Mercedes Concept S-Klasse Coupé: Ausblick auf neues Spitzenmodell

, 13.09.2013


Großes bahnt sich bei Mercedes-Benz an: Das neue S-Klasse Coupé soll ab 2014 auf den Markt kommen und krönt als luxuriöser und zugleich riesiger Zweitürer die Spitze der Baureihe. Als konkreter Ausblick verkörpert das Concept S-Klasse Coupé einen stilsicheren, markanten Auftritt, während der Innenraum mit seiner spektakulären Architektur und wahrhaft exklusiver Ausstattung den aktuellen Stand des modernen Luxus definiert. Für den adäquaten Vortrieb des riesigen Luxus-Gleiters sorgt ein 455 PS starker V8-Biturbo.


Design: Genau so sollte das Coupé in Serie gehen

Das Ziel von Mercedes-Benz war es, klare Formen und glatte Flächen zu erzeugen, die Hightech inszenieren und zugleich Emotionen wecken. Sofort fallen die lange Motorhaube mit prägnanten Linien und Powerdomes, das geduckte Greenhouse, die betonten Radhäuser sowie die 21 Zoll großen Räder und das optisch breit wirkende Heck ins Auge. Bei einem Radstand von 2,945 Metern ist das Coupé 5,050 Meter lang, 1,958 Meter breit und 1,409 Meter hoch.

Die skulpturhafte Erscheinung verleiht dem Mercedes Concept S-Klasse Coupé eine klassische Eleganz, die mit der modern-progressiven Formensprache eine beeindruckende Symbiose bildet. Im Mittelpunkt der Fahrzeugfront steht dabei der dreidimensional gestaltete, weiterentwickelte Diamant-Kühlergrill, dessen Struktur rechteckige, dunkel verchromte Elemente sowie der zentrale Mercedes-Stern und eine Lamelle bestimmen. Die Voll-LED-Scheinwerfer mit der ikonenhaften Augenbraue als Tagfahrlicht verleihen dem Coupé einen extrem selbstbewussten, charakteristischen Blick. Eine Diamant-Optik in den Scheinwerfern und Heckleuchten unterstreichen die luxuriöse Ausstattung.

Eine gespannte Dachlinie und rahmenlose Türen kennzeichnen die seitliche Silhouette. Ein eleganter, dreidimensionaler Chromrahmen fasst derweil die Glasflächen ein, die von keiner B-Säule unterbrochen werden. Bei der Gestaltung der geständerten Außenspiegel nutzten die Designer die Freiheiten eines Concept Cars und formten diese besonders schlank und lang, um diese noch eleganter wirken zu lassen. Ein aus der Seitenwand heraus modellierter Muskel über der Hinterachse schafft darüber hinaus zusätzliche Dynamik im Stand.

Der Heckbereich mit seinen breiten Schultern und markanten Charakterlinien komplettiert die emotionale Gesamterscheinung. Die Verlegung des Kennzeichens in den unteren Stoßfänger-Bereich ermöglicht eine prominente Positionierung des Sterns auf dem glattflächigen Heckdeckel. Hinzu kommt ein modellierter Chromzierstab, der waagerecht über den Heckdeckel verläuft und seine Fortsetzung bis über die Heckleuchten findet. Die Anordnung der LED in zwei waagerechten Linien innerhalb der zweigeteilten Heckleuchte schafft ferner Reminiszenzen an die reliefartige Gestaltung bei früheren Modellen.

Technik: Ein sehendes Fahrwerk

Das V8-Biturbo-Aggregat des Mercedes Concept S-Klasse Coupés schöpft aus 4.663 cm³ Hubraum 455 PS und ein maximales Drehmoment von 700 Nm. Performance- und Verbrauchsdaten gaben die Macher leider nicht an.


Doch die Highlights sitzen woanders: Dank zweier „Kameraaugen“ kann die Stereokamera im Bereich bis ca. 50 Meter vor dem Fahrzeug dreidimensional sehen und als „6DVision“ Objekte in ihrer räumlichen Lage und Bewegung wahrnehmen. Insgesamt hat die Kamera bis zu einer Entfernung von 500 Metern das Umfeld vor dem Fahrzeug im Blick. Diese Daten verknüpft das System mit denen von Radar- und Ultraschallsensoren. Eine Vielzahl von Assistenzsystemen beobachtet somit das Verkehrsumfeld für den Fahrer, um diesen zu entlasten und andere Verkehrsteilnehmer zu schützen.

Auch das Fahrwerk nutzt die neue Stereokamera: Wie die neue S-Klasse kann das Fahrwerkssystem des Concept S-Klasse Coupés bis zu 15 Meter nach vorne blicken und ein präzises Bild von der Kontur der Fahrbahn liefern. Identifiziert das „Road Surface Scan“-System Unebenheiten mit Hilfe der Stereokamera, stellt die „Magic Body Control“ das Fahrwerk schon im Vorfeld auf die Situation ein. Aus den Bildern der Kamera und aus den Informationen über den Fahrzustand errechnet das Steuergerät fortwährend die beste Regelstrategie zur Überwindung von Unebenheiten wie langen Bodenwellen.

Interieur: Neue Eleganz und kratzfest bis ins Detail

Skulpturale Eleganz zeichnet ebenso das Interieur aus. Dank eines neuen Airbag-Packagings konnten die Macher das untere Volumen der weißen Instrumententafel extrem skulptural gestalten. Die Lüftungsdüsen, die unter anderem als 4er-Cluster in der Mitte des Instrumententrägers sitzen, führte Mercedes-Benz futuristisch aus. Dabei umgeben luftleitende Finnen ein Langloch. Die Lüftungsdüsen setzen beim Materialmix aus Keramikweiß sowie gebürstetem und poliertem Aluminium auf Kontraste.

Oben auf der Freiformfläche sitzen unter einer reduzierten Hutze die aus der S?Klasse bekannten Bildschirme im Format 8:3 und mit einer Diagonale von 30,7 Zentimetern (12,3 Zoll). Beim Concept S-Class Coupé konnten die Macher die komplett verglasten Farbdisplays sogar noch flacher halten. In der Mittelkonsole befindet sich ein Touch-Display, das vier Weltzeituhren anzeigt. Welche Uhren abgebildet werden, entscheidet der Fahrer.

Wie ein funkelndes Juwel wirkt die „Central Command Unit“ in der Mittelkonsole, deren hochwertige „Black Diamond“-Oberfläche für räumliche Tiefe sorgt. Beim „Black Diamond“-Verfahren wird ein Edelmetall bei Temperaturen von 1000° Celsius mittels des chemischen Gasphasenprozesses CVD (Chemical Vapour Deposition) auf eine Hochglanzchromoberfläche aufgedampft und reagiert mit der Werkzeugoberfläche zu einer Schicht, die eine sehr hohe Haft- und Kratzfestigkeit erhält.


Die Türtafeln des Concept S-Klasse Coupés führten die Macher in Aluminium aus. Mit Hilfe von Computeralgorithmen wurden feine topographische Linien in das Metall gefräst, welche die Konturen der Tür-Bedienelemente aufnehmen. Als Inspiration dienten den Designern Gesteinsformationen in Utah/USA. Auch die progressiven Lautsprecher-Perforationen wurden algorithmisch generiert und zeigen eine Ästhetik der Mathematik.

Sitze mit vielen Pfeifen

Assoziationen an die Schneiderkunst der Haute Couture wecken die vorderen Sitze, da ihre skulpturale Form sinnliche Linien verkörpert, die an Figurinen im Modedesign erinnern. Im oberen Bereich des Sitzes umschließen die Seitenwangen den Passagier wie ein Kragen. Ihre senkrechten Linien erhalten die Sitze durch eine Vielzahl feiner Pfeifen. Eine Paspel auf den Seitenwangen sorgt für Kontrast und trägt wie die Perforation der Sitzflächen zum sportlich-eleganten Eindruck bei.

Die Wahl der Farben und Materialien spielt mit den extrovertierten Kontrasten von Anthrazit und Weiß sowie Aluminium und unterstützt sowohl die Avantgarde des Designs als auch den Anspruch des Concept S-Klasse Coupés an ultimative Exklusivität. So bestehen beispielsweise die Instrumententafel sowie die Sitze aus edlem Kalbsleder und der Fahrzeughimmel aus von Hand gewobener Seide.

MoodGrid: Über 18 Millionen Songs im Auto

Höchste Ansprüche erfüllt ebenso das Infotainment: Musik nach Lust und Laune ermöglicht die Software „MoodGrid“ des Musikerkennungsdienstes „Gracenote“. Auf der Suche nach passenden Songs brauchen die Insassen nicht mehr umständlich ihre digitalen Musiksammlungen zu durchsuchen. Auf Basis einer ausgewählten Stimmung stellt „MoodGrid“ eine Vorauswahl zusammen, die nicht nur bereits bekannte Stücke, sondern Musik aus einem 18 Millionen Titel umfassenden Katalog umfasst - abgestimmt auf den individuellen Geschmack und die jeweilige Stimmung.

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