GM und Opel: Autonome Fahrtechnologie geht in 2 Jahren in Serie

, 09.09.2014


Die Zukunft hat begonnen: Bereits in zwei Jahren wird General Motors (GM) sein erstes Auto mit Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation auf den Markt bringen. Damit nicht genug: Der Autobauer, zu dem auch Opel gehört, will im gleichen Zeitraum hoch autonome Fahrtechnologie in Serie anbieten, so Mary Barra, Vorstandsvorsitzende von GM. Als Technologieträger dient GM kein Geringerer als der Opel Insignia, der bereits bei geringer und hoher Geschwindigkeit automatisiert fahren kann.


Opel Insignia als Technologieträger

Der mit intelligenten und vernetzten Technologien ausgerüstete Opel Insignia wird auf der Südseite der Detroiter Stadtinsel „Belle Isle“ im Einsatz sein. Das Fahrzeug, ausgestattet mit Kameras, optischen LiDAR-Laser-Sensoren (Light Detection And Ranging), Fahrzeug-zu-Fahrzeug- (Vehicle-to-Vehicle, V2V) und Fahrzeug-zu-Infrastruktur-Kommunikation (Vehicle-to-Infrastructure, V2I), zeigt die Möglichkeiten vernetzter Mobilität etwa bei niedrigen Geschwindigkeiten wie im städtischen Stop-and-go-Verkehr als auch bei automatisierten Fahrten in Autobahntempo.

Sechs LiDAR-Sensoren in den Stoßfängern des Insignias scannen das einfallende Licht, um Objekte aller Art rund um das Fahrzeug zu identifizieren. Die vorwärts gerichtete Kamera am Dach des Insignias erkennt derweil Fahrbahnmarkierungen und weitere Objekte. Die Technik zur Kommunikation von Fahrzeug-zu-Fahrzeug und von Fahrzeug-zu-Infrastruktur integrierten die Macher in einer Antenne auf dem Autodach, die Informationen mit anderen Objekten austauscht, die dem Insignia begegnen. Für eine genaue Positionsbestimmung auf der Straße sorgen GPS-Daten.

Alle gesammelten Informationen fasst schließlich die „Sensor Fusion“-Technologie zusammen, die eine 360-Grad-Beobachtung des Fahrzeugs und eine genaue Objekterkennung ermöglicht.


Chevrolet EN-V 2.0: Das Konzeptfahrzeug der nächsten Generation

Der Chevrolet EN-V 2.0 (Electric Networked-Vehicle) stellt die Blaupause für die neuesten Entwicklungen bei der Vernetzung von Fahrzeugen dar. Nach dem Debüt des ursprünglich zweirädrigen EN-V-Konzeptfahrzeugs im Jahr 2010 verfügt die Weiterentwicklung über einen Vierradantrieb und kombiniert ferner ein Kamerasystem, LiDAR-Sensoren und eine ausgeklügelte Fahrzeug-Kommunikation (Vehicle-to-X V2X), um Elektromobilität ohne Hände am Lenkrad bei moderaten Geschwindigkeiten zu ermöglichen.

Für die autonome Fahrt bei niedrigem Tempo teilt sich der EN-V 2.0 viele Technik-Features mit dem Technologieträger Opel Insignia. Das kleine Elektro-Konzeptfahrzeug richteten die Macher jedoch konsequent für die Nutzung bei niedriger Geschwindigkeit aus. Auf Detroits Stadtinsel werden der Chevrolet EN-V 2.0 und der Opel Insignia dieselbe Straße befahren und miteinander interagieren.

Fahrzeug-zu-Fußgänger-Kommunikation als Demonstrations-Technologie

GM präsentiert außerdem weitere potenzielle Einsatzmöglichkeiten für die Fahrzeug-zu-Fußgänger-Kommunikation im Chevrolet Cruze. Auf Belle Isle installierte GM Baustellen-Attrappen und die Teilnehmer werden in Richtung dieser Attrappen gefahren. Schaufensterpuppen als künstliche Bauarbeiter befinden sich derart im Baustellenbereich, dass sie für den Fahrer und alle weiteren Passagiere im Voraus nicht sichtbar sind.

Die künstlichen Bauarbeiter tragen dabei Armbänder, die mit dem sich nähernden Cruze Kontakt aufnehmen. Warnleuchten im Head-up-Display, das wichtige Daten und Hinweise direkt in die Frontscheibe projiziert, warnen den Fahrer rechtzeitig. In der Zukunft könnte die Fahrzeug-zu-Fußgänger-Kommunikation in weitere Lebensbereiche integriert werden und damit die Aufmerksamkeit von Autofahrern für Fußgänger verbessern.

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