet 200 PS und ein Maximaldrehmoment von 290 Nm. Aufgrund seiner Bauweise erzielt der Dreizylinder bereits bei niedrigen Drehzahlen ein hohes Drehmoment. Für den Turbolader entwickelten die Ingenieure von Ford außerdem neu gestaltete Schaufelräder, die dafür sorgen, dass der nötige Ladedruck früher zur Verfügung steht.

Das Resultat: ein direkteres Ansprechverhalten und noch mehr Fahrspaß. In voraussichtlich 6,7 Sekunden spurtet der frontangetriebene Ford Fiesta ST von 0 auf 100 km/h. Das ist 0,2 Sekunden schneller als der bisherige Fiesta ST und so schnell wie der ebenfalls 200 PS starke Fiesta ST200, der eine Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h erzielt. Die Spitze des neuen Ford Fiesta ST 2018 gaben die Macher noch nicht bekannt.


Ein Novum für einen Dreizylinder stellt die kraftstoffsparende Zylinderabschaltung dar, die künftig auch im Dreizylinder-EcoBoost-Benziner mit 1,0 Liter Hubraum zum Einsatz kommen wird. Wenn nur geringe Motorleistung erforderlich ist, wie zum Beispiel im Schubbetrieb oder bei gleichmäßiger Geschwindigkeit, stoppt die Zylinderabschaltung vollautomatisch die direkt aus dem Ford GT stammende Benzineinspritzung und die Ventilbetätigung für einen der drei Brennräume.

Das Ab- und Anschalten des Zylinders erfolgt innerhalb von nur 14 Millisekunden und damit 20 Mal schneller als ein menschlicher Lidschlag. Da Ford diese Technologie mit modernen Lösungen zum Ausgleich von Vibrationen kombiniert, bleibt die Zylinder-Abschaltung für die Insassen praktisch unmerklich. Auch die Leistung entfaltet sich harmonisch und ruckfrei. Das Ergebnis: Der neue Ford Fiesta ST ermöglicht niedrige CO2-Emissionen von voraussichtlich 114 g/km. Das entspricht einem durchschnittlichen Spritverbrauch von 4,9 Litern pro 100 Kilometer.

Wer sich die Frage nach der Haltbarkeit des kleinen Motors stellt: 2012 pflanzten die Macher einen kleinen EcoBoost-Dreizylinder-Motor mit nur 1,0 Liter Hubraum in einer auf 205 PS hochgetunten Version in einen „Formel Ford“-Rennwagen und statteten das Fahrzeug mit einer manuellen 6-Gang-Handschaltung aus. Mehr noch: Ford erhielt für dieses Projekt eine britische Straßenzulassung. Damit begannen die ausgiebigen Tests für die Performance-Version des Dreizylinder-Triebwerkes.

Neue Fahrmodus-Auswahl stammt aus dem Supersportwagen Ford GT

In puncto Fahrdynamik überzeugt der Ford Fiesta ST mit einem Sportfahrwerk. Dazu kommt der kleine und leichte Motorblock des EcoBoost-Dreizylinders, woraus ein großer Vorteil beim Handling resultiert. Darüber hinaus profitiert der Kleine von der aktiven Fahrdynamikregelung „Torque Vectoring Control“ (TVC), die durch einen selektiven Bremseingriff in schnell durchfahrenen Kurven eine bestmögliche Drehmomentverteilung zwischen den angetriebenen Vorderrädern ermöglicht, auf diese Weise die Tendenz zum Untersteuern reduziert und für ein stabileres Fahrverhalten sorgt.


Die elektronische Stabilitätskontrolle (ESC) legte Ford dreistufig aus: Der Fahrer kann zwischen aktiviertem ESC, einer erweiterten Regelschwelle wählen oder das System komplett deaktivieren. Darüber hinaus stehen die drei Fahrprogramme „Normal“, „Sport“ und „Track“ (Rennstrecke) zur Verfügung, die unter anderem die Lenkung, das Motoransprechverhalten, die elektronische Stabilitätskontrolle (ESC) und den Klang der aktiven Sportabgasanlage beeinflussen.

Normal-Modus: Die vorkonfigurierte Einstellung von Motorsteuerung, Traktionskontrolle, ESC, elektrisch unterstützter Servolenkung und künstlich moduliertem Auspuffklang (ESE = Electronic Sound Enhancement) ist für den Alltag maßgeschneidert.

Sport-Modus: Hier sprechen Gaspedal und Motor direkter auf Befehle des rechten Fußes an. Die Servolenkung vermittelt mehr Rückmeldung über die Fahrbahnbeschaffenheit und ermöglicht insbesondere in schnell durchfahrenen Kurven eine noch zielgenauere Positionierung des Fiesta ST. Gleichzeitig untermalt der Fiesta ST akustisch sein hohes fahrdynamisches Potenzial: Das „Active Noise Cancellation“-System (ANC) identifiziert unangenehme Frequenzen und egalisiert diese durch die Erzeugung gezielter Gegenfrequenzen - der feine Sound beim Gasgeben bleibt selbstverständlich erhalten und im Innenraum durch den künstlich modellierten Auspuffklang (ESE = Electronic Sound Enhancement) zusätzlich betont.

Track-Modus: Diese Einstellung adaptiert sämtliche Parameter, um schnellstmögliche Rundenzeiten zu erzielen. Dies beinhaltet die Deaktivierung der Traktionskontrolle und die Aktivierung der höchsten ESC-Regelschwelle.


Innenraum: Mehr Personalisierungsmöglichkeiten als jemals zuvor

Im Vergleich zum Vorgänger bietet der kleine Sportler im Innenraum mit einer noch größeren Gestaltungsvielfalt und umfangreicheren Individualisierungsoptionen. Das Angebot umfasst unter anderem eine Vielzahl an Zierelementen für Schalthebel, Lenkrad, Türgriffe und Armaturenbrett. Zudem können Kunden zwischen mehreren Styling-Paketen wählen. Das Interieur bietet mit den konturierten Recaro-Sitzen und dem unten abgeflachten Lenkrad echtes Rennsport-Flair und zudem ideale Zutaten für passionierten Spaß in Kurvenrevieren.

Mithilfe des Kommunikations- und Entertainmentsystems „Ford SYNC 3“ steuern die Insassen ihr angeschlossenes Smartphone sowie Audio- und Navigationsfunktionen ganz einfach per Sprachbefehl. Die Bedienung über den bis zu 8 Zoll beziehungsweise 20,3 Zentimeter großen Touchscreen erfolgt intuitiv wie bei einem Tablet mithilfe von Wischbewegungen und Multi-Touch-Fingerbewegungen. Die Konnektivität zur Steuerung bestimmter Smartphone-Apps über den Touchscreen ermöglichen „Apple CarPlay“ und „Android Auto“. Auf Wunsch verwandelt das hochwertige „B&O Play“-Soundsystem von Bang & Olufsen den Innenraum in einen mobilen Konzertsaal.

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