Gumpert Explosion: Kompakte Rakete mit 420 PS

, 08.03.2014


Eigentlich für tot erklärt, meldet sich Gumpert mit einem neuen Investor und einer Explosion zurück, die es in sich hat. Diesmal ist es kein purer Rennsport in einem umgedrehten Flugzeug auf Rädern namens Apollo - auch wenn der neue Gumpert Explosion zur Rundkurshatz bestens in der Lage wäre. Es ist viel schlimmer: Ein rassiger Sportwagen, der aus einem 2,0 Liter kleinen Vierzylinder-Motor imposante 420 PS mit einem Drehmoment von 520 Nm holt und die Kraft auf alle vier Räder verteilt.


Diese Power sorgt für einen katapultartigen Startsprint, der an die Tür der 3,0-Sekunden-Marke von 0 auf 100 km/h klopft. Das sind Beschleunigungswerte wie bei einem Motorrad. Die Höchstgeschwindigkeit soll sogar über 300 km/h betragen. Mit weiteren Zutaten bedeutet dies: Fahrspaß mit positiven und negativen Beschleunigungswerten, die sonst Rennsportwagen bieten. Bei Gumpert jedoch für die Straße.

Wo sich dieses Auto am wohlsten fühlt, lässt sich schnell erahnen. Der Ausblick hat auf jeden Fall etwas mit Serpentinen, Bergen und Meer zu tun. Es steht zu erwarten, dass der Gumpert Explosion zu jenen gehört, deren Rücklichter innerhalb einer Kehre aus dem Sichtfeld verschwinden.

Gumpert erreicht die phänomenalen Werte durch konsequenten steifen Leichtbau via Gitterrohrrahmen und einer Karosseriehülle aus einem Carbon-, GFK- und Aluminiummix. Scharfe Kanten, kurze Überhänge und ein angriffslustiger Look prägen den optischen Auftritt des Gumpert Explosion. Die flach gezeichneten Scheinwerfer erinnern an ein böses Raubtier, das nur darauf wartet, seine Beute durch die mächtigen Lufteinlässe an der Front zu verschlingen.


Die flache Dachlinie des zweisitzigen Sportwagens zieht sich dynamisch bis in das markante Heck, das ebenfalls durch Kanten bestimmt wird. Akzente setzen die scharfen Rückleuchten, die Luftöffnungen und der Diffusor, in den die Macher zwei Endrohre integrierten.

Die bis zu zwei Insassen nehmen in mit Leder bezogenen Schalensitzen Platz. Der Fahrer greift in ein unten abgeflachtes Rennsport-Lenkrad von OMP, während die Schaltung manuell oder automatisiert über ein 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) erfolgt. War der Apollo sehr puristisch gehalten, zeigt sich der Explosion im Vergleich dazu geradezu luxuriös.

Die Serienproduktion in Handarbeit und Einzelfertigung hat bereits begonnen. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Modelle auf die Straße rollen. Mit einem Startpreis von 124.950 Euro in Deutschland trifft der Sportwagen auf eine durchaus breite Käuferschaft von motorsportaffinen Fahrern. Gebaut und entwickelt wurde das Fahrzeug mit einem kleinen Team um Roland Gumpert von der GSM Gumpert Sportwagenmanufaktur GmbH in den Interimswerkstätten in und um Ingolstadt

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