Jaguar XKR: Die neue 416 PS starke Raubkatze

, 01.07.2006

Jaguar präsentiert mit dem XKR ein neues Topmodell. Der als Coupé und Cabrio konzipierte Sportwagen übernimmt alle Tugenden des Ende 2005 vorgestellten Jaguar XK. Zugleich führt der XKR dank 416 PS, 6-Stufen-Automatik mit lenkradmontierten Schaltwippen und Sportfahrwerk das Jaguar-typische Fahrerlebnis zu neuen Höhen. Die Änderungen am Exterieur konzentrieren sich primär auf die Frontpartie, wie die Alu-Paneele in Flechtoptik, zusätzliche Lufteinlässe an der Motorhaube, Sportfelgen und eine vierflutige Auspuffanlage. Das Jaguar XKR Coupé lässt sich ab 94.990 Euro bestellen; die Preise für das XKR Cabriolet beginnen bei 102.990 Euro.


Per Starterknopf erwacht das 416 PS starke V8-Triebwerk aus der AJ-Reihe zum Leben. Der mechanisch angetriebene „Supercharger“ sorgt für mächtigen Zusatz-Schub. Mit 416 PS bei 6.250 U/min und einem maximalen Drehmoment von 560 Nm bei 4.000 U/min im Rücken, beschleunigt das XKR Coupé in 5,2 Sekunden (Cabriolet 5,3 Sekunden) von 0 auf 100 km/h und wird - mit elektronischer Hilfe - bei 250 km/h eingebremst.
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Der Kompressor und gleich zwei Lufteinlässe sind in erster Linie für die im Vergleich zum 4,2-Liter-Saugmotor gebotene Mehrleistung von 118 PS verantwortlich. Das maximale Drehmoment liegt mit einem Plus von 36 Prozent ebenfalls deutlich über dem Wert des XK; im Gegenzug ist das Auto aber kaum schwerer geworden. Folge: Das Leistungsgewicht (kg/PS) verbesserte sich um stolze 34 Prozent. Akustisch untermalt wird alles durch einen fein komponierten Soundteppich. Damit das für einen Kompressor typische Geräusch keine Disharmonien verursacht, senkte Jaguar den Geräuschpegel des Laders im Vergleich zum Vorgänger-Aggregat um fünf d(B)A.


Geschaltet wird im Jaguar XKR über eine 6-Stufen-Automatik mit am Lenkrad montierten Schaltwippen. Das System besteht aus direkt am Lenkrad angebrachten „Paddles“ und einem konventionellen Wählhebel auf der Mittelkonsole. Insgesamt hat der Fahrer die Wahl zwischen drei Automatik- und einer sequentiellen Schaltoption. Der „Sequential Shift“-Modus wird durch einmaliges Drücken der Schaltwippen am Lenkrad automatisch aktiviert. Zwischen dem Betätigen der Schaltwippe und dem Abschluss des Schaltvorgangs vergehen nur 600 Millisekunden – selbst in Formel-1-Dimensionen eine extrem winzige Zeitspanne.

Der XKR unterstreicht seine sportlichen Intentionen durch einen geänderten Frontstoßfänger, ein Aluminium-Finish für den oberen Maschendrahtgrill, seitliche Lüftungskiemen in Alu-Optik, Kühlluftschlitze in der Motorhaube sowie schwarze Bremssättel mit „R“-Logo. Den betont athletischen Auftritt unterstreichen exklusiv gestylte 19- und 20-Zoll-Leichtmetallfelgen sowie eine vierflutige Auspuffanlage.


Im Cockpit bieten eigens für den XKR konstruierte Sitze zusätzlichen Seitenhalt für Fahrer und Beifahrer. Eine besondere Note schaffen Aluminium-Paneele in ausdrucksvoller Flechtoptik, die Jaguar erstmals in der Konzeptstudie „Advanced Lightweight Coupé“ vorstellte. Alternativ ist auch die klassisch-luxuriöse Auskleidung mit poliertem Walnusswurzelholz erhältlich. Bei der „Luxus Sport“-Ausstattung (mit 16-fach elektrisch einstellbaren Sitzen) überzieht der britische Hersteller das Armaturenbrett, die Türinnenverkleidungen und die Mittelkonsole mit Softgrain-Leder.

Die als Novum für die Automobilindustrie geltende Monocoque-Karosserie aus genietetem und verklebtem Aluminium führte Jaguar erstmals in der XJ-Limousine ein. Die aus der Luft- und Raumfahrt adaptierte Technologie unterscheidet sich stark von einem Alu-Gitterrohrrahmen mit separaten Aluminiumblechen. Beim XK/XKR ging Jaguar noch einen Schritt weiter und steigerte den Anteil leichter Gussteile und Strangpressprofile von elf auf 25 Prozent. Die Vorteile der weiterentwickelten Bauweise sind enorm. So ist das XK/XKR Cabrio genauso verwindungssteif wie das Coupé aus der ersten Generation. Verglichen mit Wettbewerbern, ist zum Beispiel das XKR Cabrio bis zu 190 Kilo leichter – bei zugleich deutlich überlegener Dreh- und Torsionssteifigkeit.


Dank der Stärke der XK-Fahrgastzelle kann Jaguar die sportlich-dynamische Fahrwerksabstimmung des Coupés 1:1 für die offene Version übernehmen. Einzige chassisrelevante Modifikation im Vergleich zu den „zivilen“ XK-Versionen stellt eine zusätzliche Strebe zwischen den hinteren Stoßdämpferdomen dar. Um die Komfort- und Handlingansprüche sportlicher Fahrer zu bedienen, wurden Feder- und Dämpferraten erhöht. Die geschwindigkeitsabhängig geregelte Servotronic spricht nun noch direkter an und bietet zusätzlich mehr Feedback zur Straße. Das computergesteuerte CATS-Fahrwerk (ein zweistufiges, adaptives Dämpfersystem zur optimalen Balance zwischen einer komfortbetonten und sportlichen Abstimmung) sowie ein neues, abschaltbares Stabilitätsprogramm samt elektronischer Traktionskontrolle (Trac DSC) stimmte Jaguar gleichfalls neu für den XKR ab.

Größere Bremsscheiben an der Vorderachse sichern dem Jaguar XKR eine allzeit verlässliche Bremsleistung. Der Durchmesser der innenbelüfteten Scheiben nahm von 326 auf 355 Millimeter, die Dicke von 30 auf 32 Millimeter zu.

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