Gumpert: Fast pleite - Asiaten retten deutschen Sportwagenhersteller

, 05.09.2010

Aufatmen bei dem deutschen Supersportwagenhersteller Gumpert - dank neuer Investorengelder nimmt die Produktion wieder Fahrt auf. Asiatische Automobilenthusiasten wollen den Thüringer Autobauer nach vorn bringen. Für 2011 ist sogar die Neuvorstellung einer zweiten Modellreihe geplant. Genau zwei Monate nachdem ein Großteil der Mitarbeiter das Unternehmen verlassen musste, ist Gumpert endgültig gerettet und die notwendige Liquidität zur Abwicklung der zahlreich vorhandenen Fahrzeugbestellungen wieder hergestellt.


„Am 1. September haben wir offiziell die Gesellschafterverträge unterzeichnet“, verkündet Roland Gumpert voller Stolz und Zuversicht. „In einer Kooperation auf Augenhöhe wollen wir gemeinsam mit einer asiatischen Gesellschaft die Zukunft der Sportwagenmanufaktur prägen und die Marke Gumpert wieder auf die Überholspur bringen.“ Über die genauen Details der Verträge und die namentliche Nennung der asiatischen Gesellschaft vereinbarten beide Seiten Stillschweigen.

Ausschlaggebend für den Einstieg der neuen Gesellschafter, die sich bereits vor ihrer Kooperation mit dem Thüringer Autobauer im Automobilbereich engagierten, war neben den vollen Auftragsbüchern auch die Überzeugung von der Qualität und Leistungsfähigkeit des Apollos. „Die herausragenden Fahreigenschaften und die international gültige Straßenzulassung für einen reinrassigen Rennwagen wie den Apollo waren ein großes Pfund während der Verhandlungen“, resümiert Roland Gumpert die Verhandlungen mit der neuen Gesellschaftergruppe.

Bereits seit Anfang August 2010 wird die Produktion in der Altenburger Manufaktur schrittweise hochgefahren. Dank der neuen Gesellschafter ließen sich dringend benötigte Materialien bestellen. Außerdem wurde bzw. wird in den nächsten Wochen ein Großteil der ehemaligen Mitarbeiter wieder eingestellt: „Darauf bin ich besonders stolz“, meint Gumpert, “das gegebene Versprechen einzuhalten und mit den Mitarbeitern, die das hier alles mit erschaffen haben, weiter zu machen.“


Neben der kurzfristigen Herstellung von Liquidität bildet die Kooperation langfristig auch die Basis für neue Investitionen in der Altenburger Manufaktur. Als erster Schritt wurden bereits neue Karosseriewerkzeuge in Auftrag gegeben, die Teil einer Qualitätsoffensive darstellen. Schlussendlich fließen die Investitionen in die Entwicklung eines neuen Modells ein, das 2011 auf den Markt kommen soll.

Das aktuell schnellste Modell ist der Gumpert Apollo Speed. Der gewaltige V8-Biturbo mit einem Hubraum von 4,2 Litern stellt im Gumpert Apollo Speed satte 700 PS bei 6.500 U/min und ein Drehmoment von 875 Nm bei 4.000 U/min bereit. Seine katapultartigen Fahrleistungen zählen zur Spitzenklasse: Von 0 auf Tempo 100 vergehen nur 3,0 Sekunden und Tempo 200 liegt bereits nach 8,9 Sekunden an. Seinen Vortrieb beendet der Apollo Speed erst bei über 360 km/h.

Der 700 PS starke, für Querbeschleunigungen optimierte Gumpert Apollo Sport hält darüber hinaus den offiziellen Rundenrekord für straßenzugelassene Fahrzeuge auf der prestigereichen Nürburgring-Nordschleife. Den 20,832 Kilometer langen Rundkurs meisterte der Supersportwagen am 13.08.2009 in einer Zeit von 7:11,57 Minuten.

[RIGHT][I]Fotos: Thomas Jupa, Gumpert[/I][/RIGHT]

3 Kommentare > Kommentar schreiben

05.09.2010

Wäre schade gewesen. Ein Modell unter dem Apollo wäre super. Ist auch erstaunlich wie sich die kleinen Hersteller immer runterwirtschaften.

05.09.2010

Der asiatische Investor kommt nicht zufällig aus Taiwan? :evil:

05.09.2010

Nein, kommt er nicht.


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