Mazda3 Skyactiv-G 165 Test: Der mischt die Golf-Klasse auf

, 29.12.2014


Mazda erzielt den für einen 2,0 Liter großen Saugmotor hervorragenden Wert auch durch das Energierückgewinnungssystem „i-Eloop“. Während die meisten Rückgewinnungssysteme nur beim Bremsvorgang arbeiten, generiert i-Eloop bereits Energie, sobald der Fahrer den Fuß vom Gas nimmt. Diese wird statt in einer Batterie in einem Kondensator gespeichert.

Der Kondensator lässt sich, im Gegensatz zu herkömmlichen Batterien, innerhalb von nur wenigen Sekunden voll laden und vermag die Energie sofort wieder abzugeben, um die elektrischen Fahrzeugsysteme zu betreiben und den Verbrennungsmotor zu entlasten - sonst wäre für den Antrieb der Komponenten Benzin erforderlich.

Innenraum: Außen kompakt, aber innen riesig

Einmal Platz genommen, fällt neben dem übersichtlich gestalteten Cockpit und der guten Verarbeitung sofort das großzügige Raumgefühl aus. Es täuscht nicht: Vorne finden bequem bis zu 1,95 Meter große Personen Platz. Der Fond bietet bis zu 1,80 Meter gewachsenen Insassen reichlich Platz. Die Sicht nach hinten ist durch das schnittige Design allerdings etwas eingeschränkt - in der „Sports-Line“ ist die Einparkhilfe vorne und hinten jedoch serienmäßig vorhanden. Eine Rückfahrkamera ist leider nicht erhältlich.

Das Interieur unterstreicht das sportliche Ambiente. Elemente in Carbon-Optik am schwarzen Lederlenkrad und an den Türen sowie passende Akzente an Handbremshebel, Armlehnen und Schalthebel werten die Anmutung gelungen auf. Hinzu kommen Klavierlack-Oberflächen und Chrom-Applikationen. Während der obere Bereich des Armaturenbrettes eine angenehme Softtouch-Oberfläche besitzt, gelangt im nicht sofort sichtbaren, unteren Bereich hartes Plastik zum Einsatz, das allerdings gut verarbeitet ist. Doch selbst die Armlehnen und Türverkleidungen sind mit Leder bezogen.

Aha! Internet mit immer mehr Angeboten und Services

Informationen des Infotainment- und Kommunikationssystems „MZD Connect“ werden auf einem 7 Zoll großen, gut im Sichtfeld positionierten Farb-Display dargestellt. Ebenfalls positiv: Die meisten Funktionen lassen sich über den neuen Multi-Commander-Dreh-Drücksteller steuern, der sich in der Mittelkonsole hinter dem Schalthebel befindet. Bei Bedarf ist die Bedienung auch über den Touchscreen mit Fingertipps möglich. Einige bevorzugen Controller, andere die Bedienung direkt auf dem Touchscreen - Mazda bietet beide Varianten an.

Das Internet hält immer weiter Einzug in Autos. Selbstredend, dass der Mazda3 ebenfalls zahlreiche mobile Internet-Funktionen per Smartphone bereithält, die sich komfortabel über „MZD Connect“ steuern lassen. Mazda setzt auf die Zusammenarbeit mit den Infotainment-Services von Aha, die eine breite und stetig wachsende Palette mobiler Infotainment-Inhalte und Services bereithalten: Internet-Radio mit Tausenden von Sendern sowie Podcasts, Hörbücher und Nachrichten. Dazu kommt der Zugang zu sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter, die Sprachausgabe von empfangenen Nachrichten und vieles mehr.

Familie, Urlaub, Ausflüge mit Freunden - das erfordert Laderaum

Funktional präsentiert sich das gut zugeschnittene Gepäckabteil mit der breiten Ladeöffnung. 364 Liter fasst der Gepäckraum beim Schrägheck. Dabei handelt es sich im Kompaktsegment um einen guten Durchschnittswert. Das Ladevolumen lässt sich durch das Umklappen der Rücksitzlehnen auf bis zu 1.250 Liter vergrößern - dabei entsteht eine leicht ansteigende Ladefläche. Die Ladestufe nach innen fällt allerdings etwas arg hoch aus. Zum Vergleich: Beim VW Golf sind es 380 Liter beziehungsweise 1.270 Liter Ladevolumen.

Hinzu kommen zahlreiche weitere Ablagemöglichkeiten, Becherhalter (vorne und hinten) und Staufächer, die insbesondere vom Fahrer leicht und mit nur minimaler Ablenkung erreicht werden können. Ein großes Ablagefach findet sich etwa am Fuß der Mittelkonsole. Die Türtaschen sind groß genug für 1-Liter-Flaschen, während sich die Sonnenbrille in einem speziellen Fach in der Dachhimmel-Konsole aufbewahren lässt.

Sicherheit: Mazda3 sieht voraus, bevor es brenzlig wird

Die Frage „Wie konnte das denn nur passieren?“ soll beim Mazda3 nicht aufkommen. Die umfassenden Sicherheitssysteme im Mazda3 erkennen gefährliche Situationen, machen den Fahrer darauf aufmerksam und leiten bei Bedarf Maßnahmen zur Unfallvermeidung oder zur Verringerung der Unfallfolgen ein. Die Basis dieses Konzeptes bilden sensorbasierte und radarunterstützte aktive Sicherheitstechnologien, die Mazda unter dem Begriff „i-Activsense“ zusammenfasst.

So befinden sich ausstattungsabhängig ein Spurwechselassistent und ein Spurhalteassistent ebenso an Bord wie ein bis 30 km/h aktiver City-Notbremsassistent, der im Fall der Fälle die Bremsen automatisch betätigt. Bis 200 km/h greifen die radargestützte Distanzregelung und das Pre-Crash-Safety-System mit aktivem Bremseingriff, die ebenfalls im Notfall selbstständig Maßnahmen einleiten. Das große Sicherheitspaket gibt es allerdings nur in der Top-Ausstattung „Sports-Line“ über das „Technik-Paket“, das jedoch viele Assistenten zum vergleichsweise günstigen Preis von 1.650 Euro bietet.

Bi-Xenon-Scheinwerfer mit automatischer Leuchtweitenregulierung sind bei der „Sports-Line“ inbegriffen. Nachts kümmert sich der Fernlichtassistent durch das automatische Umschalten von Fern- und Abblendlicht um die optimale Sicht. Alle Mazda3 besitzen bereits in der Basis unter anderem eine dynamische Stabilitätskontrolle mit Traktionskontrolle und ein Antiblockiersystem mit Bremsassistent.

Fazit:

Das ist Leidenschaft! Das ist Fahrspaß! Der Mazda3 Skyactiv-G 165 sieht heiß aus und lässt sich sportlicher fahren als ein VW Golf - und das zu einem attraktiven Preis. Wir gehen noch einen Schritt weiter: dieser Mazda3 gehört zu den fahraktivsten Autos im Segment und sorgt für eine Menge Vergnügen. Wer ein Auto in der Kompaktklasse kaufen möchte, sollte den aktuellen Mazda 3 nicht außer Acht lassen.

Der Mazda3 ist in der Basis „Prime-Line“ ab 17.490 Euro mit einem 100 PS starken Benziner erhältlich und bereits gut ausgestattet. Die in unserem Testwagen zum Einsatz gelangende Top-Ausstattung „Sports-Line“ lässt kaum Wünsche offen. Sie gibt es mit dem 165 PS kräftigen Benziner für 25.490 Euro.


Technische Daten Mazda3 Skyactiv-G 165:

Antriebsart: Frontantrieb
Hubraum: 1.998 cm³
Leistung: 121 kW/165 PS bei 6.000 U/min
Drehmoment: 210 Nm bei 4.000 U/min
Getriebeart: 6-Gang-Handschaltgetriebe
Vmax: 210 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 8,2 Sekunden
Durchschnittsverbrauch: 5,8 l/100 km
CO2-Emission: 135 g/km
Preis: ab 25.490 EUR

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