Reiter Lamborghini Murciélago Strada GT: Rennsport für die Straße

, 01.08.2009

Reiter Engineering ist der einzige Hersteller für alle Renn-Lamborghinis und fährt selbst in der internationalen FIA GT-Meisterschaft erfolgreich mit. Kein Wunder, dass auch bei der Veredelung für den Straßengebrauch der italienischen Supersportwagen jede Menge Know-how aus dem Motorsport einfließt. Als Vorbild für den Reiter Murciélago Strada GT auf Basis des Murciélago LP 640 diente der Rennbolide Murciélago R-GT.



Copyright Manfred Segerer und Reiter Engineering

Wie auch beim kämpferischen Bruder aus dem Motorsport, griffen die Macher auf viel Carbon zurück, um das Gewicht zu minimieren. So bestehen der eigens angefertigte Frontsplitter, der mächtige Heckdiffusor und ein monströser, 1,90 Meter breiter Heckflügel aus dem edlen Material. Die Komponenten erfüllen ihren Zweck und erhöhen darüber hinaus den bei hohen Geschwindigkeiten notwendigen Abtrieb. Den Effekt unterstützt eine komplette Unterbodenverkleidung aus Aluminium.

Die ohnehin aufsehenerregende Erscheinung des Reiter Murciélago Strada unterstreicht der Veredeler mit einem satten Sound aus der modifizierten, gewichtssparenden Abgasanlage mit Klappensteuerung, die zusätzlich ca. 15 PS bringt und weitere Akzente setzt: Statt eines mittig angeordneten Endrohres im Diffusor, verbaute Reiter zwei Endrohre links und rechts zwischen den Scheinwerfern unterhalb des Heckflügels, des schon ab Werk 340 km/h schnellen Lamborghinis.



Copyright Manfred Segerer und Reiter Engineering

Für den satten Vortrieb sorgt das aus der Serie bekannte V12-Triebwerk mit 6,5 Litern Hubraum und 640 PS. Auf der anderen Seite speckte der Reiter Lamborghini Murciélago Strada GT gegenüber dem Serienbruder um ca. 80 bis 100 Kilogramm ab. Neben dem Verbau von Karbon-Komponenten trägt dazu maßgeblich der Umbau vom Allrad- auf Heckantrieb bei, bei dem der schwere Kardanstrang entfällt. Das ist Performance-Gewinn nicht durch mehr PS, sondern durch Gewichtsreduktion und verbesserte Aerodynamik.

 

Für eine optimierte Fahrdynamik des Reiter Murciélago Strada GT sorgt das auf Rennstrecken erprobte Rennfahrwerk, für das ein voreingestelltes Setup von Profi-Rennfahrern und Ingenieuren in zahlreichen Testläufen extra herausgefahren wurde, um ein maximales Fahrvergnügen zu bieten.



Copyright Manfred Segerer und Reiter Engineering

Den Kontakt zum Asphalt halten geschmiedete Leichtaluminium-Felgen (vorne in 10x18 Zoll mit Reifen im Format 265/35, hinten in 13x19 Zoll und Pneus in 345/38), die ebenfalls beim Renn-Lamborghini Murciélago R-GT zum Einsatz kommen, bei der Straßenversion allerdings keinen Zentralverschluss besitzen. Die Kraft zügelt derweil eine Rennbremsanlage mit innenbelüfteten und geschlitzten Scheiben.



Copyright Reiter Engineering

Die Verwendung des originalen Alcantara-Leders im Innenraum für die eigens konzipierten Sportschalensitze verleiht dem Fahrzeug mehr als eine sportliche Eleganz. Wie im Rennboliden Murciélago R-GT, lassen sich optional ebenfalls in der Straßenversion eine Sicherheitszelle mit Alcantara-Überzug und ein Feuerlöschsystem in edlem Carbon-Look installieren.

2 Kommentare > Kommentar schreiben

02.08.2009

Auch nicht schlecht was RE da zeigt. Gewicht runter, Heckantrieb, und reichlich Anleihen aus dem Rennboliden. Gefällt mir, zum Aussehen: Ein paar Details dürften nicht jeden ansprechen, jedenfalls finde ich die Optik gelungen, passt. Das Thema Rennwagen wurde auch optisch gekonnt intepretiert. - Ein Test oder Vergleich des SV mit dem Strada GT wäre schon interessant. Wie sich die beiden Antriebskonzepte 4WD und 2WD schlagen und ob die oft vorgeworfene Trägheit (-> Gewicht) / Untersteuern mit den Performance-Kuren behoben ist.

02.08.2009

Die Serienleistung des LP640 ist ansich schon ausreichend, daher war eine Leistungssteigerung nicht notwendig. Daher wird die Gewichtsreduzierung hier deutlich mehr gebracht haben als ein paar Mehr-PS und dürfte so für ordentliche Fahrleistungen sorgen. Da es sich hier um eine Straßenversion eines Rennfahrzeugs handelt, geht die Optik vollkommen in Ordnung. Interessant ist, dass man die Heckleuchten des alten Mucielago genommen hat. Sie passen meiner Meinung nach besser zur Renn-Optik.


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