Porsche 911 Carrera S 2016 Test: Das kann der neue Turbo wirklich

, 25.11.2015


Doch damit gab sich Porsche noch längst nicht zufrieden und führt die Hinterachslenkung aus dem Porsche 911 Turbo und Porsche 911 GT3 beim Carrera ein, um das agile Handling und die Fahrstabilität weiter zu steigern. Bei niedrigen Geschwindigkeiten unter 50 km/h lenkt das System die Hinterräder entgegen den eingeschlagenen Vorderrädern. Das führt zu einer virtuellen Radstandsverkürzung. Der Wendekreis wird verkleinert, das Einlenkverhalten in Kurven deutlich dynamischer und sogar das Einparken spürbar erleichtert.

Vorteil bei sportlicher Fahrweise: Bei Geschwindigkeiten ab 80 km/h lenkt das System die Hinterräder in die gleiche Richtung wie die eingeschlagenen Vorderräder, so dass sich der Radstand virtuell verlängert und die Fahrzeugstabilität bei schnellen Richtungswechseln deutlich steigt.

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Noch immer nicht genug? In der Mittelkonsole befindet sich darüber hinaus der Knopf des Stoßdämpfersystems PASM (Porsche Active Suspension Management), das kontinuierlich die Dämpferkraft für jedes einzelne Rad regelt - abhängig von Fahrbahnzustand und Fahrweise. Über die Modi „Normal“ und „ Sport“ kann der Fahrer zusätzlich das Dämpfersystem einstellen, was sich dabei durch eine spürbare, hohe Spreizung bemerkbar macht. Die Unterschiede lassen sich sofort spüren: Im „Normal“-Modus ist die Dämpfung sportlich-komfortabel, im „Sport“-Modus für noch mehr Stabilität sportlich-straff ausgerichtet.

Turbo versus Sauger: Verliert der Carrera seinen charaktervollen Sound?

Der vorherige Saugmotor des Porsche 911 Carreras zog die Autoenthuiasten mit seinem typisch rauen und bellenden Boxermotor-Sound in den Bann. Keine Sorge: diesen markanten Sound bietet der neue Turbomotor ebenfalls - so wie beim Sauger allerdings erst ab rund 5.000 Touren. Doch das neue Turbo-Triebwerk will gedreht werden, so dass jeder Fahrer schnell in den Genuss der Symphonie in den Ohren kommt.

Porsche 911 Carrera Innenraum: Premiere bei Porsche - und das in Serie

Sportlich das Design, hochwertig die Materialien und tadellos die Verarbeitung: Der Porsche 911 Carrer Innenraum weiß zu überzeugen und besticht durch den umfangreichen Einsatz von Leder und gebürstetem Aluminium. Sogar bis zu zwei Meter große Personen finden bequem Platz auf den Vordersitzen. Die Rücksitze dienen eher als zusätzliche Ablage.

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Erfreulich ist die Übersichtlichkeit und intuitive Bedienung des Cockpits. Dazu bietet das neue, serienmäßige „Porsche Communication Management“ (PCM) mit Multitouch-Bildschirm ein deutlich erweitertes Funktionsspektrum und eine erheblich vereinfachte Bedienung. Das PCM lässt sich analog zu einem Smartphone mit Multitouch-Gesten auf dem 7-Zoll-Bildschirm (17,8 Zentimeter) bedienen. Sogar die Eingabe per Handschrift ist möglich.

Mobiltelefone und Smartphones können die Insassen per WLAN verbinden. Die erstmals in der Mittelarmlehne integrierte Smartphone-Ablagefläche sorgt zudem für ein akkuschonendes Laden und optimierten Mobilfunk-Empfang. Neu ist die Möglichkeit zur Verbindung des iPhones mit dem PCM zur Nutzung von Apple CarPlay.

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Für eine verbesserte Navigation stehen Echtzeit-Verkehrsinformationen zur Verfügung, die dem Fahrer einen schnellen Überblick über die Verkehrslage und eine dynamische Anpassung der Route bieten. Zur besseren Orientierung integrierte Porsche erstmals die Dienste „Google Earth“ und „Google Street View“. Weitere Bestandteile des PCM stellen „Porsche Car Connect“ und die „Porsche Connect App“ dar, unter anderem zur Fernsteuerung von Fahrzeug-Funktionen, zur Übertragung von Zielen an das PCM für eine Navigation und zur Nutzung von Musikstreaming-Diensten von Drittanbietern über das PCM.

Neue Assistenten: Mehr Fahrspaß mit mehr Sicherheit

Porsche verpasst dem 911 Carrera des Modelljahrgangs 2016 neue und verbesserte Assistenzsysteme: Der optional erhältliche Tempostat arbeitet von 30 km/h bis 240 km/h und kann nun moderat bremsen, wenn die vorgegebene Geschwindigkeit beispielsweise auf einem Gefälle überschritten wird. Der auf Wunsch erhältliche Abstandsregeltempostat ACC verfügt in Verbindung mit dem PDK-Getriebe jetzt über eine Segelfunktion. Dabei öffnen sich im Kolonnenverkehr die Kupplungen, was durch das antriebslose Rollen Kraftstoff spart.

Ebenfalls auf Wunsch erhältlich: ein Spurwechselassistent, der zwischen 30 km/h und 250 km/h über Fahrzeuge informiert, die sich schnell von hinten nähern oder im toten Winkel fahren. Zusätzlich steigert Porsche die aktive Sicherheit des Sportwagens mit der serienmäßigen Multikollisionsbremse.

Porsche 911 Carrera S Kofferraum: Es gibt ihn - den Extra-Platz

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Einen großen Kofferraum erwartet niemand bei einem Sportwagen wie dem Porsche 911 Carrera S. Das vollständig ausgekleidete Gepäckfach unter der Fronthaube bietet 145 Liter Ladevolumen, das sich allerdings durch eine niedrige Ladekante und eine gute Zugänglichkeit hervorhebt. Dank umklappbarer Lehnen besitzt der Carrera allerdings im Fond mit 260 Litern mehr Platz als viele annehmen. Für kleine Mitbringsel gibt es zudem im Passagierraum ausreichend Ablagen. Größere Flaschen lassen sich vorne leider nicht unterbringen.

Porsche 911 Carrera S Test - Fazit:

Der Porsche 911 Carrera S stellt mit dem Turbomotor nach wie vor einen sensationellen Sportwagen dar. Durch das neue Triebwerk wird der Elfer sogar noch schärfer und noch schneller. Dazu tragen neue Technologien zu einem weitaus agileren Kurvenverhalten bei. Das ist purer Fahrspaß, der zweifellos begeistert.

Technische Daten Porsche 911 Carrera S PDK (2016):

Antriebsart: Heckantrieb
Hubraum Sechszylinder-Biturbo-Boxermotor: 2.981 cm³
Leistung: 309 kW/420 PS bei 6.500 U/min
Drehmoment: 500 Nm bei 1.700-5.000 U/min
Getriebeart: 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (PDK)
Vmax: 306 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 4,1 Sekunden (3,9 Sekunden mit Sport Chrono Paket)
Leergewicht: 1.535 Kilogramm
Durchschnittsverbrauch: 7,7 l/100 km
CO2-Emission: 174 g/km
Preis: ab 114.276,50 EUR

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