Mini John Cooper Works GP 2013: Ein Renngeschoss für die Straße

, 15.09.2012


Noch stärker und noch schneller zeigt sich der neue Mini John Cooper Works GP 2013 - immerhin der schnellste jemals ab Werk gebaute Mini. Auf der Rennstrecke entwickelt und für die Straße zugelassen, ist das kleine Geschoss auf nur 2.000 Exemplare limitiert. Eine Extraportion Motorsporttechnologie verhilft dem auch im Design einzigartigen Zweisitzer zu herausragenden Performance-Eigenschaften und exzessivem Fahrspaß. Die Produktion des voraussichtlich ab 36.800 Euro erhältlichen Kraftzwerges beginnt noch Ende 2012.


Nachdem die Fans des Mini United Festivals im französischen Le Castellet bereits im Mai 2012 einen ersten Blick auf die heiße Rennsemmel werfen konnten, folgte die Weiterentwicklung mit intensiven Tests und Detailabstimmungen auf der berühmten Nordschleife. Jetzt feiert die finale Version des neuen Mini John Cooper Works GP ihre Weltpremiere auf dem Pariser Autosalon (29.09.2012 - 14.10.2012).

Design: Performance zum Ausdruck gebracht

Bereits auf den ersten Blick signalisiert der Mini John Cooper Works GP seinen Performance-Anspruch durch ein unverwechselbares Erscheinungsbild. Die Karosserielackierung im exklusiven Farbton „Thunder Grey Metallic“ kombiniet Mini mit einer roten Einfassung für die Öffnung in der Motorhaube sowie mit den im gleichen Farbton lackierten Außenspiegelkappen und seitlichen Lufteinlässen in der Frontschürze. Auf dem unteren Lufteinlass und auf der Heckklappe sind „John Cooper Works“-Embleme platziert.

Sowohl dem markanten Auftritt als auch einer gezielten Luftführung dienen die aerodynamisch optimierten Karosseriekomponenten, zu denen groß dimensionierte Front- und Heckschürzen, markante Seitenschweller und ein Dachspoiler gehören. Der Heckdiffusor sorgt zusammen mit der Verkleidung des Unterbodens und dem Dachkantenspoiler dafür, dass die Hinterachse 90 Prozent weniger Auftrieb bekommt. Dadurch soll sich der Mini John Cooper Works GP bei hohen Kurvengeschwindigkeiten und im Grenzbereich bestens beherrschen lassen.

Den Luftwiderstand konnten die Macher um sechs Prozent reduzieren. Dies bedeutet weniger Verbrauch und eine größere Höchstgeschwindigkeit. Die Anströmung des Vorderwagens konnte Mini durch den großen Spoiler und den von unten komplett verkleideten Motorraum deutlich verbessern.


Die Motorraumabschirmung verringert nicht nur den Luftwiderstand und den Vorderachsauftrieb, sondern optimiert gleichzeitig die Motorraumdurchströmung. Mit Hilfe von Kiemen im mittleren Teil der Abschirmung wird die Luft aus dem Ladeluftkühler gezielt nach außen geführt. Der Luftaustritt liegt in einem Bereich mit hohen Strömungsgeschwindigkeiten und hohem Unterdruck, um die Luft aus dem Motorraum regelrecht anzusaugen und den Ladeluftkühler in seiner Funktion zu optimieren.

Letzte Zweifel an der Identität des Modells beseitigen Seitenstreifen, die jeweils vom vorderen bis zum hinteren Radhaus reichen und den Schriftzug „GP“ tragen. Die Serienausstattung des Mini John Cooper Works GP beinhaltet außerdem Xenon-Licht mit schwarzen Scheinwerfergehäusen, Nebelscheinwerfer und eine Sonnenschutzverglasung.

Antrieb: Die Extraportion Temperament

Mit dem Mini John Cooper Works GP setzen die Macher das Prinzip, die sportlichen Gene durch den konzentrierten Einsatz von Motorsport-Technologie so intensiv wie möglich zur Geltung zu bringen, besonders hemmungslos um. Die unter dem Dach von Mini integrierte Marke „John Cooper Works“ präsentiert mit diesem Modell ein ultimatives Sportgerät, das seinen im Jahr 2006 vorgestellten Vorgänger beim Umrunden der Nürburgring-Nordschleife um 18 Sekunden schlägt. In nur 8:32 Minuten soll der neue John Cooper Works GP geradezu über die 20,832 Kilometer lange Nordschleife geflogen sein, die als schwierigste Rennstrecke der Welt angesehen wird und global als Benchmark gilt.

Für den satten Durchzug verantwortlich zeichnet ein 1,6 Liter großer Vierzylinder-Motor, der seine Höchstleistung von 218 PS bei 6.000 U/min erreicht. Der nach dem Twin-Scroll-Prinzip agierende Turbolader erzeugt dabei einen besonders hohen Ladedruck. Das Kraftpaket unter der Motorhaube soll spontan auf jede Bewegung des Gaspedals reagieren und stellt bereits ab 1.750 U/min ein maximales Drehmoment von 260 Nm zur Verfügung. Für besonders temperamentvolle Beschleunigungsvorgänge lässt sich dieser Wert mittels der Overboost-Funktion ab 2.000 Touren kurzzeitig auf bis zu 280 Nm steigern. Zur Kraftübertragung dient ein Sechsgang-Handschaltgetriebe.

 

Die Power des Kleinen ermöglicht eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 6,3 Sekunden. Erst bei 242 km/h endet der Vortrieb der kleinen Rennsemmel. Dem gegenüber steht ein Durchschnittsverbrauch von 7,1 Litern pro 100 Kilometer, was einem CO2-Ausstoß von 165 g/km entspricht.


Fahrwerk: Rennsport für die Straße

Ein einstellbares Gewindefahrwerk, eine kraftvolle Sportbremsanlage sowie modellspezifische Leichtmetallräder und Sportreifen ermöglichen bestes Handling und überragenden Fahrspaß. Die serienmäßigen Sportreifen sollen mit ihrer erhöhten Haftung grandiosen Kurvengrip, ein perfektes Bremsverhalten und eindrucksvolle Fahrleistungen ermöglichen. Mit einem Leergewicht von 1.160 Kilogramm gehört der Mini John Cooper Works GP zu den leichtesten Sportfahrzeugen seiner Klasse.

Auch die spezifische Fahrwerkskonstruktion für den MINI John Cooper Works GP ist von intensivem Motorsport-Knowhow geprägt. Erstmals kommt bei einem Mini ein einstellbares Gewindefahrwerk zum Einsatz, das eine individuelle Fahrzeugtieferlegung um bis zu 20 Millimetern ermöglicht. Mithilfe des Gewindefahrwerks lässt sich beispielsweise zur Vorbereitung von Fahrten auf einer Rennstrecke die Bodenfreiheit des Fahrzeugs an die Erfordernisse des jeweiligen Kurses anpassen.

An der Vorderachse verbaute Mini Upside-Down-Federbeine (umgedrehter Dämpfer mit nach unten im Federbeinrohr gelagerter Kolbenstange), um die Längs- und Quersteifigkeit des Federbeins zu erhöhen. Auch den Sturz an der Vorderachse erhöhten die Macher gegenüber dem Mini John Cooper Works, um das gesamte Leistungspotenzial der in ihrem Aufbau gegenüber Straßenreifen deutlich geänderten Sportreifen abrufen zu können, ohne von frühem Untersteuern und dem damit einhergehenden erhöhten Reifenverschleiß negativ beeinflusst zu werden.

Darüber hinaus verringerten die Macher die Vorspur der Vorderachse und erhöhten den Radsturz an der Hinterachse. Die unterschiedliche Gewichtung zugunsten der Vorderachse sorgt dafür, das Fahrzeug im Grenzbereich neutraler und schneller zu machen. Die ebenfalls verringerte Vorspur sorgt für ein Plus an Agilität und Biss in Kurven.


Die Verzögerung übernimmt eine Sportbremsanlage, die ein aus dem Rennsport abgeleitetes Konstruktionsprinzip aufweist und unter anderem aus 6-Kolben-Festsattelbremsen mit innenbelüfteten Scheiben an den Vorderrädern besteht. Die vorderen Bremsscheiben weisen einen Durchmesser von 330 Millimetern und eine Stärke von 25 Millimetern auf, das Format der hinteren Bremsscheiben beträgt 280 x 10 Millimeter. Auch die gewichtsoptimierten Leichtmetallräder in 17 Zoll wurden exklusiv für den Mini John Cooper Works GP entwickelt und sind mit Sportreifen im Format 215/40 bestückt, die sich durch besonders hohe Haftungswerte auszeichnen. Eigens für den Mini John Cooper Works GP von den Rennfahrzeugen der Mini-Challenge abgeleitet, wurde die Raddimension 7,5 x 17 H2 ET45.

Das Fahrstabilitätsprogramm DSC verfügt beim Mini John Cooper Works GP statt der dynamischen Traktionskontrolle DTC über einen speziellen GP-Rennmodus. Dieser verzichtet bei forcierter Gangart auf den oftmals störenden Motoreingriff der automatischen Stabilitätskontrolle und es findet bei Regeleingriffen lediglich ein Bremseneingriff mit der elektronischen Differenzialsperre (EDLC) statt. Dabei bremst die Software-Sperrfunktion das kurveninnere Rad und sorgt so dafür, dass dieses sonst am kurveninneren Rad verlorene Moment auf das kurvenäußere Rad (mit höherer Aufstandskraft) übertragen werden kann.

Interieur: Ohne Rücksitzbank auf Performance getrimmt

Zum Race-Feeling trägt das Innenraum-Ambiente bei, dessen Gestaltung nicht zuletzt durch den Verzicht auf eine Fondsitzbank ganz auf die Bedürfnisse von Fahrer und Co-Pilot konzentriert ist. Beide können die Performance-Werte des Mini John Cooper Works GP auf Recaro-Sportsitzen mit einem modellspezifischen Nahtbild genießen. Eine Ladegutschutzstrebe sorgt dafür, dass auch bei flotter Gangart keine Gegenstände aus dem Kofferraum nach vorne verrutschen.

Auch das „John Cooper Works“-Lederlenkrad mit aufgedicktem Kranz und der Schaltknauf mit Chrom-Ring und roter Schaltschema-Darstellung optimieren die Verbindung zwischen dem Fahrer und seinem Sportgerät. Darüber hinaus fördern die Konzentration auf das Fahrgeschehen unter anderem die anthrazitfarbenen Ziffernblätter für den Drehzahlmesser und die Geschwindigkeitsanzeige. Ebenso an Bord: ein anthrazitfarbener Dachhimmel, in „Piano Black“ gehaltene Interieur-Oberflächen und Türellipsen sowie eine Klimaanlage.

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