Mobiles Kraftwerk: Mercedes F 600 Hygenius

, 13.10.2005

Mit dem neuen F 600 Hygenius setzt Mercedes-Benz die Reihe seiner zukunftsweisenden Forschungsfahrzeuge fort. Ausgestattet mit einem 85 kW/115 PS starken, emissionsfreien Brennstoffzellen-Antrieb, verbraucht der familiengerecht konzipierte Kompaktwagen umgerechnet nur 2,9 Liter je 100 Kilometer und fährt mit einer Tankfüllung Wasserstoff über 400 Kilometer weit. Mercedes-Benz möchte die Marktreife des Brennstoffzellen-Antriebs bereits zwischen 2012 und 2015 erreichen.


Bei einer Spitzenleistung von 85 kW/115 PS erreicht der F 600 Hygenius ein maximales Drehmoment von 350 Newtonmetern. Die Dauerleistung des Brennstoffzellen-Antriebs beträgt 60 kW/82 PS bei einem Drehmoment von 250 Newtonmetern. Da nicht benötigte Energie in einer leistungsstarken Lithium-Ionen-Batterie gespeichert wird, arbeitet das System ähnlich wie ein Hybridantrieb und nutzt in jeder Fahrsituation die jeweils beste Energiequelle. Der Elektromotor wird beispielsweise beim Einparken oder Rangieren nur aus der Batterie mit Strom versorgt, während beim Beschleunigen Brennstoffzelle und Batterie gemeinsam Energie liefern. Beim Bremsen dient der Elektromotor als Generator und lädt die Batterie auf, um Antriebsenergie zurückzugewinnen.

Von diesen einzigartigen Vorteilen des Energie-Lieferanten profitieren auch die Passagiere des F 600 Hygenius, zum Beispiel durch Cupholder im Innenraum, die Getränke mit dem Strom aus der Brennstoffzelle kühlen oder warm halten. Zudem macht die Brennstoffzelle die Insassen bei Familienausflügen oder Geschäftsreisen unabhängig vom Stromnetz; denn mit ihrer Energie lassen sich - nach entsprechender Onboard-Umwandlung - überall elektrische Geräte auf dem normalen Spannungsniveau betreiben und an einer Steckdose in der Heckklappe anschließen.

Kompaktwagen mit dem Raumkomfort der Luxus-Klasse

Der viertürige F 600 Hygenius setzt auch in puncto Komfort und Variabilität Akzente. Denn trotz der kompakten, 4.348 Millimeter langen Karosserie übertrifft das Platzangebot im Innenraum die Dimensionen der Oberklasse. Der Abstand zwischen den Vorder- und Fondsitzen - ein Indikator für Bewegungsfreiheit und Raumkomfort - beträgt 945 Millimeter und lässt sich dank verschiebbarer Fondeinzelsitze nochmals um bis zu 400 Millimeter vergrößern. Damit bietet das Forschungsfahrzeug die Komfortmaße exklusiver Luxus-Limousinen.


Sitzkonzept für familiengerechte Variabilität

Mit vielen durchdachten Detaillösungen stellt der F 600 Hygenius ein perfektes Familienauto dar. Das zeigen zum Beispiel die kind- und familiengerecht konstruierten Sitze. Dank einer neuen Technik sind die Rückenlehnen des Beifahrersitzes und der Einzelsitze im Fond beidseitig nutzbar; sie lassen sich so nach vorne schwenken, dass auf den Sitzpolstern Isofix-Kindersitze entgegen der Fahrtrichtung eingeklinkt werden können. Diese Vis-a-vis-Sitzanordnung ist für die Sicherheit und für die Betreuung von Kindern vorteilhaft. Zudem lassen sich die hinteren Sitze in Längs- und Querrichtung verschieben, so dass die kleinen Mitfahrer während der Reise bequem vom rechten Fondsitz erreichbar sind.

Für den Fahrer entwickelte Mercedes-Benz einen neuartigen Sitz, dessen zweiteiliges Rückenpolster den Bewegungen des Oberkörpers folgt und in jeder Sitzposition die optimale Entlastung der Bandscheiben gewährleistet. Lehnt sich der Autofahrer beispielsweise im Sitz weiter zurück, schwenkt automatisch der untere Teil des Rückenpolsters nach vorne und stützt das Becken ab.

Videokameras für gefahrloses Aussteigen und sicheren Spurwechsel

Kameras in den Gehäusen der Außenspiegel beobachten das Verkehrsgeschehen neben und hinter dem F 600 Hygenius auch, wenn das Forschungsfahrzeug parkt. Nähert sich ein anderes Auto oder ein Zweiradfahrer von hinten, blockiert das System automatisch für kurze Zeit die Türen, um beim Öffnen eine Kollision zu verhindern. Während der Fahrt überwacht das Videosystem den „toten Winkel“ der beiden Außenspiegel und warnt den Fahrer beim Spurwechsel, wenn von hinten ein Fahrzeug kommt.


Zweistufiges Bedienkonzept mit neuartiger Benutzer-Erkennung

Um die Vielzahl von Funktionen schnell, intuitiv und vor allem sicher zu steuern, schufen die Mercedes-Ingenieure ein Bedienkonzept, das auf dem erprobten Prinzip der neuen Mercedes-Benz S-Klasse basiert. Ähnlich wie im Mercedes-Spitzenmodell stehen für besonders häufig genutzte Systeme - wie z. B. Autoradio, Klimaanlage, Telefon und Navigation - Taster in einem mittleren Bedienfeld der Instrumententafel zur Verfügung. Der zentrale Dreh- und Drücksteller des Bedienfelds erkennt beim F 600 Hygenius aber automatisch, ob er vom Fahrer oder vom Beifahrer berührt wird und ermöglicht so beiden Passagieren individuelle Klima-Einstellungen. Diese intelligente Benutzer-Erkennung basiert auf hautelektrischer Signalübertragung. Sobald der Beifahrer den zentralen Dreh-/Drückschalter berührt, schließt sich ein Datenkontakt zwischen dem Bedienelement und einer Sensormatte im Sitzpolster und schaltet die Displayanzeige auf die Einstellungen für die Beifahrerseite um.

2 Kommentare > Kommentar schreiben

14.01.2006

Ich hatte kürzlich die Gelegenheit, in diesem Fahrzeug einmal Probe zu sitzen. Der Fahrersitz ist wirklich ein Highlight, sobald es das als Extra gibt, kaufe ich das! [QUOTE]Für den Fahrer entwickelte Mercedes-Benz einen neuartigen Sitz, dessen zweiteiliges Rückenpolster den Bewegungen des Oberkörpers folgt und in jeder Sitzposition die optimale Entlastung der Bandscheiben gewährleistet. Lehnt sich der Autofahrer beispielsweise im Sitz weiter zurück, schwenkt automatisch der untere Teil des Rückenpolsters nach vorne und stützt das Becken ab. [/QUOTE]

15.07.2021

Ja wo bleibt denn der F600 in Serienversion? Nicht fette Geländewagen ,sondern was praktisches auch für die kleine Familie! Nicht den blöden Accumist, bei dem ich beim Laden in einer ewigen Schlange stehen muss!!! Was machen wir mit allen alten Akkus? Außerdem sollte man auch an die Umwelt denken nicht nur bei uns, sondern auch dort wo die Salze und anderes abgebaut werden! Und das, wo dort eh schon Wasserknappheit herrscht. Denkt bitte daran Werner


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