Ford Mustang Cobra Jet Concept: Neue Wege zur brutalen Kraftausbeute

, 25.11.2012


Bis zum heutigen Zeitpunkt sorgte Ford dafür, dass der Mustang Cobra Jet seiner Konkurrenz immer einen Schritt voraus war und das soll sich beim erfolgreichsten, serienbasierten Dragrace-Fahrzeug in Zukunft nicht ändern. Zeit für ein neues Ford Mustang Cobra Jet Concept.


Als die allerersten Ford Mustang Cobra Jets im Jahre 1968 aus der Fabrik rollten, besaßen diese massive 7.0-Liter-V8-Motoren und blubberten mit einer Menge Drehmoment über die Dragstrips der USA. Heute sind es zwar immer noch verhältnismäßig große Motoren, mit 5,0 Litern Hubraum aus 8 Zylindern, jedoch ein gutes Stück unter den früheren Werten, was den Fahrleistungen allerdings keinen Abbruch tut. So entwickelte sich der Ford Mustang Cobra Jet in den letzten vier Jahren nicht nur zu einem Liebling der Fans, sondern auch zum geschätzten Fahrzeug vieler Fahrer und Mechaniker.

Bereits auf den ersten Blick fällt jedem Betrachter auf, dass hier kein normaler Ford Mustang steht. Während die Macher die Front noch relativ seriennah hielten, wird spätestens an der Hinterachse deutlich, womit man hier rechnen muss. Die Seitenlinie wirkt äußerst seriennah - lediglich durch die nach hinten aufsteigende Form könnte der Kenner erraten, dass dies ein Dragrace-Fahrzeug ist. Spätestens die großen Ballonreifen an der Hinterachse verraten den Rest.

Die Folierung, welche diese Cobra erhielt, besteht aus einem asymmetrischen Streifen der sich über das komplette Fahrzeug zieht. Auf der Seite schmückt jeweils eine große Cobra mit aufgestelltem Hals das ansonsten komplett weiße Fahrzeug. Einen Heckspoiler ließen die Macher ebenso weg wie unnötige, gewichtsbringende Verkleidungen im Innenraum. Im Interieur regiert purer Rennsport: Neben einem massiven Käfig, welcher der Sicherheit der Insassen dient, verbaute Ford zwei dünne, gewichtsoptimierte Schalensitze, eine Mittelkonsole aus purem Carbon mit gerade einmal vier Anzeigen und ein abnehmbares Lenkrad.

Bei der Technik griffen die Macher etwas tiefer in die Trickkiste. Durch das Downsizing des Motorblocks musste Ford Wege finden, dennoch eine Menge Pferde unter der Haube versammeln zu können; denn das ist einer der wichtigsten Faktoren bei einem Dragrace. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten: eine davon wäre ein 2,9 Liter großer Kompressor. Neben zahlreichen Vorteilen bieten Kompressoren allerdings auch einige Nachteile, wie zum Beispiel deren Leistungsverbrauch. Der zuvor genannte Kompressor braucht beispielsweise 100 PS, die normalerweise der Beschleunigung dienen sollen.


Da Ford einen solchen Leistungsverlust nicht einfach hinnehmen kann, verbauten die Macher zwei Turbolader, die, durch die Abgase angetrieben, verdichtete Luft in den Motorraum pressen und somit mehr Leistung generieren. Bei den verbauten Turbos handelt es sich um die kleinsten Turbolader, die aktuell in einem Dragrace-Auto verbaut sind und aus dem Ford Focus ST stammen. Dies ist sicher der Tatsache geschuldet, dass alle verbauten Motorzusatzteile, wie zum Beispiel Turbolader, aus der Serienproduktion stammen müssen. Ansonsten ist die Teilnahme bei den internationalen Dragrace-Events nicht erlaubt.

Durch einige Modifikationen, wie zum Beispiel die Fertigung der Turbinen-Räder aus Titan-Aluminium, gelang es den US-Amerikanern von Ford, die Rotationsträgheit um bis zu 50 Prozent gegenüber der Serienversion zu senken. Dadurch lässt sich die benötigte Leistung nun viel schneller abrufen, was wiederum eine schnellere Beschleunigung ermöglicht. Über die genauen Leistungsdaten informierte Ford noch nicht.

Wer sich nun unsicher ist, ob diese Motoren auch haltbar sind, dem sei gesagt, dass Ford jeden neu entwickelten Antriebsstrang für Rennfahrzeuge hunderte Stunden auf dem Prüfstand testet, bevor dieser das Okay bekommt, in die jeweiligen Fahrzeuge eingebaut zu werden. Bei den Motoren läuft die Sache nicht groß anders ab. Hier testet Ford die Neuentwicklungen mit ca. 50 Fahrten auf dem Dragstrip.

Die Preise für den neuen Ford Mustang Cobra Jet sind noch unbekannt. Wie man die US-Amerikaner jedoch kennt, dürften die Preise und die Leistung in einer sehr guten Kombination auftreten.

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