Mazda3: Die neue Generation mit mehr Emotion

, 20.11.2008

Die neue Generation des Mazda3 feiert als viertürige Limousine ihre Weltpremiere auf der Los Angeles Auto Show (21.11.2008 - 30.11.2008). In der für den amerikanischen Markt wichtigen viertürigen Stufenheck-Form zeigt sich der Mazda3 mit komplett neuem Design und zahlreichen technischen Verbesserungen. Anfang Dezember 2008 debütiert in Europa auf der Bologna Motor Show die in Europa besonders populäre Steilheckvariante mit fünf Türen.


Unverkennbar und doch emotionaler und dynamischer

Optisch soll der neue Mazda3 der Identität der ersten Generation treu bleiben und zugleich die Ausdrucksstärke des Designs erhöhen. Der neue Mazda3 markiert dabei einen Schritt zum weltweit gültigen Familiengesicht. Die Verbindung des unteren Lufteinlasses mit dem stärker betonten, unverwechselbaren 5-Punkt-Kühlergrill verleiht der Frontpartie eine kraftvolle Identität.

Viele zentrale Designelemente streben zur Fahrzeugmitte und signalisieren damit Kraft und Dynamik. An der Front laufen die Linien in einem zentralen Punkt unterhalb des Frontgrills zusammen. Das gleiche Motiv findet sich in Form einer zentrierten Bügelfalte an der Heckklappe.


Bei der Gestaltung der Fahrgastzelle und der fließenden Form der C-Säulen, das schon den neuen Mazda6 auszeichnet, ließen sich die Macher vom Profil klassischer Coupés inspirieren. Die Oberflächen der Motorhaube und der Fahrzeugflanken wurden so gestaltet, dass sie durch die Reflexion des Lichts dreidimensionale Effekte erzeugen. Charakterisierend sind beim neuen Mazda3 keilförmige und geschwungene Linien.

Antriebsstrang: Effizientes Zoom-Zoom

In Nordamerika wird der neue Mazda3 mit einem 2.0 l MZR-Benzinmotor und einer Leistung von 148 PS bei 6.500 U/min sowie 183 Nm Drehmoment bei 4.500 U/min angeboten. Zur Gewichtseinsparung besteht der Motorblock aus Aluminium. Vom Mazda6 übernimmt der neue Mazda3 in Nordamerika zudem den 2.5 l MZR-Benziner mit 167 PS bei 6.000/min und einem maximalen Drehmoment von 228 Nm, die bei 4.000 U/min anliegen.

Die Kraftübertragung erfolgt - je nach Motorisierung - über ein manuelles Getriebe mit fünf oder sechs Gängen oder über ein elektronisch gesteuertes Automatikgetriebe mit manuellem Schaltmodus, welches das sportliche Schaltgefühl eines Handschaltgetriebes mit dem Komfort einer konventionellen Automatik kombiniert.

 

Zur Verbesserung des Geräuschkomforts und zur Entwicklung eines sportlicheren Sounds beim Beschleunigen überarbeitete Mazda die Ansaug- und Abgasanlage der Motoren umfassend. Mit Hilfe von Resonanzkammern wurden bestimmte Geräuschfrequenzen gedämpft und andere hervorgehoben. Beim 2,5-Liter-Benziner kommen zwei Auspuffendrohre und ein spezieller Schalldämpfer zum Einsatz, um unerwünschte Geräusche bei mittleren und hohen Drehzahlen zu unterdrücken.


Der neue Mazda3 verfügt über einen neuartigen, mit Single-Nanotechnologie konstruierten Katalysator. Das Grundmaterial des Katalysators besteht aus Partikeln von Edelmetallen, deren Durchmesser kleiner ist als fünf Nanometer. Dadurch ließ sich der Einsatz teurer Edelmetalle wie Platin und Palladium um 70 bis 90 Prozent reduzieren - ohne die Reinigungswirkung des Katalysators zu beeinträchtigen.

Scheinbar kleine Maßnahmen haben häufig eine große Wirkung. So konnte Mazda zum Beispiel durch den Einsatz des neuen Fünfstufen-Automatikgetriebes beim 2.0 l MZR-Benziner im Vergleich zum Vorgänger mit einer Vierstufen-Automatik sowie durch einige gezielte aerodynamische Verbesserungen der Kraftstoffverbrauch um bis zu 10 Prozent senken.


Stabilität und Aerodynamik im Detail verbessert

Die Erfahrungen der Ingenieure bei der Entwicklung des neuen Mazda6, der über eine hochsteife Karosseriestruktur verfügt, kamen auch dem neuen Mazda3 zugute. Die hohe Steifigkeit erlaubt besseren Fahrkomfort, berechenbares Handling und gesteigerte Agilität, ohne eine maßgebliche Gewichtszunahme in Kauf nehmen zu müssen.

Mit Hilfe von Verstärkungen in der Radaufhängung werden beispielsweise einwirkende Lenk- und Dämpfkräfte nun besser absorbiert. Die Aufnahmen für die vorderen und hinteren Träger der Radaufhängung wurden mit Strukturklebstoff verstärkt. Mit einer Kombination aus Schweißen und Kleben erhöhte Mazda außerdem die Steifigkeit und Crash-Sicherheit der Türgelenke.

Mit Hilfe eines neuen Aerodynamik-Managements optimierten die Macher außerdem die Strömung der Luft um das Fahrzeug herum. Der neue Kühlergrill wirkt zwar größer als beim Vorgänger, ist aber tatsächlich 20 Prozent kleiner. Dadurch wird nur jene Menge an Luft angesaugt, die für den Betrieb und die Kühlung des Motors tatsächlich benötigt wird. Ein Luftleitelement am vorderen Stoßfänger lenkt die Luft direkt zum Kühler. Bei höheren Geschwindigkeiten öffnet sich eine Bypass-Klappe, um den durch das Lüfterrad hervorgerufenen Luftwiderstand zu verringern.

 

Luftabweiser an den Vorderrädern und die sorgfältige Überarbeitung des oberen vorderen Teils der Fahrgastzelle tragen ebenfalls zur Optimierung der Aerodynamik bei. Der Luftwiderstandsbeiwert von 0,29 gehört zu den Bestwerten des Segments und ist ein wichtiger Faktor für die Verringerung des Kraftstoffverbrauchs. Zudem konnte Mazda durch subtile Feinarbeiten an der A-Säule, den Außenspiegeln, den Scheibenwischern und den Rückleuchten die Windgeräusche um 6 Prozent senken.


Gezielte Verbesserungen am Fahrwerk

Das Fahrwerk der ersten Mazda3-Generation überzeugte bereits, so dass die Japaner nicht von Grund auf ein neues Chassis entwickelten, aber gezielte Verbesserungen durchführten. Scheibenbremsen an allen vier Rädern - vorne belüftet - gehören zum Serienumfang. Beim Mazda3 mit dem 2,0-Liter-Motor kommen vorne und hinten Bremsscheiben mit einem Durchmesser von 277x264 Millimeter zum Einsatz, bei der 2,5-Liter-Motorisierung sogar in 300x279 Millimeter. Die dynamische Stabilitätskontrolle DSC und Traktionskontrolle sind in Nordamerika für alle Modellversionen verfügbar - in Deutschland sind sie Bestandteil der Serienausstattung.

Die wichtigste Neuerung der Bremsanlage stellt ein neuer Vakuum-Bremskraftverstärker dar, der schon bei leichter Pedalkraft ein berechenbareres Ansprechverhalten bietet. Mazda stimmte ferner die elektronische Bremskraftverteilung neu ab, um die Fahrzeugstabilität beim Bremsen auf unterschiedlichem Untergrund und in Kurven zu erhöhen. Die erhöhte Steifigkeit des Karosseriekörpers trägt außerdem zu einer linearen Bremswirkung bei hohen Geschwindigkeiten bei.


Um die Wankneigung des Karosserieaufbaus in Kurven zu verringern, wurden die hinteren Einrohrdämpfer neu kalibriert und die Befestigungen der vorderen und hinteren Querstabilisatoren verstärkt. An der Forderradaufhängung des neuen Mazda3 wurden die unteren Querlenker, der Hilfsrahmen und die Befestigungslager versteift. Dies verbessert die Rückmeldung der Lenkung und die Traktion in engen Kurven. An der hinteren Aufhängung kommt ein neuer Querträger zum Einsatz, der leichter und steifer ist und so ebenfalls zum besseren Handling beiträgt.

Interieur: Edel und sportlich

Das Interieur des neuen Mazda3 ist sportlich gestaltet. Der Armaturenträger spannt sich mit straffem Schwung zu beiden Seiten. Die Neigung der Instrumententafel optimiert derweil die Effizienz der Bedienung. Unter Beachtung von Bewegungsstudien positionierten die Macher alle Steuerungselemente, Regler und Schalter an idealen Orten. Die wichtigsten Drehknöpfe und Schalter befinden sich auf Höhe des Lenkrades sowie des Schalthebels und sind so während der Fahrt mit minimalem Aufwand zu erreichen.

 

Die Gestaltung des Interieurs basiert auf dem „Human Machine Interface“-Konzept (Mensch-Maschine-Schnittstelle). Alle wichtigen Informationen, die der Fahrer während der Fahrt wissen muss, sind in einem einzigen Bereich konzentriert, um die Ablenkung vom Verkehrsgeschehen so gering wie möglich zu halten. Das auf dem Mittelteil der Instrumententafel hoch angebrachte Multi-Informations-Display bündelt leicht und schnell abzulesende Informationen des Navigationssystems, der Audioanlage und des Bordcomputers.


Die seitlichen Wangen der Vordersitze erhöhte Mazda, um mehr Oberschenkelunterstützung zu bieten. Währenddessen verlängerte und konturierte Mazda die Rückenlehnen neu, um eine bessere Körperhaltung zu ermöglichen. In den höheren Ausstattungslinien bieten die Sitze durch nach innen geneigte obere Seitenpolster zusätzlichen Seitenhalt bei dynamischen Kurvenfahrten.

Die optional erhältlichen elektrisch einstellbaren Sitze verfügen über eine neue Memory-Funktion zur Speicherung von drei Sitzeinstellungen - ein Feature, das bislang vornehmlich in Fahrzeugen höherer Klassen angeboten wurde. Gespeichert ist die Sitzeinstellung auf dem Transponder des schlüssellosen Zugangssystems: Nähert sich der Fahrer dem Fahrzeug, fahren die Sitze automatisch in die gewünschte Position.


Ein interaktives Beleuchtungssystem sorgt für ein gehobenes Ambiente, das ein gewisses Maß an Ruhe und Behaglichkeit verströmt. Zunächst werden der Fußraum und die Türgriffe beleuchtet, danach die Anzeigen, Mittelkonsole sowie die Regler für Audiosystem und Klimaanlage. Bei der Bedienung von Audiosystem und Klimaanlage liefert eine Änderung der Beleuchtung die entsprechende Rückmeldung.

Optional lässt sich der Komfort an Bord mit einer Zweizonen-Klimaautomatik weiter steigern. Für höchste Klangqualität stehen das Premium-Surround-Soundsystem von Bose mit 10 Lautsprechern, einer Integrationsmöglichkeit für Mobiltelefone und tragbare Musikspieler. Die Optionsliste enthält darüber hinaus ein schlüsselloses Zugangssystem mit Startknopf für den Motor, Regensensor, beheizbare Außenspiegel, Lederausstattung und beheizbare Sitze.

Aktive und passive Sicherheit

Der neue Mazda3 besitzt zahlreiche Sicherheitsfeatures, die dem Fahrer helfen, gefährliche Situationen zu meistern und eine drohende Kollision bereits im Vorfeld zu verhindern. Das leistungsfähige Fahrwerk, die feinfühlige elektrohydraulische Servolenkung, das Bremssystem mit ABS und kraftvollen Scheibenbremsen sowie die dynamische Stabilitätskontrolle DSC und die Traktionskontrolle bieten hohe Sicherheitsreserven. Optional stehen jetzt Bi-Xenon-Scheinwerfer mit aktivem Kurvenlicht zur Verfügung. Sechs Airbags und aktive Kopfstützen schützen die Passagiere zusätzlich.

3 Kommentare > Kommentar schreiben

10.10.2008

Sehr fesch !:applaus:

11.10.2008

Vorne waren die Designer noch experimentierfreudig, aber Richtung Heck verließ es sie dann. Das sieht nämlich sehr nach geschrumpftem 6er aus. Was sich schlechter anhört, als es wirklich ist, da es das Auto insgesamt schön sportlich aussehen lässt. Es wird Zeit für ein Dreitürer oder ein Coupé.

20.11.2008

Zur Info: Ich fügte weitere Details und neue Fotos hinzu.


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