Opel startet Offensive: Günstige Elektroautos für die breite Masse

, 28.10.2019


Ob wir wollen oder nicht: Elektroautos und Hybride kommen - und das zu erschwinglichen Preisen und mit schnellen Ladezeiten. Opel drückt bei der Elektrifizierung seiner Modellpalette kräftig auf das Tempo und kann dabei auf jahrzehntelange Forschungen zurückgreifen. Das spielt dem deutschen Hersteller auf dem Weg zur E-Mobilitätsmarke jetzt bestens in die Karten. Bereits 2020 werden vier Fahrzeuge von Opel elektrifiziert und 2024 wird jedes Modell von Opel in einer elektrifizierten Variante erhältlich sein.  Bei Opel beginnt eine große Elektro-Offensive, die von den Preisen bis zu den Reichweiten interessanter nicht sein könnte.

Die Elektro-Offensive von Opel startet - die Wurzeln liegen im Jahr 1968

Richtig Fahrt nimmt die umfassende Elektrifizierung schon bald auf: 2020 starten der batterieelektrische Opel Corsa-e und der Opel Grandland X Plug-in-Hybrid durch. Parallel zur Einführung der beiden neuen E-Modelle ist der Opel Ampera-e noch bis zum nächsten Jahr erhältlich.

Was viele nicht wissen: Opel gehört zu den Pionieren der elektrifizierten Autos. Bereits 1968 weist der Opel Kadett B Stir-Lec I das Prinzip des „Range Extenders“ auf, wie es später beim Ampera in der Serie zum Einsatz gelangt. Der Stir-Lec-Prototyp fährt rein elektrisch. Den Strom dafür liefert ein Stirling-Heißgasmotor im Heck, der einen Generator antreibt. In den folgenden Jahrzehnten entwickeln die Macher als Versuchsträger kontinuierlich neue Elektroautos. Beim Impuls-Programm von 1990 bis 1997 erzielt ein Kadett schon zum damaligen Zeitpunkt eine elektrische Reichweite von rund 80 Kilometern.

Opel Ampera-e: Das Elektroauto mit hoher Reichweite geht in Serie

Zur Serienreife gelangt 2011 der Elektroantrieb mit „Range-Extender“ im Opel Ampera. Die Energie für Strecken zwischen 40 und 80 Kilometern Länge (je nach Fahrbedingungen) liefert eine 16 kWh große Lithium-Ionen-Batterie, die den 111 kW/150 PS starken Elektromotor speist. Immer, wenn der Ladezustand der Batterie ein definiertes Minimum erreicht, schaltet sich der 63 kW/86 PS starke Benzinmotor automatisch ein und treibt einen Generator zur Stromversorgung des Elektromotors an.

2017 folgt schließlich der rein elektrisch angetriebene Opel Ampera-e mit 150 kW/204 PS und einer Reichweite von 423 Kilometern nach dem neuen, realitätsnahen WLTP-Zyklus Nach dem alten NEFZ-Verfahren sind es 520 Kilometer. Der Akku des Ampera-e besitzt eine Kapazität von 60 kWh. Der Energieverbrauch beläuft sich auf 14,5 kWh/100 km nach NEFZ und auf 16,5 kWh/100 km nach WLTP. Erhältlich ist der Opel Ampera-e ab 42.990 Euro.

Opel Corsa-e: Heißer Preis, über 330 km Reichweite und nur 30 Minuten Ladezeit

Bereit für die Zukunft und zu 100 Prozent elektrisch ist der neue Opel Corsa-e, der im Frühjahr 2020 zu den Händlern kommt, aber bereits seit Juni bestellbar ist. Bewusst wählten die Macher mit dem Corsa die populärste Baureihe der Marke, um die Elektromobilität endgültig von ihrem Nischendasein zu befreien.

Basierend auf der komplett neuen Corsa-Generation, erweist sich der Corsa-e optisch als echter Hingucker und kann darüber hinaus mit seinem Antrieb überzeugen: Die Batteriekapazität beträgt 50 kWh. Eine große Batterie, mit der sich allerdings auch bei Kälte hohe Reichweiten erzielen lassen. Nach dem realitätsnahen WLTP-Zyklus bietet der Corsa-e eine Reichweite von starken 330 Kilometern. Dazu kommt eine Leistung von 100 kW/136 PS, mit denen sich der Kleine flott bewegen lässt. Von 0 auf 100 km/h vergehen nur 8,1 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 150 km/h. Der durchschnittliche Verbrauch nach WLTP beläuft sich auf 17,0 kWh auf 100 Kilometer.

Ist die Batterie leer, lässt sich der Akku des Opel Corsa-e an einer Gleichstrom-Ladestation (100 kW) in nur 30 Minuten von 0 auf bis zu 80 Prozent aufladen. Selbstredend, dass der Corsa-e auf alle Ladeoptionen von der Haushaltssteckdose über die Wallbox bis hin zur Schnellladung vorbereitet ist. Zudem gibt es eine Garantie von 8-Jahren für die Batterie.

Die Zeiten teurer Elektroautos sind ebenfalls vorbei: Der Corsa-e ist ab 29.900 Euro erhältlich. Da der Corsa-e vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als förderfähiges Elektrofahrzeug gelistet ist, können Käufer den Umweltbonus von zusammen 4.380 Euro in Anspruch nehmen, der jeweils zur Hälfte durch die Automobilhersteller und dem Bund getragen wird. Zusätzlich bieten einige Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen 4.000 Euro und Kommunen wie die Stadt Marburg 750 Euro aktuell als zusätzliche Fördermaßnahme für Elektrofahrzeuge an. Darüber hinaus sind Stromer von der Kfz-Steuer befreit.

Opel Grandland X Hybrid4: Starke Leistung, Allradantrieb und schnelle Ladezeiten

Ein SUV mit 300 PS Systemleistung und dazu richtig effizient. Was nach einem Widerspruch klingt, realisiert der neue Opel Grandland X Hybrid4. Dieser SUV verbindet die Kraft aus einem 1,6 Liter großen Turbobenziner (147 kW/200 PS) und zwei Elektromotoren (vorne 81,2 kW/110 PS, hinten 83 kW/113 PS). Dank der Power spurtet der Hybrid-SUV in nur 6,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erzielt eine Höchstgeschwindigkeit von 235 km/h.

Der Benziner deckt meist Fahrten mit mittlerer und hoher Geschwindigkeit ab, während der Elektroantrieb bei niedrigerem Tempo zum Einsatz gelangt. So fährt der Opel Grandland X Plug-in-Hybrid nach WLTP 52 Kilometer rein elektrisch (nach NEFZ 65 Kilometer) und deckt damit bei vielen die täglichen Fahrtstrecken ab.

Opel Grandland X Hybrid4-Fahrer können zwischen vier Fahrmodi wählen - je nach Präferenz und Fahranforderungen: Elektro, Hybrid, Allrad und Sport. So fährt der SUV im Hybrid-Modus automatisch in der jeweils effizientesten Antriebsweise. Für den Stadtverkehr kann der Fahrer einfach auf Elektro-Modus schalten - und schon läuft das Auto mit Null-Emissionen weiter. Das Plus an Fahrdynamik bietet der Sport-Modus, indem er die kombinierte Kraft von Verbrenner und Elektromotor nutzt. Für beste Traktion auf jedem Untergrund wiederum lässt sich der Allrad-Modus aktivieren, der die elektrifizierte Hinterachse zuschaltet.

Die Ladezeit hängt von der Art des verwendeten Ladegeräts ab. Neben dem im Lieferumfang des Fahrzeugs enthaltenen Kabel zum Laden über eine Haushaltssteckdose, bietet Opel Geräte zum Schnellladen an öffentlichen Stationen und Wallboxen zu Hause an. So lässt sich zum Beispiel der 13,2 kWh-Akku an einer 7,4 kW-Wallbox in rund einer Stunde und 45 Minuten vollständig aufladen.

Den durchschnittlichen Spritverbrauch nach WLTP gibt Opel für den Grandland X Plug-in-Hybrid mit 1,6 Litern auf 100 Kilometern an, was einem CO2-Ausstoß von 37 g/km entspricht. Nach NEFZ beträgt der kombinierte Benzinverbrauch ebenfalls 1,6 Liter auf 100 Kilometern.

Ab 51.165 Euro steht der Opel Grandland X Hybrid4 in der Preisliste und Anfang 2020 bei den Händlern. Wie der Corsa-e, ist der Grandland X Hybrid beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als förderfähiges Elektrofahrzeug gelistet, so dass ein Umweltbonus von mehreren Tausend Euro winkt.

Das sind die nächsten Elektroautos von Opel

Im kommenden Jahr ergänzen die batterie-elektrische Variante des Transporters Opel Vivaro und die E-Version des Opel Mokka X-Nachfolgers das Portfolio. 2021 kommen zudem elektrische Varianten von Opel Combo Cargo sowie Opel Combo Life und der elektrische Familien-Van Opel Zafira Life hinzu. Eine elektrifizierte Version der nächsten Generation des Kompaktklassikers Opel Astra rundet die E-Palette weiter ab. Die Pläne von Opel sind ehrgeizig. Aber keine Frage: Opel wird elektrisch!

2 Kommentare > Kommentar schreiben

29.10.2019

Vielen Dank für das Feedback. Der Preis für den Grandland X Hybrid4 steht ebenfalls im Artikel.

28.10.2019

Günstig? Ja, beim e-Corsa geht's noch. Aber der Grandland X Hybrid4 ist nicht unter 51.165,-- € offiziell konfigurierbar auf OPEL.de - kann man ruhig nennen, um das Bild zu vervollständigen.


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