Jaguar F-Type Project 7: Extreme Studie geht mit 575 PS in Serie

, 30.06.2014


So radikal und so extrem wie kein anderer Jaguar der jüngsten Zeit kommt der Jaguar F-Type Project 7 tatsächlich in einer Kleinserie auf den Markt. Beim Goodwood Festival of Speed 2013 vorgestellt, rechnete niemand mit einer Serienproduktion des einsitzigen Hochleistungssportwagens. Doch die Nachfrage war so groß, dass sich die Briten entschlossen, das Projekt als Zweisitzer mit einer Leistungssteigerung auf atemberaubende 575 PS auf die Straße zu bringen. Weltweit auf nur 250 Exemplare limitiert, erfolgen die ersten Auslieferungen ab Mitte 2015. Für den deutschen Markt sind 20 Exemplare vorgesehen.


Der in Handarbeit gebaute Jaguar F-Type Project 7 stellt die neue Speerspitze der Jaguar-Sportwagenpalette dar. Der Name des stärksten Seriensportwagens der Jaguar-Markengeschichte soll an die sieben Le Mans-Siege Jaguars erinnern. Viele seiner Designelemente gehen auf den vor 60 Jahren vorgestellten D-Type zurück, der das 24-Stunden-Rennen in den Jahren 1955, 1956 und 1957 allein dreimal gewann. Darüber hinaus holte Jaguar bei den 24 Stunden von Le Mans in den Jahren 1951, 1953, 1988 und 1990 den Gesamtsieg.

Den aus dem Jaguar F-Type R Coupé bekannten 5,0-Liter-V8-Motor mit Kompressor-Aufladung steigerten die Macher für den Project 7 um weitere 25 PS auf satte 575 PS. Das maximale Drehmoment blieb mit 680 Nm unverändert. Dank eines gegenüber dem Jaguar F-Type V8 S Cabrios um 80 Kilogramm auf 1.585 Kilogramm gesenkten Gewichtes beschleunigt der Hochleistungsathlet in nur 3,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 300 km/h begrenzt.

Die geballte Power gelangt über die Achtstufen-Quickshift-Automatik und ein aktives, vollelektronisches Sperrdifferentials auf die Hinterräder. Für den Kontakt zum Asphalt sorgen derweil die 20 Zoll großen Leichtmetallfelgen im Design „Storm“. Beim serienmäßigen „Carbon Ceramic Matrix“-Bremssystem umklammern sechs Kolben die vorderen Bremsscheiben mit einem Durchmesser von 398 Millimetern. Hinten gelangen vier Kolben und 380 Millimeter große Scheiben zum Einsatz

Im Design lehnt sich der Jaguar F-Type Project 7 eng an die minimalistische Formensprache der gleichnamigen Studie aus dem Vorjahr an. Die Karosserie behält die für den Jaguar F-Type charakteristischen Linien bei, weicht aber vor allem im Heckbereich vom Großserienbruder ab.


Die vom Le Mans-Sieger D-Type inspirierte Kopfstütze erweist sich gleichzeitig als Verkleidung für einen Überrollbügel und setzt sich als bei hohem Tempo stabilisierend wirkende Rückenflosse nach hinten fort. Umfangreiche aerodynamische Modifikationen - in Gestalt eines Heckdiffusors, eines verstellbaren Heckspoilers und eines neuen Frontsplitters - steigern den Abtrieb bei Tempo 300 im Vergleich zu einem Jaguar F-Type Cabriolet um signifikante 177 Prozent.

Im offenen Zustand ist Project 7-Fahren am intensivsten, da Jaguar die Windschutzscheibe nach Speedster-Manier um 11,4 Zentimeter absenkte und die Seitenscheiben entsprechend anpasste. Das speziell entwickelte Bimini-Verdeck lässt sich bei Nichtgebrauch zusammenfalten und im 196 Liter fassenden Kofferraum verstauen.

Das Cockpit des Jaguar F-Type Project 7 gibt sich kaum weniger aufregend als das Exterieur. Der Fahrer nimmt in einem Schalensitz Platz - festgezurrt via 4-Punkt-Gurt. Das abgesteppte Leder für den Sitz und die Türinnenseiten trägt ein an klassische Rennwagen angelehntes Diamant-Muster. Die Mittelkonsole ziert währenddessen ein Carbon-Finish.

Jaguar offeriert den stärksten aller F-Types in fünf Metallic-Farben: „Ultra Blue“, „Italian Racing Red“, „British Racing Green“ (alle optional mit weißen Streifen), „Ultimate Black“ und „Glacier White“ (beide auf Wunsch mit grauen Streifen).

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