Mitsubishi Plug-in-Hybrid Outlander: Ein SUV mit drei Motoren

, 11.05.2014


Ein großer, reinrassiger SUV, der im Durchschnitt nur 1,9 Liter Benzin auf 100 Kilometern verbrauchen soll, lässt aufhorchen. Dem neuen Mitsubishi Plug-in-Hybrid Outlander gelingt dieses Kunststück. Damit nicht genug: Der Japaner vereint alle Vorzüge eines Elektroautos mit denen eines geräumigen SUV, zum Beispiel Allrad-Antrieb, eine Anhängelast von 1.500 Kilogramm und eine Reichweite von über 800 Kilometern. Die Preise beginnen bei 39.990 Euro.


Eigenständig mit stilvollen Details

Mit ausgeprägten Flanken, einer hohen Gürtellinie und einer starken Schulterpartie präsentiert sich der neue Mitsubishi Plug-in-Hybrid Outlander ohne optische Effekthascherei. Der schmale, aerodynamisch konturierte Frontgrill mit den massiven Chrom-Leisten und der mittlere Frontgrill in Chrom-Ausführung wirken gleichermaßen dezent und dominant.

Die skulpturalen, seitlich herumgezogenen Xenon-Scheinwerfer sorgen mit der „Wide Vision“-Technologie und der automatischen Leuchtweitenregulierung für eine optimale Ausleuchtung der Straße, ohne den entgegenkommenden Verkehr zu blenden.

Sportliche 18-Zoll-Leichtmetallfelgen setzen Akzente, während die vollständig in Wagenfarbe lackierten Kunststoffanbauteile des SUV das homogene Gesamtdesign unterstreichen. Markant am Heck des Japan-Offroaders fallen die prägnanten Heckleuchten ins Auge, die durch eine Chrom-Leiste miteinander verbunden sind.

Die treibende Kraft mit drei Motoren

Für den Antrieb des Mitsubishi Plug-in-Hybrid Outlanders sorgen ein 2,0 Liter großer MIVEC-Benzinmotor mit 121 PS und 190 Nm Maximaldrehmoment sowie zwei Elektromotoren, die jeweils 82 PS und 137 Nm leisten. Ein Elektromotor befindet sich an der Vorderachse, der andere hinten. Das Plug-in-Hybridsystem läuft nie mit der maximalen Leistung aller Komponenten, so dass es keine Gesamtleistung als Summe aller Teilleistungen gibt. In Abhängigkeit von den Fahrbedingungen wählt das System den jeweils günstigsten Antriebsmodus mit der Priorität „Energieeffizienz“.


Die zwei unabhängigen Elektromotoren ermöglichen einen permanenten Allradantrieb und mit einer Giermomentkontrolle besten Grip auf jedem Terrain als auch ein dynamisches Fahrerlebnis. Die elektronische Allradsteuerung erfolgt dabei über das Hybridsystem. Bei Bedarf schickt der „4WD Lock“-Modus die Kraft zu gleichen Teilen an beide Elektromotoren - in der Standardeinstellung beträgt die Drehmomentverteilung zwischen Front- und Heckantrieb 60 Prozent zu 40 Prozent. Den 2,0-Liter-Benziner koppelte Mitsubishi an einen Generator, der die Elektromotoren mit Strom versorgt.

Durch seine drei Motoren lässt sich der Mitsubishi Plug-in-Hybrid Outlander in unterschiedlichen Fahrmodi betreiben. Im rein elektrischen EV-Modus fährt der SUV mit maximal 120 km/h im Idealfall bis zu 52 Kilometer völlig emissionsfrei - abhängig von der Temperatur und der Fahrweise. Bereits mit dieser Reichweite vermögen viele Fahrer ihre täglichen Strecken zu bewältigen.

Der serielle Hybrid-Modus, bei dem der vom verbrauchsarmen Benzinmotor angetriebene Generator die Fahrbatterie auflädt, wird dann aktiviert, wenn der Fahrer beispielsweise kraftvoll beschleunigt. Für längere Autobahnfahrten ist der parallele Hybrid-Modus perfekt. Dabei agiert der Benziner nicht mehr als Generator, sondern treibt die Vorderräder an. Außerdem sorgt der Elektromotor an der Hinterachse für zusätzliches Drehmoment.

Tritt der Fahrer das Gaspedal stärker, gelangt als dritter Antrieb außerdem der vordere Elektromotor zum Einsatz und das System erhöht das Drehmoment des hinteren Elektromotors weiter. Die Folge: eine noch kraftvollere Beschleunigung. Von 0 auf Tempo 100 beschleunigt der SUV in 11,0 Sekunden. Die elektronisch limitierte Höchstgeschwindigkeit beträgt 170 km/h - darüber würde sich die Batterie zu schnell leeren.

 

Batterie-Energie lässt sich einfrieren

Ein Display zeigt an, wie effizient der Fahrer unterwegs ist und über wie viel Kapazität der Akku noch verfügt. Über einen Wählhebel kann der Fahrer unter anderem den Rekuperationsgrad bestimmen (Stärke der Bremsenergierückgewinnung) und über die "Save“-Taste sogar die verbleibende Batterieleistung für spätere Stadtfahrten „einfrieren“ - bis dahin nutzt der Plug-in-Hybrid Outlander einen der Hybrid-Modi.


Die Vorteile eines Plug-in-Hybrids

Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Hybridauto bietet ein Plug-in-Hybrid den Vorteil, die Batterie über eine herkömmliche Steckdose, zum Beispiel über Nacht, aufzuladen. Die vollständige Ladung der Akkupakete dauert an einer Haushaltssteckdose beim Outlander ca. 5 Stunden. Steht eine spezielle Schnellladestation zur Verfügung, genügen 30 Minuten, um die Batterie zu 80 Prozent aufzuladen. Der Anschluss für Schnellladestationen ist beim Plug-in-Hybrid serienmäßig und erfordert kein Extra-Kabel.

Ein weiterer Vorteil: Normale Hybrid-Fahrzeuge legen oftmals nur etwa bis zu drei Kilometer rein elektrisch zurück. Das Aufladen der Batterie erfolgt ausschließlich durch Bremsen und beim Fahren durch den Einsatz von Kraftstoff - ein Plug-in-Hybrid kann hingegen auf die durch das Stromnetz aufgeladene Batterieenergie zurückgreifen.

Erst bei leerer Batterie oder niedrigem Batteriestand verhält sich der Mitsubishi Plug-in-Hybrid Outlander wie ein normales Hybridauto: der Verbrennungsmotor schaltet sich automatisch zu und lädt die Batterie beim Fahren und beim Bremsen auf. Die Reichweite einer voll aufgeladenen Batterie und einer Tankfüllung beträgt, so Mitsubishi, im besten Fall 827 Kilometer.

Innenraum: Fernbedienung per Smartphone

Das Interieur des Mitsubishi Plug-in-Hybrid Outlander bietet viel Raum und Komfort, je nach Ausstattung mit hochwertigen Ledersitzen. Ausstattungsmerkmale wie etwa die für Fahrer und Beifahrer getrennt regelbare 2-Zonen-Klimaautomatik, eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung mit Audioschnittstelle, ein Licht- und ein Regensensor sowie das „Rockford Fosgate Premium“-Soundsystem unterstreichen den Komfort. Für Reisen ist ebenfalls bestens gesorgt: Der Kofferraum fasst 463 Liter. Wird die im Verhältnis 60:40 teilbare Rücksitzbank umgeklappt, entsteht in wenigen Schritten ein Ladevolumen von bis zu 1.472 Litern.


Auf Wunsch lässt sich der Plug-in-Hybrid Outlander über eine Smartphone-App bedienen, die für Android- und iOS-Geräte zur verfügung besteht. So ist es beispielsweise möglich, das Standheizungssystem zu aktivieren, den aktuellen Batteriestand abzurufen, den Start des Ladevorganges zu bestimmen oder die Klimaanlage zu regeln, um den Innenraum im Sommer vor dem Fahrtantritt angenehm zu kühlen.

Für kompromisslose Sicherheit ist gesorgt

Zu den Sicherheitsmerkmalen des neuen Mitsubishi Plug-in-Hybrid Outlanders zählen unter anderem 7 Airbags, Fußgängerwarnton (AVAS) für Geschwindigkeiten bis 36 km/h und ein Auffahrwarnsystem (FCM), das bis 30 km/h im Notfall automatsch bis zum Stillstand bremst. Dazu kommen eine adaptive Tempoautomatik (ACC), bei dem das Auto die Geschwindigkeit dem vorausfahrenden Fahrzeug anpasst, und ein Spurhalteassistent (LDW) mit elektronischer Stabilitäts- (MASC) und Traktionskontrolle (MATC).

So umfangreich - die Basisausstattung

Bereits die Basisversion ist umfangreich ausgestattet und verfügt unter anderem über eine elektronische Stabilitäts- und Traktionskontrolle, 7 Airbags, eine Berganfahrhilfe, 18 Zoll große Leichtmetall-Felgen, eine Dachreling, elektrisch einstell-, anklapp- und beheizbare Außenspiegel mit integrierten LED-Blinkleuchten und Privacy Glass.

Ebenfalls serienmäßig an Bord befinden sich eine Bluetooth-Audio-Schnittstelle und eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung, eine 2-Zonen-Klimaautomatik, ein Multifunktions-Lederlenkrad, ein Licht- und ein Regensensor, ein Multi-Informationsdisplay mit Energieflussanzeige, ein Radio-CD-/MP3-Player, eine Tempoautomatik mit Geschwindigkeitsbegrenzer und eine USB-Audio-Schnittstelle.

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