Mazda6 Kombi 2.5 l Sports-Line Test: Das ist kein normaler Kombi

, 27.04.2013


Im Durchschnitt begnügt sich das 192 PS starke 2.5-Liter-Triebwerk in Kombination mit der serienmäßigen 6-Stufen-Automatik im Idealfall mit nur 6,4 Litern je 100 Kilometer. Auch in der Praxis lässt sich der Motor, sicherlich abhängig vom individuellen Fahrstil, verbrauchsarm fahren, ohne über die Straße zu kriechen und ohne elektrische Abnehmer auszuschalten, wie zum Beispiel die Audio- und die Klimaanlage.

Der frontangetriebene Mazda6 Kombi 2.5 l Skyactive-G ist kein Sportler und möchte es auch nicht sein, aber er bereitet mit seiner Dynamik durchaus wahre Fahrfreude. Direkt nach dem Druck auf das Gaspedal beschleunigt der japanische Kombi souverän und gleichmäßig nach vorne und wird bei Bergen nicht schlaff. Positiv fällt ebenfalls die schnell schaltende 6-Stufen-Automatik auf, die Mazda zur weiteren Kraftstoffreduzierung mit einem Start-Stopp-System koppelte. Alternativ erfolgt der Wechsel der Gänge über Schaltwippen am Lenkrad.

Möchte es ein Familienvater einmal ohne Sack und Pack etwas flotter angehen, um in Kurvenrevieren die Freiheit beim Fahren zu genießen, erweist sich der Mazda6 Kombi ebenfalls als attraktiver Begleiter, der mehr kann, als nur Lasten und Familienmitglieder zu transportieren. Die elektrische Servolenkung passt sich der Geschwindigkeit an, könnte bei höheren Geschwindigkeiten allerdings etwas mehr Rückmeldung bieten. In der Stadt unterstützt die Lenkung ein angenehmes Rangieren.

Der Mazda6 Kombi zeigt sich als direkt ansprechendes Auto. Das mit einer Mischung aus Sport und Komfort abgestimmte Skyactiv-Fahrwerk unterstützt die Agilität, während die Sitze eine gute Seitenführung in scharf durchfahrenen Kurven bieten. Zum Fahrspaß trägt ebenfalls das geringe Leergewicht bei: der Mazda6 Kombi 2.5 l Skyactive-G wiegt nur 1.375 Kilogramm - ein Wert, von dem andere Kombis im Segment nur träumen können.

Der dynamische Familienvater wird auf der heimlichen Ausfahrt erfreut darüber sein, dass die elektronischen Helferlein erst spät eingreifen. Mazda verfolgt den Grundsatz, dass die Technik nicht das Fahrzeug übernimmt, sondern den Fahrer unterstützt, wenn er es möchte. Zur serienmäßigen Ausstattung zählen das Antiblockiersystem ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung (EBD), ein elektronischer Bremsassistent, eine dynamische Stabilitätskontrolle (DSC) und eine Traktionskontrolle. Der optimierte Bremskraftverstärker bietet darüber hinaus eine wirkungsvolle und präzise Bremsleistung.

i-ELOOP: Kondensatoren statt Batterien

Noch schneller und noch effektiver: Mazda möchte zur Reduzierung des Spritverbrauches bei der Bremsenergierückgewinnung anders sein und setzt diese effiziente Maßnahme besonders clever um. Statt wie üblich mit Batterien zur Speicheung der Energie zu arbeiten, entwickelte Mazda das weltweit erste Pkw-Bremsenergie-Rückgewinnungssystem, das mit einem Kondensator arbeitet und im 2.5-Liter-Benziner serienmäßig enthalten ist.

Der Kondensator wird immer dann mit elektrischer Energie geladen, wenn der Fahrer den Fuß vom Gaspedal nimmt oder bremst. Der Kondensator lässt sich, im Gegensatz zu herkömmlichen Batterien, innerhalb von nur wenigen Sekunden voll laden und kann die Energie sofort wieder abgeben, um die elektrischen Fahrzeugsysteme zu betreiben und den Verbrennungsmotor zu entlasten - sonst wäre für den Antrieb der Komponenten Benzin notwendig.

Der vollgeladene Kondensator kann die elektrischen Fahrzeugsysteme, wie zum Beispiel die Klimaanlage oder das Audiosystem, rund eine Minute lang betreiben. Diese Aufgabe übernimmt üblicherweise ein vom Motor angetriebener Generator. So wirkt sich i-ELOOP vor allen Dingen auf die Verringerung des Realverbrauches um bis zu 10 Prozent aus, da bei der Ermittlung des Normverbrauches die üblichen elektrischen Fahrzeugsysteme ausgeschaltet sind. Der Fahrer spürt von dem Vorgang nichts. Nur Symbole im Display des rechten der drei Rundinstrumente weisen den Fahrer auf den Vorgang hin.

Interieur: Wo sich sogar Riesen wohlfühlen

Als großzügig erweist sich der Innenraum im wahrsten Sinne des Wortes. Einmal Platz genommen und in Fahrt, fallen das selbsterklärende, übersichtliche Cockpit, das gut in der Hand liegende Sport-Lederlenkrad und die Seitenführung der Sitze positiv auf. Der elektrisch verstellbare Fahrersitz und das längs- sowie höheneinstellbare Lenkrad ermöglichen dem Fahrer, schnell die ideale Sitzposition zu finden.

Raum ist im Überfluss vorhanden - und das nicht nur auf den Vordersitzen und im Kofferraum: Die Kniefreiheit auf den hinteren Sitzen und der vergrößerte Fußraum ermöglichen selbst großgewachsenen Insassen mit über 1,90 Metern im Fond ein angenehmes Reisen auf langen Strecken.

Der neue Mazda6 Kombi ist darüber hinaus mit einer Vielzahl von Verstaumöglichkeiten ausgerüstet, worüber sich insbesondere Familien freuen dürften. Becherhalter, ein Fach in der Mittelkonsole und die Türtaschen lassen sich von Fahrer und Beifahrer mit minimalem Aufwand erreichen. In den Türen findet sich Platz für jeweils eine 1-Liter-PET-Flasche.

Im Vergleich zum Vorgänger sieht das Interieur deutlich besser aus, wirkt zeitgemäß und wird durch ansprechende Softtouch-Oberflächen im Griffbereich weiter aufgewertet, während Metallapplikationen in mattem Chrom frische Akzente setzen. Die schwarze Lederausstattung mit roten Kontrastnähten in unserem Testwagen steigert den Wohlfühlfaktor weiter.

Informationen wie Kraftstoffverbrauch und Außentemperatur zeigt das 3,5 Zoll große Display des Bordcomputers im Kombiinstrument an, während Informationen des Navigationssystems mit TomTom-Technologie und des Audiosystems auf dem im Blickfeld hoch positionierten 5.8-Zoll-Touchscreen-Monitor auf der Mittelkonsole erscheinen. Allerdings könnte der Bildschirm des Touchscreens in der heutigen Zeit für uns verwöhnte Europäer etwas größer ausfallen. Auch die grafische Darstellung erscheint bei anderen Herstellern moderner. Dafür kostet das gut funktionierende Navigationssystem bei Mazda nur 500 Euro.

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