BMW 5er M-Sport 2017 (G30) Test: Der Held, was er verspricht

, 27.12.2016


Der BMW 5er ist der Inbegriff der sportlichen Business-Limousine. Doch der Audi A6 und die Mercedes-Benz E-Klasse zogen in den letzten Jahren am 5er vorbei. Jetzt schlägt BMW zurück und bringt eine komplett neue Generation auf den Markt. Wir wollen wissen, was der neue BMW 5er (G30) tatsächlich drauf hat und wie groß der sportliche Fahrspaß mit dem BMW 540i M-Sport ist. Selbstverständlich nehmen wir ebenfalls den komplett überarbeiteten Innenraum mit seiner Vielzahl an neuen, spannenden Technologie-Features unter die Fittiche. Schafft es der BMW 5er, die Spitze zurückzuerobern?

Das ist ein Statement: Eine Business-Limousine kann sportlich aussehen, ohne ihre Eleganz zu verlieren. Insbesondere das M-Sportpaket setzt den neuen BMW 5er richtig attraktiv in Szene. Dazu gehören eine dynamisch gezeichnete Frontschürze mit vergrößerten Lufteinlässen, Schwellerleisten an den Seiten sowie eine stylische Heckschürze in Diffusoroptik und eine Abgasanlage mit zwei trapezförmigen Auspuffendrohren. Ein M-Sportfahrwerk legt den Fünfer darüber hinaus tiefer.

Die im Verhältnis zum langen Radstand zurückversetzte Fahrgastzelle steigert den dynamischen Eindruck. Als Hingucker erweisen sich außerdem an der Front die LED-Scheinwerfer mit dem angriffslustigen Blick eines Raubtieres - zusätzlich hervorgehoben durch die jetzt sechseckigen LED-Tuben des Tagfahrlichts. Ebenso auffällig: Erstmals sind die Glasabdeckungen der Scheinwerfer nahtlos mit der Doppelniere verbunden. Coole Akzente setzen ferner die schwarzen 19 Zoll großen M-Leichtmetallräder im Doppelspeichen-Design.

Auf die Plätze, fertig, Spaß: Das ist Vorwärtsdrang!

Für den Antrieb des BMW 540i M Sport sorgt ein 3,0 Liter großer Reihensechszylinder-Motor mit TwinTurbo-Aufladung. Das Triebwerk leistet 340 PS zwischen 1.380 und 5.200 U/min. Dazu kommt ein starkes Maximaldrehmoment von 450 Nm, das bereits ab frühen 1.380 Touren und über ein breites Drehzahlband bis 5.200 Touren zur Verfügung steht.

Die Werte versprechen nicht zu viel: Ein Druck auf das Gaspedal - und der doppelt aufgeladene BMW 540i M Sport zeigt sich als echter, schnell ansprechender Performer, der sehr gut am Gas hängt und ebenfalls durch seine Reaktionsfreude auffällt. Durch das massig zur Verfügung stehende Drehmoment ist in allen Fahrsituationen immer eine fette Durchzugskraft vorhanden, so dass spontane Zwischenspurts und Überholmanöver zum Kinderspiel werden. In Verbindung mit der 8-Gang-Sportautomatik sprintet der hinterradangetriebene BMW 540i M Sport in nur 5,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt elektronisch abgeregelte 250 km/h.

Die beste Basis für mehr Fahrdynamik

Beim Hochbeschleunigen und in Kurvenrevieren besticht die 8-Gang-Sportautomatik durch sehr schnelle und weiche Schaltvorgänge. Wer den Spaß steigern möchte, legt die Gänge über die Paddles am Lenkrad ein. Doch das alleine reicht nicht aus, in Kurven zu bestehen. Das weiß auch BMW und sorgt für die richtigen Zutaten. Das dicke, griffige Lenkrad liegt sehr gut in den Händen und reagiert spontan auf Lenkbefehle. Dazu erweist sich die Lenkung als präzise und bietet dazu ein tolles Feedback. Das Sportfahrwerk sorgt darüber hinaus für wenig Seitenneigung.

Noch nicht genug? Zusätzlich unterstützt das Kurvenverhalten auf Wunsch eine Integral-Aktivlenkung. Wie bei Porsche steigert die Agilität die optional erhältliche Integral-Aktivlenkung: In engen Kurven schlagen die Räder der Hinterachse in die entgegengesetzte Richtung zu den Vorderrädern ein. Daraus resultiert ein kleinerer Wendekreis und ein spürbares Plus an Agilität. Bei Überholmanövern im höheren Geschwindigkeitsbereich schlagen die Räder die gleiche Richtung ein, was zu einem Plus an Fahrstabilität führt.

Die Kurvenspeed ist hoch und auch mit dem Hinterradantrieb baut der BMW 540i M Sport eine starke Traktion und Fahrstabilität auf. Dazu lässt sich das Fahrzeug mit dem Hinterradantrieb schön aus der Kurve herausdrücken. Die 4,94 Meter lange Limousine fühlt sich wie ein kleineres Fahrzeug an. Genau das ist der Fahrspaß, wie ich ihn mir mit einer Limousine in diesem Segment vorstelle!

Neuer Favorit unter den Fahrmodi: Diese Details machen den Unterschied

Doch der BMW 540i M Sport beherrscht mehrere Disziplinen und der Fahrer kann ganz nach seinen persönlichen Vorlieben den Gesamtcharakter bestimmen. Über den Fahrerlebnisschalter stehen die Modi „Eco Pro“, Comfort“, „Sport“ und - ganz neu - „Adaptive“ zur Wahl. Die Modi wirken sich unter anderem auf das Ansprechverhalten, die Schaltcharakteristik, die Lenkunterstützung und die dynamische Dämpferabstimmung aus. Die Unterschiede lassen sich dabei deutlich spüren.

Der auf Effizienz getrimmte, es fahrdynamisch gemächlich angehende „Eco Pro“-Modus besitzt einen Vorausschauassistenten, der dank der Vernetzung mit dem Navigationssystem „Professional“ Verzögerungssituationen wie Ortseinfahrten, Tempolimits, Kurven und Abbiegespuren frühzeitig erkennt und den Antrieb entsprechend konditioniert. Wer es schafft, das Gaspedal zu schonen, soll im Idealfall, so BMW, in Verbindung mit den bei unserem Testwagen montierten 19-Zoll-Leichtmetallrädern nur 6,7 Liter Sprit pro 100 Kilometer verbrauchen, was einem CO2-Ausstoß von 154 g/km entspricht. Um ehrlich zu sein: Ich drücke das Gaspedal lieber durch, als es zu schonen.

Für den Spaß außerhalb der Stadt sorgt der „Sport“-Modus mit einem direkten Fahrgefühl und einem strafferen, aber weiterhin gut Bodenunebenheiten absorbierendem Fahrwerk. Damit kann es der Fahrer auf kurvigen Straßen auch mal richtig krachen lassen. Ideal auf den Alltag abgestimmt ist derweil der „Comfort“-Modus, der Bodenunebenheiten bestens absorbiert und ein entspanntes Gleiten über die Straßen ermöglicht. Wer sich darauf einlässt, merkt jetzt, wie beeindruckend leise der BMW 540i M Sport sein kann. Sogar Windgeräusche sind kaum wahrnehmbar.

Neu ist der „Adaptive“-Modus, der die Abstimmung von Lenkung, dynamischer Dämpferkontrolle und Getriebe automatisch an den Fahrstil und an den Streckenverlauf anpasst. Unterm Strich stellt dieser Modus meinen persönlichen Favoriten dar - stellt er doch situationsabhängig tatsächlich eine eher sportliche oder komfortbetonte Antriebs- und Fahrwerkscharakteristik bereit, ohne selbst ständig zwischen dem „Sport“- und „Comfort“-Modus wechseln zu müssen. Dennoch: Der „Sport“-Modus ist nochmals deutlich sportlicher ausgeführt.

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