Mercedes A 45 AMG: Die neue Rakete unter den Kompakt-Sportlern

, 19.02.2013


Richtig heftig zur Sache geht der neue Mercedes A 45 AMG: 360 PS und ein maximales Drehmoment von 450 Nm aus einem 2,0 Liter großen Vierzylinder-Turbomotor - einen stärkeren in Serie produzierten Vierzylindermotor gibt es bislang nicht auf der Welt. Selbstredend, dass dieser Kompakt-Sportler brachial beschleunigt, um für pures Fahrvergnügen zu sorgen und dabei sogar in seinem Segment den niedrigsten Verbrauch aufweist. Dazu kommen neue, die Dynamik steigernde Features, ein Allradantrieb und ein durch und durch sportliches Design. Die Markteinführung erfolgt im Juni 2013 zu noch nicht genannten Preisen.


Exterieur: Muskulöse Akzente für das Spitzenmodell

Das emotionale Exterieur-Design der neuen Mercedes-Benz A-Klasse mit dem neuen dynamischen Stil, der skulpturalen Form und den seitlichen Charakterlinien ergänzt Mercedes-AMG durch betont sportliche und muskulöse Akzente. Die Frontansicht des Mercedes A 45 AMG bestimmen der in mattem Titangrau lackierte „Twin Blade“-Kühlergrill und eine Querstrebe in der angriffslustig gezeichneten Frontschürze. Schwarze Flics flankieren derweil die großen seitlichen Kühlluftöffnungen, die den Asphalt geradezu aufsaugen möchten.

Das Dach ist straff überspannt, während der Dachspoiler, der unsichtbar alle Antennen enthält, im weiteren Flächenverlauf ebenso einen sportlichen Akzent setzt wie die spannungsvolle Seitenpartie. Dazu tragen ebenfalls die AMG-Leichtmetallräder im Doppelspeichen-Design und die Seitenschwellerverkleidungen mit Einsätzen in mattem Titangrau bei. Exklusiv nur beim Topmodell der A-Klasse platzieren die Macher auf dem Kotflügel den Schriftzug „Turbo AMG“.

Die AMG-Heckschürze mit ihren angedeuteten seitlichen Luftaustrittsöffnungen verfügt über einen Diffusoreinsatz und ein Zierelement in mattem Titangrau. Zwei eckige, verchromte Endrohre der AMG-Sport-Abgasanlage mit Abgasklappe heben die optische Dominanz weiter hervor. Dieser Mercedes wartet nur darauf, herangenommen zu werden und die Straßen zu erobern.

Optional erhältlich sind unter anderem ein Heckflügel, Zusatz-Flics in der Frontschürze, ein größerer Frontsplitter und Carbon-Außenspiegelgehäuse. Ebenso aus Carbon bestehen auf Wunsch der Frontsplitter, die Einleger der Seitenschwellerverkleidungen und das Zierelement der Heckschürze.


Das „Night-Paket“ sorgt darüber hinaus mit einer Privacy-Verglasung, einem schwarz eloxierten Bordkantenstab, schwarz verchromten Endrohrblenden und Kühlergrill-Lamellen in Silberchrom für weitere Akzente. Dazu kommen in hochglänzendem Schwarz der Frontsplitter, die Außenspiegel, die Einleger der Seitenschwellerverkleidungen und das Zierelement der Heckschürze.

Typisch AMG: Der weltweit stärkste Serien-Vierzylinder-Turbomotor

Zwei Werte zeigen, dass der A 45 AMG die Pole-Position in seinem Hubraumsegment behauptet. Der neu entwickelte 2.0-Liter-Turbomotor ist der stärkste Serien-Vierzylinder-Turbomotor der Welt. Eine Höchstleistung von 360 PS bei 6.000 U/min und ein maximales Drehmoment von 450 Nm zwischen 2.250 und 5.000/min erreicht weltweit kein anderer in Großserie produzierter Vierzylindermotor mit Abgasturboaufladung. Auch die Literleistung von 181 PS markiert die absolute Spitze. In dieser Disziplin übertrifft der neue Hochleistungs-Turbomotor von AMG sogar etliche Supersportwagen: Der 571 PS starke SLS AMG mit einem V8-Triebwerk kommt „nur“ auf 92 PS pro Liter Hubraum, der Reihensechszylinder des ebenfalls kompakten BMW M135i mit 320 PS auf 107 Liter pro PS.

Der Ladedruckaufbau soll dank der Twinscroll-Technologie spontaner erfolgen. Bei dieser Methode erfolgt der Drehmomentaufbau bereits bei niedrigen Drehzahlen schneller. Die hohe Leistungs- und Drehmomentausbeute und der serienmäßige Einsatz des Performance orientierten 4MATIC-Allradantriebes führen zu äußerst dynamischen Fahrleistungen: Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h absolviert der Mercedes A 45 AMG in nur 4,6 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei elektronisch begrenzten 250 km/h. Dem gegenüber steht im Idealfall ein Durchschnittsverbrauch von nur 6,9 Litern je 100 Kilometer, was einem CO2-Ausstoß von 161 g/km entspricht.

Die Sportabgasanlage von AMG verfügt über große Rohrquerschnitte und eine automatisch gesteuerte Abgasklappe. Diese vom Mercedes SLK 55 AMG bekannte Technik löst den Zielkonflikt aus erlebbarer Dynamik und Mercedes typischer Langstreckentauglichkeit. Die Klappe wird je nach Leistungswunsch des Fahrers, nach Lastzustand und Motordrehzahl kennfeldgesteuert stufenlos betätigt. Aus den zwei markanten Endrohren entweicht insbesondere beim kräftigen Beschleunigen ein sonorer, faszinierender Motorsound.


Als Wunschausstattung ist für den Mercedes A 45 AMG eine Performance-Abgasanlage mit Abgasklappe und Endrohrblenden in spezifischem Design lieferbar. Hiermit erlebt der Fahrer bei Last und beim Schaltvorgang einen noch emotionaleren, prägnanteren Motorsound. Speziell die Zwischengasfunktion beim Herunterschalten und die Rücknahme von Zündung und Einspritzung beim Hochschalten unter Volllast klingen mit der Performance-Abgasanlage noch kerniger und erzeugen Emotionalität, die sonst nur Triebwerke mit mehr als vier Zylindern erzeugen.

AMG-Allradantrieb: Auf pure Performance ausgerichtet

Serienmäßig statten die Macher den Mercedes A 45 AMG mit einem variablen, performance-orientierten AMG-Allradantrieb 4MATIC aus. Den Leistungsfluss zum hinteren Antriebsstrang übernimmt eine kompakte „Power Take-off Unit“ (PTU), die vollständig in das AMG-Speedshift-DCT-7-Gang-Sportgetriebe integriert ist.

Für eine günstige Gewichtsverteilung verblockte Mercedes-AMG eine elektrohydraulisch gesteuerte Lamellenkupplung mit dem Hinterachs-Differenzial. Die Lamellenkupplung erkennt, wenn an der Vorderachse Schlupf auftritt. Blitzschnell und für den Fahrer praktisch nicht spürbar, presst eine hydraulische Pumpe das Lamellenpaket zusammen und leitet das Motormoment bedarfsgerecht an die Hinterräder weiter.

Die Kraftverteilung legten die Macher vollvariabel aus. Im normalen Fahrbetrieb ist der Mercedes A 45 AMG im Sinne optimaler Effizienz mit Frontantrieb unterwegs. Bei entsprechender fahrdynamischer Anforderung verteilt der variable Allradantrieb das Moment bis zu einem Verhältnis von 50 zu 50 Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse. Die Einflussgrößen für die variable Kraftverteilung sind: Fahrgeschwindigkeit, Quer- und Längsbeschleunigung, Lenkwinkel, Drehzahldifferenz zwischen den einzelnen Rädern, Gangwahl und Fahrpedalstellung.

 

Inspiriert von der Kraftübertragung des Supersportwagens SLS AMG übertrugen die Macher wesentliche Software-Module auf den A 45 AMG. Das Doppelkupplungsgetriebe des A 45 AMG verfügt über sieben Gänge, drei Fahrprogramme, eine Zwischengasfunktion und „Race Start“ für bestmögliche Beschleunigungswerte. Zu den Stärken des Sportgetriebes sollen spontane Gangwechsel ohne Zugkraftunterbrechung, eine maßgeschneiderte Regelstrategie und ein hoher Schaltkomfort zählen. Synchronringe mit Carbon-Reibbelägen optimieren zusätzlich die Reaktionszeit bei manuellen Gangwechseln.


Kurzzeit-M-Programm für noch mehr Dynamik und Fahrspaß

Eine weitere Spezialität zur Steigerung von Dynamik und Fahrspaß ermöglicht das sogenannte „Kurzzeit-M-Programm“. Hiermit kann der Fahrer in den Modi „C“ (Controlled Efficiency) und „S“ (Sport) durch einmaliges Betätigen am „Up“- oder „Down“-Schaltpaddle das manuelle Fahrprogramm „M“ aktivieren, ohne eine Hand vom Lenkrad nehmen zu müssen. Im Kurzzeit-M-Programm erlebt der Fahrer in allen automatischen Fahrprogrammen die Dynamik und Performance der Gangwechsel aus dem manuellen Fahrprogramm, ergänzt um automatische Hoch- und Rückschaltungen. So vermag sich der Fahrer voll und ganz auf das Erlebnis der beeindruckenden Fahrleistungen konzentrieren.

Die Schaltzeiten im manuellen Modus „M“ und im Sportprogramm „S“ liegen auf ähnlich sportlichem Niveau wie die des Supersportwagens SLS AMG GT. Über eine kurzzeitige und exakt definierte Rücknahme von Zündung und Einspritzung bei Volllast erfolgen die Schaltvorgänge in „M“ und „S“ noch schneller und akustisch emotionaler. Im Modus „C“ unterstützen weich ausgelegte Getriebe- und Motorkennlinien eine komfort- und verbrauchsbetonte Fahrweise. In „C“ ist die Eco-Start-Stopp-Funktion aktiv und schaltet den Motor bei Fahrzeugstillstand ab.

Kurvenräuber: 3-Stufen-ESP mit Kurvendynamik-Assistent

Eine exklusive Besonderheit stellt das Zusammenspiel des AMG-Allradantriebes mit dem 3-Stufen-ESP (ESP = Elektronisches Stabilitätsprogramm) und dem ESP-Kurvendynamik-Assistenten dar. Mit Hilfe der drei ESP-Stufen kann der Fahrer die Dynamik des Mercedes A 45 AMG individuell auf Knopfdruck variieren. Das sicherheitsbetonte Fahrprogramm in „ESP On“ unterstützt den Fahrer mit einem neutralen Fahrverhalten. Bei beginnendem instabilem Fahrzustand erfolgt ein Bremseneingriff an einem oder mehreren Rädern und eine Rücknahme des Motormoments.

Wird der ESP-Taster kurz gedrückt, ist der „Sport Handling Mode“ aktiv. Dieses dynamisch orientierte Fahrprogramm erlaubt durch entsprechende Regelstrategien spätere ESP-Eingriffe und mehr Antriebsmoment an der Hinterachse. Im Klartext: mehr Fahrspaß bei engagiertem Fahrstil. Ein langer Druck auf den ESP-Taster aktiviert „ESP Off“ - in diesem Modus stehen die ESP-Funktionen nicht zur Verfügung. Beim Betätigen des Bremspedals stehen während des Bremsvorganges sowohl im „Sport Handling Mode“ als auch bei „ESP Off“ alle Sicherheitsfunktionen des ESP zur Verfügung.


Als perfekte Ergänzung erweist sich der ESP-Kurvendynamik-Assistent: Bei dynamischer Kurvenfahrt bewirkt ein unmerklicher Bremseneingriff an einem kurveninneren Rad ein definiertes Giermoment um die Hochachse, so dass der Mercedes A 45 AMG präzise und jederzeit beherrschbar einlenken soll.

In Abhängigkeit des gewählten ESP-Modus wird der ESP-Kurvendynamik-Assistent adaptiert. In den Modi „ESP Sport Handling Mode“ und „ESP Off“ unterstützt das System den Fahrerwunsch nach erhöhter Agilität und Fahrdynamik. Der ESP-Kurvendynamik-Assistent stellt eine zusätzliche Funktion des elektronischen Stabilitätsprogramms dar und soll so die Agilität und die aktive Fahrsicherheit im Grenzbereich verbessern.

AMG-Sportfahrwerk für bestmögliche Traktion

Für mehr Fahrdynamik wurde die Dreilenker-Vorderachse mit steiferen Achsschenkeln und einer völlig neuen Elastokinematik ausgestattet. In der unteren Lenkerebene kommen neu entwickelte und steifere Lager zum Einsatz, die für ein agileres Einlenkverhalten sowie eine präzisere und direktere Rückmeldung von der Fahrbahn sorgen sollen. Außerdem führen die steiferen Lager zu einer höheren Sturzsteifigkeit, was höhere Kurvengeschwindigkeiten ermöglicht. Bei der Konzeption und Entwicklung der kompletten Vorderachse legte AMG großen Wert auf bestmögliche Traktion bei hochdynamischer Fahrweise.

Auch die Vierlenker-Hinterachse des Mercedes A 45 AMG entwickelten die Ingenieure völlig neu. Die Strebenlager passte AMG im Rahmen der optimierten Elastokinematik für maximale Fahrdynamik und Beherrschbarkeit an. Für mehr Fahrstabilität statteten die Macher den Hinterachsträger mit steiferen Lagern aus. Das AMG-Sportfahrwerk mit spezifisch abgestimmten Feder-Dämpfer-Elementen und stärker dimensionierten Stabilisatoren ermöglichen ein hohe Querbeschleunigung und reduzierte Wankneigung in schnellen Wechselkurven.


Für den Kontakt zum Asphalt sorgen serienmäßig titangrau lackierte und glanzgedrehte 18-Zoll-AMG-Leichtmetallräder im Doppelspeichen-Design mit Reifen im Format 235/40. Die Hochleistungs-Bremsanlage mit rundum belüfteten und perforierten Bremsscheiben im Format 350 x 32 Millimeter vorn und 330 x 22 Millimeter hinten soll spontan und verlässlich verzögern.

Hohe Lenkpräzision und Agilität ermöglicht zu guter Letzt die elektromechanische „Dual Pinion AMG Sport“-Parameterlenkung mit einer spezifischen, geschwindigkeitsabhängigen Servounterstützung und konstanter Lenkübersetzung. Der Elektromotor sitzt platzsparend am Lenkgetriebe.

Interieur: Exklusivität bis ins Detail

Auch innen fasziniert der neue Mercedes A 45 AMG mit den für AMG typischen Charaktermerkmalen Dynamik und Exklusivität. Die Sportsitze in der Ledernachbildung „Artico/Mikrofaser Dinamica“ mit roten Kontrastziernähten und das Multifunktions-Sportlenkrad mit Schaltpaddles setzen Akzente. Das Zierelement der Instrumententafel führten die Macher in Carbon-Optik aus. Dazu passen perfekt die fünf Lüftungsdüsen in Schwarz/Rot, die roten Sicherheitsgurte und die AMG-Einstiegsschienen. Das AMG-Kombiinstrument informiert über ein zentrales Farbdisplay mit dem AMG-Hauptmenü und dem Racetimer.

Doch wen haben die Macher mit dem neuen Mercedes A 45 AMG als Käufer im Visier? Mit einem Alter von 30 bis Mitte 40 ist die Zielgruppe jünger als die bisherigen AMG-Kunden. Beruflich erfolgreich und unabhängig sollen die Kunden ein dynamisches und individuelles Fahrzeug erhalten, das den style- und trendorientierten Lebensstil mit einer Performance-Marke zum Ausdruck bringt. Die Zielgruppe des Mercedes A 45 AMG sehen die Macher vorzugsweise im urbanen Umfeld lebend.

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