Seat Leon Cup Racer: Kein Show Car - das ist der neue Rennwagen

, 12.05.2013


So aggressiv wie der Seat Leon Cup Racer auftritt, denken vermutlich viele, dass es sich um ein Show Car handelt. Weit gefehlt: Es ist das erste Test Car eines neuen Renntourenwagens für den Einsatz in verschiedenen weltweiten Motorsport-Serien, mit dem Seat an die großen sportlichen Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen möchte. Seat gewann unter anderem 2008 und 2009 mit dem Leon die Tourenwagen-Weltmeisterschaft.


Für mächtigen Vortrieb sorgt im Seat Leon Cup Racer ein 2,0 Liter großer Vierzylinder-Turbomotor mit 330 PS und einem maximalen Drehmoment von 350 Nm. Für die Kraftübertragung auf die Vorderachse sorgen ein 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG), bedient am Lenkrad, und ein elektronisch gesteuertes Sperrdifferential. Eine spezielle Variante des Cup Racers für Langstreckenrennen lässt sich mit einem sequentiellen Renngetriebe samt Schalthebel auf der Mittelkonsole und einem mechanischen Sperrdifferential ausrüsten.

Bereits optisch liefert der auf dem fünftürigen Leon basierende und in metallischem Mattgrau mit orangefarbenen Akzenten lackierte Cup Racer einen beeindruckenden Auftritt. Überaus kraftvoll steht der Cup Racer auf seinen 18-Zoll-Rennrädern - immerhin ist die Spurbreite des Rennwagens fast 40 Zentimeter größer als beim Serienmodell.

Die neue Front legte Seat auf eine optimale aerodynamische Effizienz und maximale Belüftung von Motor und Bremsanlage aus, während die mächtigen Radhäuser mit ihren Öffnungen an der Rückseite die Kühlwirkung für die Vierkolben-Bremsanlage unterstützen. Maximalen Abtrieb für hohe Kurvengeschwindigkeiten erzeugen die weit herausgezogenen Schweller, der Frontspoiler, der glatte Unterboden, der Heckdiffusor und der zweistufige, auf einer Stütze montierte Dachspoiler.

Dennoch bleibt die Design-DNA des Leons auch beim Cup Racer voll erhalten. Die markanten Voll-LED-Scheinwerfer mit ihrer individuellen Tagfahrlicht-Signatur übernahmen die Macher vom Serienmodell ebenso wie die LED-Heckleuchten. Auch die Kontur der Dachlinie, die charakterstarken Linien und präzisen Blister in der Seitenansicht entsprechen dem Serienmodell.


Rennfertig präsentiert sich ebenfalls das Interieur des Leon Cup Racers. Konsequente Gewichtsreduktion und die Konzentration auf das Wesentliche bestimmen den von einem höchstfesten Käfig zusätzlich geschützten Innenraum. Optimale Sicherheit bietet der Schalensitz mit HANS-System (Head and Neck Support) für den Schutz des Kopfes. Seat bezog den Schalensitz mit einem speziell entwickelten, feuchtigkeitsregulierenden Leder.

Die Grundform des Serien-Cockpits blieb erhalten. Die Fahrerinformation und die Bedienung des Rennwagens konzentrieren sich aber auf das Multifunktions-Lenkrad und das hochauflösende TFT-Display dahinter. So behält der Pilot stets die maximale Kontrolle über sein Renngerät.

Seat definierte sogar bereits einen vorläufiger Kaufpreis für den Leon Cup Racer: 83.300 Euro (70.000 Euro ohne Mehrwertsteuer) soll die Version mit DSG-Getriebe kosten, 113.050 Euro (95.000 Euro ohne Mehrwertsteuer) die Langstrecken-Ausführung mit sequentiellem Getriebe und mechanischem Sperrdifferential.

Die Spanier können sich vorstellen, den Leon Cup Racer bereits in der Saison 2014 für seine Kundenteams anzubieten. Durch die zwei Versionen für Sprint- und Langstreckenrennen wäre der Cup Racer für eine extrem breite Palette von Rennserien optimal einsetzbar, von der ETTC (European Touring Car Cup) bis zum VLN-Langstreckenpokal am Nürburgring. Denkbar wäre darüber hinaus, den Cup Racer zu einer WTCC-Version mit einem 1.6-Liter-Triebwerk weiterzuentwickeln.

4 Kommentare > Kommentar schreiben

12.05.2013

Warum sollte der Leon Cup Racer nicht in anderen Rennserien antreten, die nicht zu einer FIA-Meisterschaft zählen? Auch in anderen Rennserien können Kundenteams den Leon Cup Racer einsetzen.

12.05.2013

Dann ist das aber keine FIA Meisterschaft. Laut [url=http://www.fia.com/home]Home | Federation Internationale de l'Automobile[/url] gibt es keine ETCC

12.05.2013

Lies Dir bitte einmal den letzten Absatz genau durch. Es gibt sowohl einen ETCC als auch die WTCC. ;) Für Letztere müsste der Leon Cup Racer allerdings weiterentwickelt werden.

12.05.2013

Die Serie heisst WTCC und nicht mehr ETCC


Jetzt bewerten

Zum Bewerten musst Du registriert und eingeloggt sein.

Weitere Seat-News
Seat Ibiza Cupra 2013

Seat Ibiza Cupra 2013: Die kleine Rennsemmel in …

Der Seat Ibiza Cupra stellt seit jeher eine echte Rennsemmel dar, die mit einer doppelten Aufladung für satten Fahrspaß sorgt. Mit dem Facelift kommt der heißblütige Spanier mit einer souveränen Performance, …

Seat Mii Viva

Seat Mii Viva: Geladene Emotionen für nur 85 Euro pro Monat

Seat steigert die Emotionen und offeriert den kleinen Mii als Aktionsmodell „Viva“ jetzt ab ledilich 85 Euro pro Monat an - ohne Anzahlung und ohne Zinsen bei einer Laufzeit von 54 Monaten, dafür aber mit …

Seat Mii FR Concept

Seat Mii FR Concept: Der Kleine zeigt Muckis

Jetzt möchte Seat mit dem kleinen Mii den Großstadt-Dschungel richtig aufmischen und präsentiert den Mii FR Concept. Traditionell stehen die FR-Ausführungen bei der spanischen Marke für einen besonders …

Der neue Seat @Mii ist ausschließlich im Internet bestellbar.

Seat @Mii: Nur online bestellbar - mit sattem Preisvorteil

Mit seinen kompakten Maßen glänzt der kleine Seat Mii als City-Flitzer im Großstadtdschungel. Jetzt offeriert Seat Deutschland eine neue Version mit sattem Preisvorteil, die ausschließlich im Internet …

Seat Toledo 2013

Seat Toledo 2013: Der neue Trend mit alter Stufe

Kompakte Limousinen sind im Kommen: Seat lässt dafür den Toledo mit Stufenheck wieder aufleben, der in neuer Form ab Mitte November 2012 zunächst in Spanien und Portugal, ab 2013 dann auch im übrigen Europa …

AUCH INTERESSANT
Traumstraße Amalfitana: Die besten Hotspots der Amalfiküste

AUTO-SPECIAL

Traumstraße Amalfitana: Die besten Hotspots der Amalfiküste

100 Meter über dem Meer, sensationell in die Steilküste gesprengt und dazu spektakuläre Ausblicke: die Amalfitana in Italien gehört mit ihren zahlreichen Kurven, den schroffen Felsen zwischen der …


TOP ARTIKEL
Audi S6 Avant TDI 2020 Test: Der Super-Diesel zum Sparen
Audi S6 Avant TDI 2020 Test: Der Super-Diesel …
Ford Kuga 2020: Alle Neuheiten und der erste Check
Ford Kuga 2020: Alle Neuheiten und der erste Check
Skoda Karoq Sportline 2019 Test: Stärker als alle anderen
Skoda Karoq Sportline 2019 Test: Stärker als …
News-Abo
Jeden Morgen kostenlos per E-Mail:
Aktuelle Artikel
Audi S6 Avant TDI 2020 Test: Der Super-Diesel zum Sparen
Audi S6 Avant TDI 2020 Test: Der Super-Diesel …
Bugatti Chiron: Fast 500 km/h - Wahnsinn, aber kein Rekord
Bugatti Chiron: Fast 500 km/h - Wahnsinn, aber …
VW Passat R-Line Edition 2019 Test: Wie sportlich ist er wirklich?
VW Passat R-Line Edition 2019 Test: Wie …
Porsche Cayenne Turbo S E-Hybrid Test: Super-Boost mit 680 PS
Porsche Cayenne Turbo S E-Hybrid Test: …
Skoda Scala 2019 Test: Günstiger und besser als der VW Golf?
Skoda Scala 2019 Test: Günstiger und besser als …


Speed Heads - Sportwagen- und Auto-Magazin

Das Auto und Sportwagen Magazin mit täglich aktualisierten Auto News, Motorsport News, Auto Tests, Sportwagen Berichten und der streng geheimen Auto Zukunft. Speed Heads ist die Community für echte Auto-Fans und informiert im Sportwagen Magazin über Neuigkeiten aus der Welt der schnellen Autos.

  • emotiondrive Logo
  • Torpedo Run Logo
  • Motorsport Total Logo
  • autoaid Logo