Ford Shelby Mustang GT500 Cobra: Letzter Gruß mit 850 PS

, 21.08.2012


Der Name „Shelby“ zergeht Autoenthusiasten mit Passion auf der Zunge. Doch am 10. Mai 2012 verstarb der legendäre Tuner und Sportwagen-Konstrukteur im Alter von 89 Jahren. Ihm zu Ehren enthüllten die Rennsportabteilung von Ford und die Shelby-Mitarbeiter den 850 PS starken Shelby Mustang GT500 Cobra. Besser und stärker hätte die Hommage nicht ausfallen können, verband Ford und Shelby schließlich eine mehr als 60-jährige gemeinsame, sehr erfolgreiche Geschichte. Das Sondermodell setzt Carroll Shelbys faszinierende Idee in die Tat um, den aktuellen Shelby Mustang GT500 in eine wahre Cobra zu verwandeln.


Unter dem Markennamen „Cobra“ entwickelten Ford und Shelby in den vergangenen sechs Jahrzehnten zahlreiche Hochleistungsfahrzeuge. Mit seinen leistungsgesteigerten und für den Renneinsatz optimierten Versionen der AC Cobra sowie den GT40 und Mustang-Modellen von Ford hatte Shelby ab den frühen 1960er-Jahren maßgeblich Anteil am damals ausgezeichneten Ruf der Marke in puncto Performance-Automobile.

Edsel Ford II. (Vorstandsmitglied der Ford Motor Company), Jim Farley (Vize-Präsident Sales und Marketing) und John Luft (Präsident von Shelby American) stellten den einzigartigen Shelby Mustang GT500 Cobra im Rahmen der „Rolex Monterey Motorsports Reunion“ in Kalifornien vor.

Auf Basis des serienmäßigen Shelby Mustang GT500 des Modelljahres 2013 mit dem 5,8 Liter großen und 662 PS starken V8-Motor entwickelten die „Friends of Carroll Shelby“ ein spektakuläres Einzelstück. Unter der deutlich verbreiterten Karosserie sorgt nun ein 4.0-Liter-V8 mit Kompressoraufladung und mehr als 850 PS für einen Vortrieb, der ganz im Sinne des ikonischen Entwicklers gewesen wäre. Damit die schiere Kraft nicht wortwörtlich in Rauch aufgeht, sorgen an der Hinterachse mächtige Niederquerschnittsreifen im Format 345/30 ZR 20 für die Extraportion Grip.

Bei zahlreichen zentralen Details des faszinierenden Sondermodells arbeitete Ford eng mit den Experten von Shelby American zusammen. Die versierten Fahrzeugveredeler steuerten unter anderem die markant gestaltete Motorhaube, den Wide-Body-Kit für das Fahrzeugheck, eine der Leistungssteigerung angepasste Bremsanlage sowie die 20-Zoll-Leichtmetallfelgen für Vorder- und Hinterachse bei. Als Lackierung für den Shelby Mustang GT500 Cobra wählten die „Friends of Carroll Shelby“ das bekannte „Guardsman“-Metallicblau, inklusive weißer Doppelstreifen – die traditionelle Lackierung der legendären Shelby Cobras aus den 1960er-Jahren.


Mehr als ein halbes Jahrhundert lang dienten Carroll Shelbys Ideen zur Inspiration der Designer und Ingenieure innerhalb der großen Ford-Familie. So arbeitete beispielsweise Edsel Ford II., Großenkel des Firmengründers Henry Ford, als Teenager für Shelby. Zu seinen vielfältigen Aufgaben zählte dabei unter anderem das Reinigen von Getriebekomponenten.

Im Laufe der Jahrzehnte wirkte Shelby mit zahllosen Ingenieuren zusammen - angefangen bei jenen, die den legendären Ford GT40 auf die Räder stellten, bis zu jenen, die am Shelby Mustang GT500-Projekt beteiligt waren. Bis zu seinem Tod verschrieb sich der charismatische „Petrol-Head“ der Entwicklung herausragender Hochleistungs-Sportwagen. Selbst mit 88 Jahren absolvierte er Ende 2011 auf der Rennstrecke von Sebring in Florida sowie in einem Entwicklungszentrum in Arizona jeweils über fünfstündige Testfahrten. Dabei trieb Carroll Shelby seine letzte Kreation bis ans Limit: den Shelby GT500, schnellster Serien-Mustang aller Zeiten.

Während und nach den Testfahrten nahm sich Caroll Shelby stets Zeit, sich stundenlang mit den Ingenieuren auszutauschen - Meetings, die keiner der Beteiligten jemals vergessen wird. An seiner Expertise im Bereich Fahrdynamik können sich auch noch kommende Generationen von Fahrzeugentwicklern orientieren.

Die Ingenieure aus der Produktentwicklung von Ford werden zudem auf eine weitere Art täglich an Carroll Shelby erinnert. Ford benannte eine der zentralen Straßen auf dem Gelände des Entwicklungszentrums in Dearborn (Michigan) in „Carroll Shelby Way“ um. Passenderweise führt diese Straße direkt zur Einfahrt der Teststrecke.

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