Ford Mondeo 2013: Ein ganz großer Wurf

, 07.10.2012


Eine neue emotionale Formensprache mit Biss kennzeichnet die 5. Generation des Ford Mondeo, der ab der zweiten Jahreshälfte 2013 in Deutschland auf den Markt kommt. Der neue Mondeo sieht nicht nur sehr gut aus, sondern besticht darüber hinaus durch edle Materialien für ein Premium-Ambiente, fortschrittlichste Technologien und einem ganzen Paket an Komfortfunktionen, um VW Passat & Co. anzugreifen. Als Novum im Segment offeriert Ford den Mondeo neben effizienten Benzin- und Diesel-Motoren auch als viertürige Hybrid-Limousine. Besonderer Coup: Der neue Mondeo dürfte voraussichtlich das sparsamste Modell seiner Klasse werden.


Design: Optisch ein neues Erlebnis

Ford bringt den neuen Mondeo als viertürige Stufenheck-Limousine, als Fünftürer mit Fließheck und als Turnier (Kombi) auf den Markt. Bei der Gestaltung setzten sich die Macher zum Ziel, den Mondeo auch optisch in ein einzigartiges Erlebnis zu verwandeln, was Ford absolut gelungen ist. Besonders prägnant ist das neue Markengesicht: Die Frontpartie des neuen Mondeos prägen eine dynamisch geformte Motorhaube und der für die Marke typische Kühlergrill in Trapezform, der jetzt ein nochmals größeres Selbstbewusstsein ausstrahlt und ein wenig an Aston Martin erinnert. Dabei wird das weit aufgerissene Haifisch-Maul von zwei scharf geschnittenen LED-Scheinwerfern flankiert, die den angriffslustigen Auftritt weiter unterstreichen.

Die niedrige Dachlinie betont die coupéhafte Silhouette und die schlanke Seitenansicht des 4,869 Meter langen, 1,852 Meter breiten und 1,476 Meter hohen Fahrzeugs, ohne Kompromisse in Bezug auf das üppig dimensionierte und ergonomisch gestaltete Interieur in Kauf zu nehmen. Für die Kombiversion Turnier steht auf Wunsch ein großzügiges Panorama-Schiebedach zur Verfügung, das dem lichtdurchfluteten Innenraum eine besonders angenehme Leichtigkeit verleiht.

Raffiniert ausmodellierte Oberflächen zeigen, dass man auf optische Zusatzelemente oder visuelle Spielereien verzichten kann. Der Schwung, mit dem sich die Linien bis in den Heckbereich erstrecken, unterstreicht im Zusammenspiel mit den zierlich wirkenden Dachsäulen den leichtfüßigen und sportlichen Auftritt dieser neuen Baureihe.

Weitere Akzente setzen neben den kraftvollen Formen die adaptiven LED-Scheinwerfer, die bislang kein Wettbewerber in diesem Segment anbietet. Ihre Besonderheit: Erstmals bei einem Modell von Ford werden sowohl das Abblend- als auch das Fernlicht sowie die Blinker-Funktion komplett von lichtemittierenden Dioden übernommen. Die LED-Scheinwerfer verfügen über ein adaptives Kurvenlicht und passen sich in puncto Leuchtstärke sowie Leuchtweite automatisch der jeweiligen Geschwindigkeit an: Bei höherem Tempo unterstützen die Scheinwerfer mit einer größeren Ausleuchtungstiefe den Weitblick, bei langsamerer Fahrt bieten sie ein deutlich breiteres Sichtfeld.


Antrieb: Starke Antriebspalette mit hoher Kraftstoffeffizienz

Bei den Benzinern haben die Kunden zum Marktstart die Wahl zwischen einem 2.0-Liter-EcoBoost-Benziner mit 240 PS und 340 Nm Drehmoment sowie einer 1.6-Liter-Variante mit 180 PS und 233 Nm. Hinzu kommt der Einsatz des preisgekrönten 1.0-Liter-EcoBoost-Dreizylinder-Motors mit 120 PS, mit dem Ford eine neue Marke in der oberen Mittelklasse setzen möchte. Dieser 120 PS starke Motor ist trotz seiner nur drei Zylinder antriebsstark, laufruhig und vor allen Dingen hocheffizient und dürfte Ford vermutlich den Titel als sparsamstes Modell im Segment bescheren.

Bei den Selbstzündern setzt Ford auf die bewährten Duratorq-TDCi-Turbodiesel mit 1,6 Litern und 2,0 Litern Hubraum. Eine ECOnetic-Modellversion mit 1.6-Liter-Duratorq-TDCi-Turbodiesel soll durch besonders niedrige Verbrauchs- und Emissionswerte bestechen und Klassenbestwerte erzielen. Genaue Daten nannte Ford noch nicht. Erstmals in der Geschichte der Mondeo-Baureihe erscheint eine Variante mit Diesel-Triebwerk und Allradantrieb, welche die konzeptspezifischen Handlings- und Traktionsvorteile mit günstigen Verbrauchswerten vereint.

Mit dem viertürigen Mondeo HEV (Hybrid Electric Vehicle) präsentiert Ford in Europa erstmals einen Serien-Pkw mit Hybrid-Technologie. Für den Vortrieb sorgt ein eigens entwickelter 2.0-Liter-Benziner in Kombination mit einem 35 kW/48 PS starken Elektromotor, der seine Energie aus einer leichten und leistungsfähigen Lithium-Ionen-Batterie bezieht und besonders niedrige Verbrauchswerte erzielen soll. Für die Kraftübertragung des Hybrid-Modells sorgt ein stufenloses CVT-Getriebe. Ansonsten kommen ein 6-Gang-Schaltgetriebe und eine 6-Gang-Automatik für die Front-Allradmodelle zum Einsatz.

Auf Fahrwerksseite dürfen sich Mondeo-Kunden neben der energiesparenden elektrischen Servolenkung EPAS auf eine umfangreich überarbeitete Aufhängung freuen, die das von Ford bekannte hohe Niveau von Handling und Fahrdynamik nochmals verfeinert. Als zentrale Neuerung erweist sich die hochmoderne Integrallenker-Hinterachse, die spürbar den Fahrkomfort verbessern und die wahrnehmbaren Rollgeräusche vor allem für die Passagiere auf der Rückbank reduzieren soll.

Interieur: Premium-Atmosphäre und Oberklasse-Features

Im Innenraum glänzt das neue Topmodell mit einem hohen Ergonomie- und Komfortniveau sowie einer erstklassigen Verarbeitung. Im neugestalteten Innenraum kreierten die Designer eine ausgesprochen ergonomische und komfortable Umgebung für alle Passagiere sowie ein betont fahrerorientiertes Cockpit. Stimmig arrangierte und angenehme Soft-Touch-Materialien schaffen zusammen mit umfassenden Ausstattungs-Details eine Premium-Atmosphäre wie es diese nie zuvor im Mondeo gab.

 

Das Multimedia-Konnektivitätssystem „Ford SYNC“ mit Touchscreen dürfte im Segment des Mondeos in dieser Form aktuell ein Alleinstellungsmerkmal darstellen. Außer einer Sprachsteuerung umfasst das System einen zentralen 8-Zoll-Touchscreen und eine vielseitige Schnittstellen-Technologie, unter anderem Anschlüsse für zwei USB-Sticks, SD Card und Audio/Video.


Dank integriertem WLAN-Hotspot lassen sich bis zu fünf Mobilgeräte gleichzeitig mit dem Internet verbinden. Größter Vorteil von „Ford SYNC mit MyFord Touch“ und integrierter Sprachsteuerung: Der Fahrer kann zum Beispiel die Klimatisierung, die Audioanlage und das Navigationssystem bedienen, ohne dabei die Hände vom Lenkrad nehmen oder den Blick vom Verkehrsgeschehen abwenden zu müssen.

Die erste elektrisch einstellbare Lenksäule mit Memory-Funktion von Ford erleichtert es dem Fahrer, schnell eine angenehme und sichere Sitz- und Lenkposition zu finden. Ein besonderes Komforterlebnis versprechen die zehnfach einstellbaren Multikontur-Vordersitze, die zudem über eine Massagefunktion verfügen. Der lederbezogene Lenkradkranz des neuen Mondeo lässt sich beheizen - speziell im Winter eine angenehme Besonderheit.

Die Assistenten in entscheidenden Situationen

Der neue Ford-Markenslogan „Eine Idee weiter“ spiegelt sich an Bord des neuen Mondeos in Bezug auf die Sicherheits-Technologien für die Passagiere auf der Rückbank wider, die von fortschrittlichen Gurt-Airbags profitieren. Im Falle eines Falles entfaltet sich innerhalb weniger Millisekunden ein Luftsack um Torso und Schulter, der die bei einem Aufprall entstehenden Kräfte fünf Mal besser verteilt als ein konventioneller Sicherheitsgurt, um die Gefahr von Kopf-, Nacken- und Oberkörperverletzungen für die hinten sitzenden Insassen weiter zu minimieren.

Eine Vielzahl an Fahrerassistenz- und Komfortfunktionen kennzeichnen den neuen Mondeo. Diese sollen das Leben an Bord noch sicherer, noch einfacher und noch angenehmer gestalten. Die Systeme basieren auf Sensoren, Kameras und Radarsystemen, die dem Fahrzeug ebenso wie dem Fahrer völlig neue Möglichkeiten und Vorteile bieten. So passt der neue Ford Fusion die eigene Geschwindigkeit automatisch den wechselnden Verkehrssituationen an, unterstützt das Halten der Spur, identifiziert geeignete Parkplätze entlang der Straße und hilft beim Ein- ebenso wie beim Ausparken, falls die Sicht versperrt ist.


Einige Fahrer-Assistenzsysteme im Überblick

Ein weiterentwickelter Einpark-Assistent (Advanced Active Park Assist) erleichtert dem Fahrer das Rückwärtseinparken in den unterschiedlichsten Szenarien. Besonders bemerkenswert ist die Möglichkeit, den Mondeo jetzt auch automatisch in rechtwinklig oder schräg zur Fahrtrichtung angeordnete Parkboxen zu manövrieren - der Fahrer braucht nur noch das Gaspedal und die Bremse zu bedienen.

Ebenso steht ein Fahrspurhalte-Assistent (Lane Keeping Aid) zur Verfügung: Eine in den Rahmen des Rückspiegels integrierte Frontkamera scannt fortlaufend den Bereich vor dem Fahrzeug und ermöglicht damit dem Rechner, die Position des Fahrzeuges in Relation zu den Straßenmarkierungen zu bestimmen. Steuert das Fahrzeug zu nah an oder über die Seitenbegrenzung oder die Mittellinie hinaus, warnt das System den Fahrer über Vibrationen im Lenkrad vor der drohenden Gefahr und unterstützt den Fahrer durch einen zeitlich begrenzten Lenkeingriff der elektrischen Servolenkung beim Zurücklenken in die Fahrspur.

Die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage (Adaptive Cruise Control) basiert auf der Geschwindigkeitsregelanlage (Cruise Control) und hilft dem Fahrer, einen zuvor definierten geschwindigkeitsabhängigen Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen automatisch einzuhalten. Erkennt das System mittels Radarsensor ein vorausfahrendes Fahrzeug, reduziert es selbsttätig das vorgewählte Tempo und passt sich der Geschwindigkeit des Vordermannes an.

Ein weiteres Feature der umfangreichen Technologien stellt der Tote-Winkel-Assistent BLIS (Blind Spot Information System) dar: Via LED-Leuchten in den beiden Außenspiegeln warnt dieses System den Fahrer bei Spurwechseln vor Verkehrsteilnehmern, die sich im schwierig einsehbaren „toten Winkel“ links oder rechts neben dem eigenen Wagen befinden.

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