Skoda Octavia Combi RS 4x4 2016 Test: Allrad mit Feuer in der Hütte

, 23.05.2016


Jetzt geht es richtig ab: Der neue Skoda Octavia Combi RS 4x4 besitzt erstmals einen Allradantrieb - und den weist in Verbindung mit einem Sport-Diesel kein anderer Kompaktsportler auf. Der VW Golf GTD und der Ford Focus ST sind zwar mit einem Diesel-Triebwerk zu haben, aber nicht mit Allradantrieb. Das klingt nach neuen Stärken und einer Überlegenheit wie kein anderer im Segment. Was der neue Skoda Octavia Combi RS 2.0 TDI 4x4 tatsächlich drauf hat und ob jetzt sogar Drift-Spaß für besonders ambitionierte Familien gegeben ist, das wollen wir jetzt herausfinden.

Bereits das RS-Logo am Kühlergrill verrät, welche Kraft unter der Motorhaube des Skoda Octavia Combi RS 4x4 steckt. Das dynamische Design der RS-Front lässt keinen optischen Zweifel an der sportlichen Ausrichtung. Dafür sorgen nicht zuletzt die dunkel eingefassten Bi-Xenonleuchten mit integriertem LED-Tagfahrlicht in Kombination mit dem dreigeteilten Wabengitter in der Frontschürze sowie den LED-Rückleuchten. Von den verchromten Auspuffendrohren bis hin zum Dachkantenspoiler hinterlässt auch das Heck des Octavia RS einen durch und durch sportlichen Eindruck.

Den Antrieb auf alle vier Räder gibt es für die sportliche RS-Version allerdings nur für den Skoda Octavia RS 2.0 TDI 4x4 in Kombination mit dem 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG). Der Diesel gelangt mit der identischen Leistung von 184 PS bei 3.500 bis 4.000 U/min auch im VW Golf GTD zum Einsatz. Das maximale Drehmoment von 380 Nm liegt von 1.750 bis 3.250 Touren an - beim Fronttriebler nur bis 3.000 U/min.

Bereits der frontangetriebene Skoda Octavia Combi RS sorgt für Feuer in der Hütte. Doch der Turbo-Diesel wird mit dem 4x4-Antrieb so schnell wie nie: Von 0 auf 100 km/h vergehen nur noch 7,7 Sekunden - das ist deutliche 0,6 Sekunden flotter als die DSG-Version mit Frontantrieb. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 224 km/h - mit Vorderradantrieb sind es 228 km/h.

Für den extremen Thrill, wie zum Beispiel bei einem Ford Focus RS, sorgt der Skoda Octavia Combi RS 4x4 verständlicherweise nicht. Aber es handelt sich bei dem flinken Raumriesen zweifellos um einen echten Diesel-Sportler, der zudem mit Effizienz überzeugen kann. Im Idealfall, so Skoda, beläuft sich der durchschnittliche Kraftstoffkonsum auf nur 5,0 Liter pro 100 Kilometer, was einem CO2-Ausstoß von 131 g/km entspricht. Alles andere hängt vom persönlichen Gasfuß und der individuellen Fahrweise ab - und mit diesem temperamentvollen Kombi lässt sich wahrlich Spaß haben.

Durch das satte, bereits früh anliegende Drehmoment beschleunigt der Skoda Octavia Combi RS 2.0 TDI 4x4 mit einem spürbar großen Schub aus dem Drehzahlkeller heraus. Auch für Zwischenspurts und Überholmanöver steht immer die erforderliche Power zur Verfügung. Bei rund 4.000 Touren geht dem Triebwerk allerdings langsam die Puste aus - doch bis dahin gab der Motor alles und sorgte beim Fahrer für ein großes Grinsen.

Die wahre Überlegenheit bietet der Allradantrieb

Nicht nur bei Schnee und Nässe, auch auf trockenem Asphalt zeigt der Skoda Octavia Combi RS 2.0 TDI 4x4 beim schnellen Anfahren aus dem Stand eine beeindruckende Traktion, während bei der frontangetriebenen Version und kräftigem Anzug die Räder schnell durchdrehen. Auf verschneiten Anstiegen ist der Unterschied ebenfalls deutlich. Der Fronttriebler quält sich vergleichsweise hoch. Derweil geht es die 4x4-Variante gelassen und cool an.

Doch dann sind da noch die Kurven: Mit dem Allradantrieb lässt sich der Skoda Octavia Combi RS 2.0 TDI 4x4 jetzt mit dem Extra-Grip scharf durch Kurven dirigieren. Der Kombi lenkt noch präziser ein, besitzt eine bessere Agilität und zeigt ein deutliches Plus an Stabilität. Mit dem griffig in der Hand liegenden Lederlenkrad setzt der kompakte Sport-Kombi die Lenkbefehle direkt um. Die genaue Lenkung bietet zudem eine gute Rückmeldung.

Dazu umfasst die Serienausstattung das elektronische Stabilisierungsprogramm ESC mit der integrierten elektronischen Differenzialsperre XDS. Sobald die Elektronik erkennt, dass das kurveninnere Rad bei schneller Fahrt zu sehr entlastet wird, baut das System an diesem Rad gezielt einen Bremsdruck auf, um erneut die optimale Traktion herzustellen. Das XDS wirkt so als Quersperrdifferential.

Beim permanenten Allradantrieb des Skoda Octavia RS 2.0 TDI 4x4 erfolgt die nahtlose Kraftverteilung auf die vier Räder stets situationsabhängig - im Normalfall liegen 50 Prozent der Kraft vorne und 50 Prozent hinten an. Im Extremfall kann das System bis zu 100 Prozent der Antriebsmomente auf die Hinterachse leiten - und ermöglicht mit einer im „Sport“-Modus zurückhaltenden Stabilitätskontrolle das Driften. Das früh anliegende Drehmoment lässt sich wiederum dazu nutzen, den Driftwinkel ideal zu steuern. Hier sorgte Skoda für viel Fahrspaß - auch wenn die Masse mit dem Skoda Octavia Combi RS 4x4 nicht quer fahren wird: Er kann es!

Fahrmodi: Jetzt mit mehr Freiheiten für den puren Fahrspaß

Ein Sportfahrwerk besitzt der Skoda Octavia Combi RS 4x4 serienmäßig. Die straffer ausgelegten Dämpfer und Federn machen den Unterschied aus und bieten weiterhin den passenden Restkomfort - als Familiensportler ein nicht zu verachtender Vorteil. Ein adaptives Fahrwerk wie beim VW Golf GTI ist für den Skoda Octavia Combi RS leider nicht erhältlich, so dass sich der „Sport“-Modus nicht auf Dämpfereinstellungen auswirkt.

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