Renault Clio RS 16: Radikal! Monster-Kleinwagen mit 273 PS

, 02.06.2016


Ist Renault mutig genug, diese extreme Rennsemmel auf die Straße zu bringen? Mit dem Renault Clio RS 16 präsentieren die Franzosen den Prototypen eines radikalen Kleinwagens mit 273 PS. Das ist extrem viel Leistung für ein derart kleines Auto. Um die Kraft des Turbo-Aggregates sicher auf die Straße zu bringen, erhält der Renault Clio RS 16 seine Technik direkt aus dem Motorsport und darf dazu seine Rolle mit einem besonders aggressiven Bodykit nach außen zeigen.


Design: Breiter, brutaler und wie in der Formel 1

Ziel war ein Fahrzeug, das nicht nur ein Show Car ist, sondern auch die Typzulassung erhält. Beim Design des Renault Clio RS16 verfolgte Renault Sport den Ansatz eines im Vergleich zur Serienversion deutlich spektakuläreren Äußeren. Um die Wirkung der vom Renault Mégane RS 275 Trophy-R übernommenen Kühlanlage zu optimieren, erhielt der Clio RS 16 eine neu gezeichnete Frontschürze, die durch eine breite Frischluftöffnung und einen an die Formel-1-Rennwagen angelehnten Frontflügel besticht.

Eigentlich legte Renault den Clio RS für 18-Zoll-Felgen aus. das Entwicklerteam schnitt die Kotflügel aus, fügte Verbreiterungen aus Verbundmaterial an und verband diese mit neu gestalteten Schwellerverkleidungen. Insgesamt wächst die Fahrzeugbreite um deutliche sechs Zentimeter. Als weiteres Designdetail erhielt der Clio RS 16 von den Markenpokalrennern des Clio Cup den markanten Dachspoiler. Dieser sorgt für einen Anpressdruck von 40 Kilogramm bei einer Fahrgeschwindigkeit von 200 km/h.

Die Farbgebung des Renault Clio RS 16 orientiert sich an der Optik des namensgleichen Formel-1-Boliden, mit dem Renault 2016 als Werksteam in die Königsklasse des Motorsports zurückkehrte. Kennzeichen ist die Karosserie in Sirius-Gelb, kombiniert mit Elementen in Glanz-Schwarz wie dem Kühlergrill und dem Dach. Auch die „Speedline Turini“-Felgen im 19-Zoll-Format hielten die Macher in Schwarz. Das Design des Clio RS 16 komplettieren der „Renault Sport“-Schriftzug auf dem Dach und ein Striping am Heck, das den Renault-Rhombus symbolisiert.

Antrieb: Hammer! So mächtig ist das Leistungsplus

Beim Renault Clio RS 16 kommen direkt Erinnerungen an den Renault Clio V6 auf, der von 2000 bis 2005 gebaut wurde und damals bis zu 254 PS stark war. Diese Leistung übertrifft die neueste Kreation nochmals: Der favorisierte Plan bestand darin, das stärkste Triebwerk von Renault Sport, den 2,0 Liter großen Turbo-Benziner des Renault Mégane RS 275 Trophy-R, unter die Motorhaube des Clio RS zu packen. Mit 273 PS leistet der aufgeladene Vierzylinder 73 PS mehr als der 1,6-Liter-Turbo in der Serienvariante des Clio RS.


Vom Mégane RS 275 Trophy-R übernahm Renault nicht nur das Triebwerk, sondern auch das 6-Gang-Schaltgetriebe und das Kühlsystem. Angesichts des Drehmoments von 360 Nm modifizierten die Macher außerdem die Motoraufhängung. Gegenstand umfangreicher Änderungen war ebenfalls die Auspuffanlage. Eine verbesserte Durchlässigkeit des Abgassystems ermöglichte es, bei unveränderter Anordnung der Einzelkomponenten unter dem Fahrzeug die angestrebten Performance-Ziele zu erreichen. Ein Schalldämpfer vom renommierten Auspuffspezialisten Akrapovic sorgt für eine stimmige Soundkulisse.

Besonderes Augenmerk galt außerdem der Elektronik. Hintergrund: Die Systeme von Mégane RS 275 Trophy-R und Clio RS basieren nicht auf der gleichen Architektur. Die Lösung brachte eine spezielle Gateway-Software in der Motorsteuerung des 2,0-Liter-Aggregats, welche die Kommunikation mit dem System des Clio RS sicherstellt.

Fahrwerk: Hier gelangt echte Rennsport-Technologie zum Einsatz

Um die Kraft des Turbo-Benziners sicher auf die Straße zu bringen, erhielt der Renault Clio RS 16 vom Renault Mégane RS 275 Trophy-R die ISAS-Vorderradaufhängung (Independent Steering Axis System) mit entkoppelter Lenkachse. Das System stammt ursprünglich aus dem Rallye-Sport und gewährt ein Maximum an Lenkpräzision und Traktion. Einziger Unterschied zum System aus dem Spitzenmodell der Mégane-Baureihe ist ein neu gestalteter Achsschenkel.

Die verstärkte Hinterachse stammt dagegen vom Renault Clio R3T, der Rallye-Variante des Clio RS, die im Vergleich zur Serienversion eine Reihe verschweißter Querstreben besitzt. Um die Beanspruchung bei den härtesten Schotter-Rallyes zu bewältigen, verfügt die Hinterachse über eine um mehr als 50 Prozent höhere Rollsteifigkeit.


Vom Renault Mégane RS 275 Trophy-R übernahm der Renault Clio R.S.16 außerdem die verstellbaren Rennsportstoßdämpfer mit Doppelströmungsventil. Die Technik stellt sicher, dass die Dämpfung beim Ein- und Ausfedern die gleiche Dynamik aufweist, da die Dämpferflüssigkeit in beide Richtungen den gleichen Flussweg zurücklegt. Dies bedeutet, dass Rad und Reifen rasch wieder in ihre optimale Position am Boden zurückkehren können und so für besseren Grip und Traktion sorgen.

Auch die 350-Millimeter-Bremsscheiben vorne übernahmen die Macher vom Renault Mégane RS 275 Trophy-R. An der Hinterachse verzögern Scheiben mit 260 Millimetern Durchmesser.

Innenraum: Runter mit dem Gewicht

Im Innenraum sorgen Sportsitze und 6-Punkt-Sicherheitsgurte für den exzellenten Seitenhalt und ein hohes Maß an Sicherheit. Um Gewicht zu reduzieren, entfernten die Spezialisten von Renault Sport außerdem die Rücksitze und bauten die Klimaanlage aus. Die Lithium-Ionen-Batterie des Clio RS16 kommt aus dem Mégane RS 275 Trophy-R und spart neben 15 Kilogramm Gewicht wertvollen Bauraum ein.

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