Ford Focus RS500: Die limitierte Performance-Version

, 30.03.2010

Als pure Performance-Fahrmaschine entpuppt sich der neue Ford Focus RS500, der ab Mai 2010 erhältlich sein wird. Auf nur 500 Exemplare limitiert, strotzt der Focus RS500 mit 15 Prozent mehr Power als der bereits starke Focus RS. Für den Vortrieb des kompakten Sondermodells sorgen kräftige 350 PS, die der 2,5 Liter große Turbo-Fünfzylinder auf die Vorderräder überträgt. Auch optisch zeigt der Ford Focus RS500 mit seiner mattschwarzen Außenhaut sofort, wer der Raubritter auf der Straße ist.


Der Ford Focus RS500 - nur 55 Exemplare des Focus RS500 sind für Deutschland bestimmt, der Rest verteilt sich auf 19 andere europäische Länder - markiert das Ende des erfolgreichen Ford Focus RS, von dem im September 2010 die letzten Exemplare vom Band laufen werden. Plante Ford anfangs nur mit 7.000 bis 8.000 Einheiten, war der Erfolg des Kompakt-Sportlers so groß, dass die Serie auf 11.000 Exemplare erweitert wurde.

Antrieb: Kompakt-Sportler mit gewaltiger Power

Für die noch bissigere Power des Ford Focus RS500 sorgt eine Doping-Spritze für den Fünfzylinder. Statt 305 PS sind es nun 350 PS bei 6.000 U/min. Das Drehmoment wuchs derweil von 440 Nm auf 460 Nm, die über ein breites Drehzahlband von 2.500 bis 4.500 Touren anliegen und damit den Speed-Charakter weiter unterstreichen.


So ausgerüstet, vergehen für den Spurt von 0 auf Tempo 100 nur 5,6 Sekunden. Bei Bedarf ist der Ford Focus RS500 insgesamt 265 km/h schnell. Beim herkömmlichen Ford Focus RS sind es zum Vergleich 5,9 Sekunden für den klassischen Sprint und eine identische Höchstgeschwindigkeit.

Für das dicke Plus an Power insbesondere verantwortlich zeichnen ein stärkerer Lader, ein größerer Luftfilter, eine modifizierte Benzinpumpe und eine weiter optimierte Abgasanlage, die auch einen noch stärkeren Sound entlässt. Auf all diese Komponenten stimmten die Macher anschließend die Motorelektronik ab und testeten das Fahrzeug mit einem Test-Marathon von 10.000 Kilometern auf der Nürburgring-Nordschleife.

 

350 PS auf die Vorderräder? Klingt brachial und ist es auch. Aber der Ford Focus RS bewährte sich: Im Mittelpunkt steht die sogenannte „Revo“-Vorderradaufhängung, die in Kombination mit einer drehmomentorientiert arbeitenden Quaife-Differenzialsperre die auf die Lenkung einwirkenden Antriebskräfte reduziert und auf diese Weise ein typisches Manko leistungsstarker, üppig bereifter Fronttriebler auf unebenen Fahrbahnen oder Straßen mit ungleichmäßig verteilter Haftreibung beseitigt.


Optik: Der mattschwarze Raubritter

Bereits im Stand strahlt der Ford Focus RS500 pure Dynamik und echte Sportlichkeit aus, die einen brachialen Vorwärtsdrang vermittelt. Diesen gewaltigen Eindruck unterstreicht die Außenfarbe in “Matt Schwarz”. Allerdings handelt es sich dabei um eine Folie von 3M. Das Werk verlässt der Ford Focus RS500 in „Panther Schwarz Metallic“ und erhält anschließend den Überzug mit der schützenden Folie.

Sollte die Folie beschädigt sein, lässt sich ein Teilstück von einem der europaweit agierenden 3M-Mitarbeiter austauschen, der zum entsprechenden Ford-Stützpunkt kommt, was günstiger sein dürfte als eine Neulackierung.


Markante Akzente setzen einhergehend mit der matt schwarzen Außenhaut das schwarz glänzende Finish des unteren Kühlergrills. Auch der Frontsplitter, der Heckspoiler und der mächtige Diffusor erhielten das elegante Finish.

Die groß dimensionierten Radhäuser füllen 19-Zoll-Felgen mit einer Lackierung in „Schwarz Metallic“ perfekt aus. Ford bestückt die Felgen mit Reifen im Format 235/35. In den Rädern verbirgt sich derweil eine Hochleistungsbremsanlage mit 336 Millimeter messende innenbelüftete Scheiben vorne und 300-Millimeter-Scheiben an der Hinterachse.

 

Alles schwarz? Nein, kleine farbliche Akzente setzen bei dem kompakten Raubritter die rot lackierten Bremssättel, blaue RS-Logos an den Seiten und das extra gefertigte blau-rote RS500-Logo am Heck.


Interieur: Extra-Features und fast Komplettausstattung

Im Interieur setzt sich die prägnante, dem Charakter des Ford Focus RS500 angemessene sportliche Ausrichtung nahtlos fort. Das Sondermodell erhält einige Extra-Features, die nur dem RS500 vorbehalten sind. Die Mittelkonsole trägt ferner eine handgravierte Plakette mit der fortlaufenden Seriennummer.

Führt Ford die Kontrastnaht beim herkömmlichen Focus RS in Blau aus, so kommt diese beim RS500 in Rot zur Geltung, wie zum Beispiel beim Leder des Lenkrades, den Türeinsätzen, am Schalthebel und den Fußmatten. Die Kunden können sogar die Recaro-Sportsitze komplett mit rotem Leder beziehen lassen, um den visuellen Effekt weiter zu betonen.


Die Serienausstattung des Ford Focus RS500 ist besonders umfangreich. Nur zwei Optionen sind vorhanden: ein DVD-Navigationssystem mit Touchscreen-Monitor sowie der komplett rote Lederbezug für die Sportsitze.

Serienmäßig vorhanden sind unter anderem eine 2-Zonen-Klimaautomatik, eine beheizbare Windschutzscheibe, eine Einparkhilfe am Heck, eine Reifendruckkontrolle, Licht- und Regensensoren und ein automatisch abblendender Innenspiegel. Dazu kommen ein schlüsselloses Startsystem, ein Bluetooth- und USB-Anschluss und ein Audio-System von Sony mit 6fach CD-Wechsler.

9 Kommentare > Kommentar schreiben

24.04.2010

[QUOTE=BMW Power;92009]Julian, was bringen dir Meinungen von anderen? Teste den RS selbst um dir eine Menung zu bilden;)[/QUOTE] Wenn mir mal einer über den Weg läuft werde ich das sicherlich machen, so lange vertraue ich uneingeschränkt auf die professionelle Meinung von unserem Auto-Tester Romi!

23.04.2010

Julian, was bringen dir Meinungen von anderen? Teste den RS selbst um dir eine Menung zu bilden;)

23.04.2010

[QUOTE=evotecracing;89426]Ich verstehe Ford nicht ... Warum bei der Power kein Allrad drin ist ... Mit Allrad würden viel mehr Kunden zum RS greifen;)[/QUOTE] Naja bei der Komplettausstattung können zusätzliche Pferdchen nicht schaden... Gut, so sehr wird das jetzt auch nicht ins Gewicht fallen. Wo man ansetzen könnte; würde es sich überhaupt auszahlen, ein Allradsystem einzubauen (Gewicht, Kosten, sonstiger anfallender Aufwand) ? Die Tester sind eigentlich vollen Lobes was das Fahrverhalten des RS angeht bzw. wie gut die 305 PS auf der Vorderachse gebändigt wurden. Aber irgendwo hat der Frontantrieb doch seine Nachteile, bei 350 PS / frühen 460 NM könnte man das Konzept etwas anzweifeln... Wenn wir Allrad sehen wird es aber bestimmt (hoffentlich) kein "Pseudo-Allrad 90:10" sein - die Vorteile müssen klar ersichtlich zu spüren sein, mehr als beim GTI vs R32. Spätestens beim 500PS Focus RS :träller:

06.04.2010

Ich brauch mir nicht in irgendeinem R-Forum Meinungen durchlesen, wenn ich aus erster Hand (von Auto-Testern) Meinungen zum Focus RS habe, welche den Wagen auf Herz und Nieren geprüft haben!

06.04.2010

Dann lies dir ma im .:R - Forum die Meinungen zum RS durch ... [url=http://www.r32-club.de].: R32-Club.de - Golf R32 Forum & Golf R32 Fan-Community[/url] ;)

06.04.2010

[QUOTE=evotecracing;89426]Ich verstehe Ford nicht ... Qarum bei der Power kein Allrad drin ist ... Mit Allrad würden viel mehr Kunden zum RS greifen;)[/QUOTE] Sagt wer? Alle die bisher einen Focus RS gefahren sind, sagen, dass Sie von der Traktion und Handling positiv überrascht waren. Wer braucht heutzutage schon so ein Pseudo Allrad?!

06.04.2010

Ich verstehe Ford nicht ... Warum bei der Power kein Allrad drin ist ... Mit Allrad würden viel mehr Kunden zum RS greifen;)

31.03.2010

Das war in der Tat mein Tippfehler - in einem anderen Thread schrieb ich sogar noch die 265 km/h korrekt rein. Danke für den Hinweis!

31.03.2010

Die matte Lackuierung sieht am RS500 sehr geil aus ... @ Christian: Dir ist ein Fehler bei den Daten unterlaufen ;) Laut WCF rennt der RS500 265 Km/h ;)


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