Ford Focus: Die 3. Generation als neuer Maßstab

, 13.01.2010

Erstmals in das Rampenlicht der Öffentlichkeit tritt die dritte Generation des Ford Focus auf der Detroit Auto Show (11.01.2010 - 24.01.2010). Das von Grund auf neu entwickelte Erfolgsmodell macht sich dank einer einzigartigen Vielfalt an ebenso erschwinglichen wie innovativen Technologie-Features auf den Weg, ab Anfang 2011 auf den weltweiten Märkten in seiner Klasse neue Maßstäbe in puncto Verbrauchs- und Abgasreduzierung, Fahrqualität und Verarbeitung zu setzen.


Design: Die nächste athletische Evolutionsstufe

Der neue Ford Focus feiert sein Debüt als 5-Türer mit Fließheck und in der Stufenheck-Version mit vier Türen. Beiden gemein ist ein sportlicher, dynamischer Auftritt, der die kinetische Design-Sprache von Ford auf das nächsthöhere Level hebt. Das Leitmotiv des „Kinetic Designs“ - Energie in Bewegung - setzt der neue Focus mit kraftvollen Formen um. Bereits die attraktiv gestaltete Frontpartie, das schlanke Profil, die Spannung erzeugende Gürtellinie und der athletische Auftritt kündigen ein neues Fahrerlebnis an.

Mit seinen athletischen Formen strahlt der Focus ein hohes Maß an Selbstbewusstsein aus. Die aggressiv konturierte Motorhaube und sportlich ausgestellten Kotflügel vermitteln einen breitschultrigen Auftritt, während die unverwechselbare Frontansicht von besonders markanten Elementen geprägt wird, wie zum Beispiel dem üppig dimensionierten unteren Kühllufteinlass in Form eines gespiegelten Trapezes, den auf jeder Seite zwei dreieckige Kühlluftöffnungen richtig in Szene setzen. Derweil strecken sich die schnittigen Hauptscheinwerfer mit einem feinen Band aus LED-Leuchten am oberen Rand weit in die Flanke hinein.


Die Seitenansicht bereichert eine fließende Coupé-Silhouette. Deren sanft nach hinten abfallende Dachlinie verleiht der Fließheck-Version eine dynamisch geformte Fenstergrafik, die von der Chrom-Zierleiste am unteren Rand der Fensterfläche mit ihrem charakteristischen Aufwärtshaken am hinteren Ende nochmals betont wird. Die kraftvoll modellierten Radläufe unterstreichen den agilen Anspruch.

Am Heck der Fließheck-Variante fällt ein stimmig geformter Dachspoiler ins Auge. Der Spoiler erstreckt sich anmutig von Seite zu Seite und integriert dabei die besonders flache dritte Bremsleuchte. Die formschön gestalteten Rückleuchten fügen sich harmonisch in das Design des Hecks ein. Beim Stufenheck-Focus kommt als Pendant zum Dachkantenspoiler eine Abrisskante auf dem Kofferraumdeckel zum Einsatz.

 

Gemäß vorläufiger Spezifikationen, ist der neue Ford Focus der dritten Generation als fünftüriges Fließheck 4,536 Meter lang, 1,826 Meter breit, 1,472 Meter hoch und besitzt einen Radstand von 2,648 Metern. Beim viertürigen Stufenheck sieht es wie folgt aus: 4,538 Meter lang, 1,826 Meter breit, 1,477 Meter hoch und ein identischer Radstand von 2,648 Metern.


Die Grundarchitektur des neuen Modells zeichnet sich durch eine enorm rigide Struktur aus, die in puncto Torsionssteifigkeit den aktuellen nordamerikanischen Ford Focus um 25 Prozent übertrifft - ein Vorteil, der sich überaus positiv auf die fahrdynamischen Eigenschaften und den Fahrkomfort auswirkt, zugleich aber auch die Basis für eine nochmals größere Crash-Sicherheit liefert.

Antrieb: Effiziente EcoBoost-Kraft und Elektro-Antrieb

Für den neuen Ford Focus steht ein vielfältiges Angebot an hochmodernen EcoBoost SCTi-Benzin- und weiterentwickelten Duratorq TDCi-Dieselmotoren bereit, die mit souveränen Leistungsreserven und hoher Laufkultur auf der einen sowie einem geringem Verbrauch und niedrigen Abgasemissionen auf der anderen Seite überzeugen sollen. Genaue Daten gab Ford noch nicht an.


Ihre Gemeinsamkeit: Die Vierzylinder vereinen fortschrittliche Direkteinspritzungs-Technologie mit aktueller Turbo-Aufladung und senken auf diese Weise ihren Kraftstoffbedarf - jeweils im Vergleich zum Vorgängermodell betrachtet - um 10 bis 20 Prozent. Hinzu kommt ein für den nordamerikanischen Markt vorgesehener Ford Focus mit rein batteriegestütztem Elektroantrieb, dessen Produktion 2011 anlaufen soll - der erste offiziell zu erwerbende Elektro-Pkw von Ford überhaupt.

Auf der Detroit Auto Show zeigt Ford den Focus mit einem 2,0 Liter großen Benziner aus der neuen EcoBoost-Motorenfamilie, die auf Direkteinspritzung und Turboaufladung in Verbindung mit einer variablen Ti-VCT-Steuerung (Twin Independent Variable Camshaft Timing) der beiden oben liegenden Nockenwellen setzt. Obwohl dieses für Nordamerika vorgesehene Aggregat rund 20 PS mehr leistet als der bewährte 2,0-Liter-Duratec-Motor, den es ablöst, ergibt sich eine Verbrauchseinsparung von gut 10 Prozent. Für den Einsatz in Europa ist eine 1,6-Liter-Variante dieser Benziner-Reihe vorgesehen.

Das große Potenzial der EcoBoost-Technologie kommt in Verbindung mit dem PowerShift-Automatikgetriebe und Doppelkupplungs-Technologie besonders zur Geltung. Das moderne Direktschaltgetriebe kombiniert die Effizienz eines Schaltgetriebes mit allen Komforteigenschaften einer Automatik. Dabei überzeugt es mit beispiellos schnellen Gangwechseln, die fast unmerklich und ohne Unterbrechung der Zugkraft vonstatten gehen.

 

Fahrqualität auf neuem Niveau

Agilität und ein sportlich-direktes Fahrverhalten stellten wichtige Punkte bei der Entwicklung dar. So verbinden die Macher Fahrqualität, Lenkpräzision und das Feedback des Fahrwerks mit signifikant verbessertem Federungs- und Abrollkomfort. Um diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen, erfuhr das bewährte Fahrwerks-Layout des Vorgängers eine tiefgreifende Überarbeitung. Dies betrifft die Schwertlenker-Hinterachse ebenso wie die vorderen und hinteren Fahrwerksrahmen.


Auch mit der Einführung des fortschrittlichen „Dynamic Cornering Control“-Systems optimiert Ford die Kurvenstabilität des Focus. Dabei regelt ein sogenanntes „Torque Vectoring“-System die Verteilung des Drehmomentes auf die angetriebenen Vorderräder. Effekt: Unerwünschtes Untersteuern wird reduziert und die Traktion ebenso wie das Einlenkverhalten optimiert.

Hinzu kommt eine vollständig neu entwickelte elektrische Servolenkung. Dank sorgfältiger Feinabstimmung überzeugt diese bei hohen Geschwindigkeiten mit klaren und präzisen Rückmeldungen, während die Macher die Lenkkräfte für Einparkmanöver auf ein Mindestmaß reduzieren konnten.


Interieur: Modernstes Komfort-Cockpit mit neuen Technologien

Das avantgardistisch designte Interieur im Cockpit-Stil setzt den äußeren Eindruck von Dynamik im Innenraum fort. Als markantes Detail erweist sich die geschwungen modellierte Mittelkonsole, deren Bedienelemente dank dieser Formgebung für den Fahrer besonders leicht zu erreichen sind.

Die Verarbeitungsqualität und die Güte der verwendeten Materialien sollen das Niveau von Premium-Limousinen höherer Segmente erreichen. Dies wird durch die moderne Kraft der Formen, die beinahe skulpturhafte Gestaltung des mit einer Soft-Touch-Oberfläche versehenen Instumententrägers und hochwertige Stoffe zusätzlich betont.

Die globale Ausrichtung der neu entwickelten C-Segment-Fahrzeugarchitektur von Ford, inklusive der damit verbundenen Stückzahlen von bis zu zwei Millionen Einheiten jährlich, eröffnet auch der nächsten Generation des Ford Focus den Zugang zu Ausstattungsdetails, die erst dank dieser Mengeneffekte kosteneffizient darstellbar sind.

 

Das attraktive Modell aus der kompakten Mittelklasse möchte seine Käufer weltweit mit zahlreichen hochmodernen Technologie-Features überraschen, die selbst in deutlich teureren Fahrzeugen höherer Kategorien noch erstaunen würden.


Als Beispiel zu nennen wäre die jüngste Entwicklungsstufe des hochmodernen Bedienkonzeptes HMI (Human Machine Interface), auf dem amerikanischen Markt auch unter der Bezeichnung „MyFord“ bekannt. In den gehobenen Ausstattungslinien des Ford Focus kommt die höchste Entwicklungsstufe des HMI zum Einsatz, das Fahrerinformations-System „Convers+“ samt farbigem 8-Zoll-Touchscreen.

MyFord bietet dem Fahrer einen deutlich vereinfachten Zugriff auf alle wesentliche Fahrzeug-Iinformationen, Entertainment-Systeme und sonstige Zusatzgeräte, die via Bluetooth eingebunden werden. Das System führt die traditionelle Aufteilung des Armaturenträgers - Instrumententafel hinter dem Lenkrad plus Mittelkonsole mit Bedienelementen - fort und erweitert sie um zusätzliche LCD-Displays, die viele der visuell aufbereiteten Informationen transportieren.


Welche und wie viele Informationen dabei den Fahrer erreichen, entscheidet dieser selbst. Die Auswahl trifft der Fahrer über eine Kombination aus Spracheingabe-System und praktischen Bedieneinheiten in den beiden horizontalen Lenkradspeichen. Diese zweidimensionalen 5-Wege-Schaltwippen mit mittlerer Auswahltaste steuern das leicht nachvollziehbar strukturierte Menü der LCD-Displays, dessen bewährte Bedienlogik ebenfalls jener moderner Handys entspricht.

Hinzu kommt die aktuellste Generation des leistungsfähigen „Sound & Connect“-Paketes (Bezeichnung in den USA: SYNC). Das System erleichtert via Bluetooth die Integration moderner Entertainment- und Kommunikations-Systeme, wie zum Beispiel MP3-Player oder Mobiltelefone, und zeichnet sich darüber hinaus durch eine nochmals präzisere Sprachsteuerung aus.

Weitere bemerkenswerte Ausstattungsdetails des neuen Focus sind das „Ford KeyFree“-System für schlüsselloses Ent- und Verriegeln, inklusive Startknopf im Armaturenbrett, eine Rückfahrkamera und ein halbautomatisches Einpark-System, das hilft, den Wagen präzise in längs zur Fahrtrichtung liegende Parklücken zu manövrieren.

2 Kommentare > Kommentar schreiben

14.01.2010

Von Vorne ganz ok, von hinten zu viel Volvo

13.01.2010

Vernünftig! Kann ich mir auch als tiefergelegte Limousine in schwarz mit schwarzen Felgen vorstellen. Ne, sieht wirklich nett aus und auch die Strategie scheint zu stimmen, ich hoffe es pers. . Man erkennt durchaus Ähnlichekeiten zu C-Max und Fiesta, was aber selbstverständlich ist und mich nicht stört. Gut finde ich auch, dass Ford mal von den "Strich-Heckleuchten" weggekommen ist. Durchaus ein Auto das ich kaufen würde, auch die jetztigen Focus Modelle sprachen mir bis jetzt zu.


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